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  • Florian Kirschbaum kalkt Wälder – mit seinem Hubschrauber vom Typ AS 350. Den Nachschub liefern Mercedes-Benz Arocs und Actros.
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    Helikopter, Actros und Arocs im Einsatz bei der Waldkalkung.

    Heavy Rotation.

    Fotos: Bernhard Huber

Am Limit.

Waldkalkung aus der Luft: Pilot Florian Kirschbaum und sein Team machen einen ganz besonderen Job. Marc Redlich schaut auf sein Tablet. Laut der Karte auf dem Display ist es nur noch ein Kilometer bis zum Ziel. Er verlässt die mit Schlaglöchern durchzogene Landesstraße und biegt in den Waldweg ab. Mit seiner linken Hand tastet er nach dem Fensterheber, die Seitenscheibe gleitet ein Stück herunter. Kann er Florian schon hören?


Florian Kirschbaum kalkt Wälder – mit seinem Hubschrauber vom Typ AS 350.
Ein Helikopter AS 350 und ein Mercedes-Benz Actros im Wald.

Teamwork.

Und plötzlich geht dann alles ganz schnell. Ohrenbetäubendes Trommeln von Rotorblättern, ein Schatten, der über den Arocs huscht – und eine Wand aus Staub, die direkt auf den Lkw zurollt. Eilig schließt Marc das Fenster. „Sonst habe ich hier gleich die Bude voller Staub und Kalk“, sagt der 37-Jährige. Der Helikopter fliegt jetzt knapp 50 Meter vom Lkw entfernt. 20 Meter unter der dunkelgrauen Maschine vom Typ AS 350: ein Aluminium-Trichter, aus dem eine Ladung hellbraunes Pulver rieselt. Dann dreht der Hubschrauber ab Richtung Ladeplatz, in dessen Nähe auch Marc inzwischen hält.


Waldkalkung aus der Luft.

Sanft setzt der Pilot den riesigen Streuer ab, bleibt aber selbst in der Luft. Ein Radlader füllt den Behälter, und schon ist der Helikopter wieder unterwegs. Eine Sache von Sekunden. Marc wartet lieber noch einen Moment, bis sich der Staub weiter senkt. Dann nimmt er den Fuß von der Bremse und fährt direkt an die Ladestelle heran. „Das war Flo“, sagt er und zeigt kurz mit dem Finger nach oben. Die Luft draußen schmeckt nach Kalk. Der Mund fühlt sich staubtrocken an.

Das Hetralog-Team, für das Marc und Florian Kirschbaum arbeiten, ist im Ost-Erzgebirge für die Kalkung von 1.800 Hektar Wald zuständig. 5.400 Tonnen Kalk lassen sie dafür auf die Baumwipfel rieseln, von wo er nach und nach auf den Waldboden fällt. Florian ist dafür über Wochen mit seinem Helikopter unterwegs. Im Schnitt sind es 300 Tonnen, die er täglich abwirft.


Bei jedem Abflug fegt der Hubschrauber AS 350 Staubwände über den Platz.
Marc fährt einen Mercedes-Benz Arocs 1851 mit Hydraulic Auxiliary Drive.

Logistik für einen gesunden Wald.

„Wir kämpfen mit dem Kalk gegen versauerte Böden an“, erzählt er, während er den Verschluss seines gelben Helms öffnet. Industrieanlagen haben über Jahrzehnte ihre Spuren in der Region hinterlassen. Schwefelhaltiger und damit saurer Regen hat den Wald massiv belastet. „Der Kalk soll den pH-Wert des Bodens verbessern. Davon profitieren dann die Wurzeln der Bäume und Pflanzen. So können wir helfen, das Ökosystem des Waldes zu stabilisieren“, sagt der 38-Jährige. „Mit den Lkw von Mercedes-Benz fahren wir den Kalk zu den Ladestellen im Wald.“

Einen davon, einen Arocs 1851 mit Hydraulic Auxiliary Drive, fährt heute Marc. „Die Sache ist einfach: Flugstunden sind hier das Teuerste. Je tiefer wir in den Wald hineinfahren, desto kürzer werden die Flugstrecken. Und umso effektiver arbeiten wir“, sagt Marc. Video auf RoadStars.


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