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Die Mercedes-Benz G-Klasse im Offroad-Parcours bei Kitzbühel.

Offroad Tracks: Mit der G-Klasse in Kitzbühel.

So aufregend können sechs Kilometer sein: Ein Steinbruch in Tirol bietet auf engstem Raum eine maximale Anzahl extremer Offroad-Herausforderungen. Genau richtig für die Mercedes-Benz G-Klasse.
Text: Jörg Sand
Fotos: Florian Jaeger
Die Mercedes-Benz G-Klasse im Offroad-Parcours bei Kitzbühel.

Einer der anspruchsvollsten Parcours der Welt.

Schnee, Geröll, Sand, Eis, Schotter, und das alles auf nur sechs Kilometern und auf engstem Raum: Hier, in einem Steinbruch nahe Kitzbühel, findet sich einer der anspruchsvollsten Offroad-Parcours der Welt. Wer sich hier hineinwagt, muss sich durch bis zu 90 Prozent steile Steigungs- und Gefällestrecken, Wasserdurchfahrten und Schrägfahrten kämpfen und erlebt sein Fahrzeug in Extremsituationen. Ohne erfahrenen Guide geht hier nichts. Uns begleitet Christian Vis. Er ist Offroad-Instruktor bei den Mercedes-Benz Driving Events, die regelmäßig hier im Steinbruch stattfinden.

Über 20 Jahre Erfahrung.

Christian Vis hat über 20 Jahre Erfahrung im Offroadfahren. Er schätzt es, sich und sein Fahrzeug an die Grenze des Machbaren zu bringen. „Geht oder geht nicht – genau dieser Wettkampf mit der Physik und der Natur macht das Offroadfahren aus“, erklärt Christian. „Das hat mich schon immer fasziniert.“ Richtig erwischt habe es ihn allerdings, als er das erste Mal in einer G-Klasse saß – da habe ihn der „Offroad-Virus“ befallen.

Christian Vis vor der G-Klasse.

„Ein Auto in Aktion zu erleben, das so unglaublich viel im Gelände kann, war ein prägendes Erlebnis.“

Die G-Klasse mit Christian Vis am Steuer unterwegs auf dem Offroad-Parcours nahe Kitzbühel.

Der Protagonist: Die G-Klasse.

Genau das macht die G-Klasse auch zum unbestrittenen Star der Fahrtraining-Events bei Kitzbühel. Ihr Ruf eilt ihr voraus, sogar im gut sortierten Fuhrpark der Mercedes-Benz Driving Events hebt sie sich schon durch ihre prägnante kantige Form von den anderen Fahrzeugen ab. Offroad-Profi Christian Vis wird uns gleich auf der Strecke zeigen, was die G-Klasse sonst noch so einzigartig macht.

Im Fahrzeug angekommen, fragt man sich zunächst, wozu der stabile Haltegriff an der Beifahrerseite oberhalb des Handschuhfachs wohl gut ist. Und es fällt direkt nach dem Einsteigen auf, dass die aufrechte, hohe Sitzposition eine ungewöhnlich gute Übersicht auf das Umfeld erlaubt. „Mit ihr geht enorm viel. Wo andere an ihre Grenzen stoßen, fängt mit der G-Klasse der Spaß erst an“, sagt er.

Die G-Klasse in der Heckansicht.

Leichte Übung zum Warmwerden.

Gleich als wir losfahren, betätigt Christian den Knopf der mittleren Differenzialsperre, sofort leuchten die Warnleuchten von ABS und ESP auf. „Wir fahren im Gelände zum optimalen Vortrieb immer mit gesperrtem Mitteldifferenzial. Das ABS und ESP schalten sich dann automatisch ab. ABS und ESP sind etwas für die Straße, im Gelände wären die Auswirkungen der Systeme vor allem bei losem Boden nicht hilfreich.“ Wir erklimmen einen steilen Hang, noch auf der Auffahrt beschleunigt der Wagen, trotz losen Bodens geht es richtig vorwärts. „Das hier ist ein G 500 mit 422 PS und V8-Biturbomotor. Ohne die Zentralsperre würde die Leistung an durchdrehenden Rädern verpuffen“, erklärt Vis, während er das Gaspedal weiter durchtritt. „Jetzt wird an Vorder- und Hinterachse die gleiche Drehzahl übergeben, unabhängig vom jeweils auftretenden Drehmoment.“ Der Wagen erstürmt den Berg, als wäre es nichts; eine leichte Übung für den G 500.

G 500:

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 12,3 l/100 km;

CO₂-Emissionen kombiniert: 289 g/km.*

Steilabfahrt vor beeindruckender Kulisse.

Das Hartsteinwerk Kitzbühel bietet für die Offroadstrecke eine beeindruckende Kulisse. „Wir legen den sechs Kilometer langen Offroadkurs immer Mitte Dezember mithilfe von Baggern an“, sagt Christian. Die Strecke fällt jedes Jahr anders aus, der Bergbau verändert das Gelände immer wieder. Jetzt nähern wir uns einer Steilabfahrt. Bevor es abwärts geht, legt Christian die Untersetzung des Verteilergetriebes und die Differenzialsperre für das Mitteldifferenzial ein. „Man muss sich hier abwärts langsam vortasten. In der Untersetzung geht das super, wir nutzen die viel größere Wirkung der Motorbremse und rollen praktisch im kurzen ersten Gang den Berg nach unten“ – so nennt der Offroadfahrer den ersten Gang, wenn die Untersetzung eingelegt ist. Das Fahrzeug taucht ab, die Motorhaube ist bereits in der Tiefe verschwunden und es geht weiter, immer steiler abwärts. Wir hängen mit dem ganzen Körpergewicht in den jetzt stramm gespannten Gurten und schauen durch die Frontscheibe auf den Grund des Steinbruchs. Es fühlt sich an, als würde man gleich in den Abgrund stürzen.

Die G-Klasse auf einer Abfahrt im Hartsteinwerk Kitzbühel.

Aber die G-Klasse rutscht nicht einmal, sie fährt souverän ganz langsam, sicher und sanft hinunter. Christian stützt sich mit beiden Armen am Lenkrad ab und wir halten uns am Haltegriffe fest, um nicht nach vorn zu rutschen. Dazu ist also der stabile Griff da!

Christian Vis am Steuer der G-Klasse.

Die drei magischen Knöpfe.

Eines der Alleinstellungsmerkmale der Mercedes-Benz G-Klasse sind seit jeher die drei Differenzialsperren. Die drei Schalter zur Betätigung der Sperren thronen in einer Reihe zentral am Armaturenbrett. Sie fallen dem Betrachter sofort ins Auge. Die Mitteldifferenzialsperre schließt die Verbindung zwischen Vorder- und Hinterachse. Die beiden Achsdifferenzialsperren schließen hinten und vorne die Verbindung der Räder an einer Achse. Somit haben alle Räder immer die gleiche Drehzahl, auch wenn eines in der Luft hängt oder auf Eis steht. Wenn ein einziges Rad Halt hat, reicht das aus, um den Vortrieb sicherzustellen. Vor jedem schwierigen Hindernis betätigt Christian den Knopf für die hintere Differenzialsperre und wenn es ganz kniffelig wird, auch den für die vordere Sperre. „Für das Vorankommen im harten Gelände gibt es nichts Besseres als die Differenzialsperren“, sagt er. „Die G-Klasse ist das einzige Fahrzeug weltweit, das diese Technik so bereits in der Grundausstattung mit an Bord hat.“

Ankämpfen gegen Angst und Instinkt.

Christian fährt seitlich auf einen steilen Hang zu. „Die G-Klasse kann bis zu 54 Prozent Neigung, das sind 29 Grad, schräg fahren, ohne umzukippen.“ Das ist ein statistischer Wert, wenn der Boden uneben ist oder das Fahrzeug durch Beladung einen höheren Schwerpunkt hat, kann dieser Punkt schneller erreicht sein. Je steiler Christian in den Hang fährt, umso unwohler wird uns – die Gurte sind wieder gespannt und der Haltegriff  wird nun auch wieder gebraucht.

Die G-Klasse auf dem Parcours nahe Kitzbühel.

„Das ist für den menschlichen Körper eine sehr ungewohnte Position. Man will instinktiv schnell raus aus dieser Lage, aber durch Beschleunigen erhöht sich das Kipprisiko enorm, deshalb muss man das durchstehen und langsam zu Ende fahren.“

Video.

Die G-Klasse auf einer Abfahrt.

Hilfe fürs Extremgelände.

Es geht wieder einen Hügel hinunter und da beginnt die G-Klasse plötzlich zu rutschen. Nur für den Bruchteil einer Sekunde, denn Christian geht kurz von der Bremse und schon fängt sich der Wagen wieder. Die schnelle, reflexartige Reaktion beeindruckt uns. „Das kann man nicht mal eben schnell lernen. Das sind Erfahrungswerte, die man in vielen Kilometern Offroadfahren verinnerlicht hat. Natürlich bringen wir hier unseren Trainingsgästen ein Grundwissen des Geländefahrens bei, das ist sozusagen der Grundstein, auf dem man dann aufbaut.“

Mehr als ein Auto.

Vom Aufbau her ist die G-Klasse sage und schreibe 37 Jahre alt. 1979 war die Modelleinführung, seither wird sie im österreichischen Graz hauptsächlich in Handarbeit hergestellt. Mit einem massiven, stabilen Leiterrahmen ist sie gebaut für die Ewigkeit.  „Die G-Klasse ist für mich mehr als ein Auto“, sagt Vis. „Und mit ihr sind Sie überall gern gesehen – bei wirklich allen Anlässen.“

Die Mercedes-Benz G-Klasse in der Frontansicht im Steinbruch.

Bildergalerie.

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