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  • Viel schneller als schaufeln!
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    Viel schneller als schaufeln!

    Mobile Saugbagger sind die Innovation auf Baustellen.

    Foto: Christoph Börries

Bärenstark und effizient.

Es ist nur ein kleiner, unscheinbarer Drehknopf im Cockpit, doch wenn Uwe Schirwinski den Schalter mit der Aufschrift „fahren/saugen“ umlegt, dann geht es im Aufbau seines neuen Arocs-Saugbaggers mächtig zur Sache. „Manch ein Passant denkt im ersten Moment an ein startendes Flugzeug“, sagt der 46-jährige Lkw-Fahrer vom Peter Plambeck Containerdienst aus Cuxhaven mit einem Augenzwinkern. Kein Wunder: Denn jetzt wird die Kraft des 375 kW starken OM 471 aus dem Motortunnel des Arocs über Nebenabtriebe auf zwei Turbinen im Aufbau hinter der Fahrerkabine geschaltet. Sie erzeugen einen Luftstrom von rund 36.000 Kubikmetern pro Stunde oder anders gesagt einen Sog von bis zu 34.000 Pascal oder 0,34 Bar.

Saugen statt schaufeln.

Der Kraftarm mit dem Saugschlauch befindet sich am Heck des Saugbaggers. Er hat eine Reichweite von rund sieben Metern. Ist der Boden sehr fest, lässt sich zusätzlich ein Drehsaugrohr einsetzen, das wie eine Fräse den Untergrund lockert.

Ein Druckluftanschluss erlaubt darüber hinaus den Einsatz einer Luftlanze, die Druckluft ins Erdreich presst, um selbst härtere Schichten zu lösen. Mithilfe einer Fernbedienung wird der Saugbagger von nur einer Person gesteuert.

Volle Kontrolle.

Ebenso kann das gesamte Fahrzeug ferngesteuert in Schrittgeschwindigkeit gefahren werden. Hierzu müssen Uwe Schirwinski und Florian Plätzsch lediglich ein Gestänge am Lenkrad des Arocs montieren. Radarsensoren überwachen dann die Umgebung und stoppen das Fahrzeug, wenn sich Passanten nähern. Zwei Wochen Training beim Hersteller waren nötig, ehe sie alle notwendigen Handgriffe zum Einsatz des Saugbaggers beherrschten.

Video auf RoadStars.