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  • E. O. Nnabugwu & Sons Ltd. startete vor über 20 Jahren mit einem Mercedes-Benz L 911 ins nigerianische Transportgeschäft. Heute umfasst der Fuhrpark des Unternehmens mehr als 200 Actros.
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    Vom L 911 zum Actros – Schlammspringer in Nigeria.

    E. O. Nnabugwu & Sons Ltd. startete vor über 20 Jahren mit einem Rundhauber.

    Fotos: Tom Saater

Altes Schlachtross.

Wenn Onuorah Nnabugwu von seinem „alten Schlachtross“ erzählt, bekommt er diesen ganz speziellen Glanz in den Augen. Dann denkt der 51-jährige Unternehmer aus Enugu in Nigeria an den allerersten Lkw seines Fuhrparks: einen mittelschweren Mercedes-Benz Rundhauber vom Typ L 911. Heute umfasst der Fuhrpark des Unternehmens mehr als 200 Actros. Onuorah Nnabugwu ist Managing Director des Logistikdienstleisters E. O. Nnabugwu & Sons Limited. Zugleich führt er die Geschäfte von Tetralog Nigeria Limited, dem lokalen Mercedes-Benz Vertragshändler. „Wir fahren überwiegend für große multinationale Konzerne“, erklärt Nnabugwu. „Unsere Hauptkunden kommen aus dem Brauereiwesen und der Baustoffindustrie.“


Mercedes-Benz Rundhauber L 911 in Nigeria.
Onuorah Nnabugwu, Managing Director von E. O. Nnabugwu & Sons Limited in Enugu, Nigeria.

200 Actros.

Enugu liegt rund drei Autostunden südlich der nigerianischen Hauptstadt Abuja, auf halbem Weg zur Hafenstadt Port Harcourt. Die Stadt zählt knapp eine Million Einwohner. Die Landschaft ist geprägt von üppigen Urwäldern und den Feldern der örtlichen Kleinbauern. Einer der größten Arbeitgeber in der Region zählt gleichzeitig zu den bedeutendsten Kunden von Onuorah Nnabugwu: Die zum niederländischen Heineken-Konzern gehörende Nigerian Breweries Plc, die in Enugu eine der größten und modernsten Brauereien des afrikanischen Kontinents betreibt. Um die Logistik des Bieres aus Enugu und weiterer Brauereien der Nigerian Breweries Plc kümmert sich Onuorah Nnabugwu. Sein Unternehmen beliefert mit seiner mehr als 200 Einheiten großen Flotte Getränkegroßhändler in ganz Nigeria.


Katastrophale Straßen.

„Wir haben sehr viele Straßen hier in Nigeria, die in einem absolut katastrophalen Zustand sind“, sagt Onuorah Nnabugwu. „Das ist – neben der angespannten Sicherheitslage – die größte Herausforderung für uns Unternehmer im Transportgeschäft.“ Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas und nach Südafrika die zweitgrößte Volkswirtschaft des Kontinents. Besonders deutlich wird dies auf der knapp 530 Kilometer langen Route von Enugu nach Lagos. Kurz bevor die Autobahn mit der Nummer 232 in der mehr als 1,7 Millionen Einwohner zählenden Schwerindustriemetropole Onitsha den mächtigen Niger-Strom überquert, verwandelt sich die in weiten Teilen gut ausgebaute vierspurige Straße für rund 20 Kilometer urplötzlich in ein wahres Schlammloch.


Desolate Straßen in Nigeria.
Fahrer Jonathan Ndaru mit seinem Actros in Nigeria.

Robuste Technik.

Ganz besonders in der Regenzeit von April bis November wird sie so zu einer echten Herausforderung für Fahrer und Technik. „Wer unter den in Westafrika vorherrschenden extremen Bedingungen nicht auf Qualität setzt, begeht einen schweren Fehler“, erklärt Unternehmer Nnabugwu. „Daher verlassen wir uns bereits seit 2009 auf den Actros.“ Den Großteil seiner Flotte stellen bewährte Sattelzugmaschinen der Typen Actros 3340 und 2031. Die Trucks sind von Mercedes-Benz speziell für den afrikanischen Markt modifiziert. Sie besitzen nicht nur verstärkte Blattfedern, sondern auch angepasste Luft- und Kraftstofffilter, um mit den schwierigen Bedingungen am Äquator fertigzuwerden.