Mit von der Partie: der Sprinter von Mercedes-Benz.

Karte, Kompass und Katharsis: Aïcha des Gazelles.

Bei der Wüstenrallye wachsen Frauen Jahr für Jahr über sich hinaus.

  • Karte, Kompass und Katharsis: Aïcha des Gazelles.

  • Wo Grenzen zur Fata Morgana werden.

    Schon zu biblischen Zeiten war die Wüste ein Ort der Wandlung und Erleuchtung. Und das ist sie heute noch. Zumindest, wenn man mit nichts als einem Lineal, einer Karte und einem Kompass dort ausgesetzt wird. Um binnen zwei Wochen 2500 Kilometer zurückzulegen. Zu zweit. In einem Fahrzeug.

    Herausgerissen aus einem Alltag, zu dem Handys und Navigationssysteme so selbstverständlich gehören wie High Heels und Nagellack. Mit einer Partnerin, die man erst noch kennenlernen muss. Keine der Teilnehmerinnen der Aïcha des Gazelles geht, wie sie gekommen ist. Es ist eines der letzten echten Abenteuer unserer Zeit. Und Zutritt haben nur Frauen.

    Verlieren auch irgendwo im Nirgendwo nie die Orientierung: die Transporter von Mercedes-Benz.

    Umsicht hat Vorfahrt.

    Die erste Aïcha des Gazelles organisierte Dominique Serra 1990. Eine Rallye quer durch die Wüste Marokkos, für Frauen. Eigentlich sollte das Projekt nur mit Vorurteilen gegen das vermeintlich schwache Geschlecht aufräumen. Doch unter der Schirmherrschaft des marokkanischen Königshauses entwickelte es sich binnen kürzester Zeit zu einem der wichtigsten Motorsportereignisse Frankreichs. Und unterdessen sieht die ganze Welt dabei zu, wie die Fahrerinnen zwischen 18 und 65 Jahren die herausfordernde Strecke von 2500 Kilometern meistern. 33 Nationalitäten sind hier vertreten. Das Besondere: Nicht die Geschwindigkeit steht im Vordergrund. Die Teams müssen diverse Checkpoints passieren, und nicht die Zeit ist entscheidend, sondern die zurückgelegte Kilometerzahl. Das heißt: je weniger, desto besser.

    Bei der Rallye geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern um Spaß, Geschicklichkeit - und Umweltschutz: Sieger ist, wer am wenigstens Kilometer zurücklegt.

    Um den Zielort zu erreichen, bekommen die Aspirantinnen einen Kompass, eine Karte und ein Lineal. Alle Errungenschaften der modernen Technik sind tabu – mal abgesehen von den Fahrzeugen. Der Erlös der Veranstaltung wird einem guten Zweck gespendet.

    Ein Siegertyp von Mercedes-Benz: der Vito hat sich bei der Wüstenrallye hervorragend geschlagen.

    Allen Herausforderungen gewachsen: Vito und Sprinter von Mercedes-Benz.

    Je größer die Herausforderung, umso wichtiger ist ein solides Fahrzeug. Für Mercedes-Benz machten Coralie Lejeune und Susanne Ehmer mit einem Vito den fünften Platz. Dicht gefolgt von Sabrina Mayer und Larissa Lauber, die in einem Sprinter den sechsten Rang belegen konnten. Und an die siebte Stelle stemmten sich Sabrina Trillmann und Astrid Ebermann, ebenfalls in einem Vito. Für die besonderen Anforderungen des Einsatzes wurde er mit Überrollkäfigen, Terratrip, Wegzähler, Schalensitzen, Feuerlöscher, Unfallschutz und spezieller Wüstenbereifung ausgestattet. Antriebsstrang sowie Bremsen und Fahrzeugelektronik entsprachen aber zu 100% dem Serienstand des Fahrzeugs. Schließlich gilt für die Vito-Basics: never change a winning team.

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