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  • Ein weißer Sprinter fährt durch eine Canyon-Landschaft
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    Katch und Ben ziehen in ihren Sprinter um.

    Katch und Ben haben es gewagt: Sie zogen in ihren Sprinter und leben seither als Van-Nomaden.

    Fotos: Katch Silva

Fotografie bringt Katch und Ben zusammen.

MYVAN: Was hat euch motiviert, euer normales Leben hinter euch zu lassen und stattdessen ein Leben im Van zu beginnen?

Ben: Im Grunde waren es zwei Dinge: Wir wollten öfter unsere Freunde treffen, die über die ganzen USA verstreut leben und die wir zum Teil nur noch selten zu Gesicht bekommen hatten. Durch den Van hat sich das geändert: Nun sind wir ständig unterwegs, bleiben manchmal Wochen, manchmal Monate in einer Stadt oder einer Gegend, treffen uns dort mit Freunden und Bekannten – und brauchen dazu nicht einmal ein Hotel, geschweige denn eine eigene Wohnung.


Eine Frau sitzt auf der Trittstufe eines Sprinter Vans
Ben sitzt im Inneren des Sprinter an einem Computer

Reiz am Van-Nomadentum: das Draußen-Sein.

MYVAN: Und der zweite Grund?

Katch: Das Leben in der Natur, das Draußen- und Unterwegs-Sein. Der Sprinter ermöglicht es uns, nicht nur ab und zu in der Natur zu sein, sondern sogar in dieser zu leben. Wo immer wir unser Lager aufschlagen, sind wir zu Hause.

Wie sollten die beiden Fotografen künftig arbeiten und wie müsste das Van-Zuhause eingerichtet sein? Akribisch recherchierten sie, welcher Van am besten zu ihren Ansprüchen passt – nämlich gleichzeitig gemütliche Wohnung, mobiles Büro und flexibles Transportmittel zu sein. Das Ergebnis: der Sprinter von Mercedes-Benz. Die beiden schätzen ihren Reise-Transporter vor allem für dessen Zuverlässigkeit, Flexibilität und Geräumigkeit.


Leben im Sprinter stellt den Alltag auf den Kopf.

MYVAN: Hattet ihr damals Zweifel an eurem Vorhaben, euren Alltag in den Sprinter zu verlagern?

Katch: Wir haben uns zu keinem Zeitpunkt Sorgen gemacht. Wir haben schon immer einen recht minimalistischen und unaufgeregten Lebensstil gepflegt. Im Camper Van finden wir die perfekte Mischung aus Arbeit und Alltag.


MYVAN: Welchen Rat würdet ihr jemandem geben, der ebenfalls in einen Van ziehen möchte?

Ben: Denkt euren Alltag genau durch, jeden Aspekt eures täglichen Lebens. Denn das Leben im Van beeinflusst auch Gewohnheiten, die man vielleicht zunächst nicht auf dem Schirm hatte, die vermeintlich kleinen Dinge.


Katch sitzt in einem ausgebauten Van

Die Profis von Sportsmobile leisten super Job.

MYVAN: Zum Beispiel?

Katch: Was brauche ich für meinen morgendlichen Kaffee? Wo bewahre ich meine schmutzige Wäsche auf? Koche ich gerne, was brauche ich dafür? Benötige ich manchmal auch meine Ruhe, wo kann ich diese bekommen? – Wenn man sich schon am Anfang solche Fragen stellt, merkt man schnell, ob das Leben in einem Camper Van das Richtige für einen ist, und wenn ja, wie man seinen Transporter am besten umbaut und einrichtet.


Um den Sprinter als mobiles Zuhause nutzen zu können, brauchten die beiden ein paar Anpassungen an ihrem Fahrzeug. Also überließen sie ihren 4WD 2016 Sprinter den „Profis“, wie Katch sagt: dem Aufbauhersteller Sportsmobile. Das Ergebnis überzeugte sie.


Eine Frau grillt, neben ihr parkt ein weißer Sprinter

Perfekte Mischung aus Privatleben und Arbeit.

Auf was wollen Katch und Ben in ihrem Van nicht mehr verzichten? Die Antwort überrascht nur auf den ersten Blick: auf die Solarmodule an ihrem Sprinter. Denn: Die Photovoltaikanlagen liefern dem Fotografen-Paar Strom für Alltag und Arbeit. „Ohne diese Module könnten wir das meiste nicht machen“, sagt Katch. Und weil die beiden als Fotografen verstärkt auch beruflich in den Sozialen Medien unterwegs sind, hier ein weiteres Must-Have: der Smartphone-Hotspot im Sprinter, um ins Internet zu kommen. Für Katch sind zudem ein Camping-Herd und ein Grill essenziell. „Ich liebe es, draußen zu sitzen, zu kochen und zu essen“, sagt sie.


Das Leben im Van.

MYVAN: Wie hat sich euer Leben konkret verändert?

Katch: Man wacht natürlich nicht jeden Morgen vor einer traumhaften Naturszenerie auf und geht dann einem entspannten Alltag nach. Manchmal heißt das Leben im Van auch, den Sprinter über Nacht auf einer Raststätte zu parken, sich den Kaffee am Morgen bei der Tankstelle zu besorgen und dann mehrere Tage stundenlang Auto fahren zu müssen. Dennoch: Meistens leben wir das einfache Leben, das wir uns immer gewünscht haben.

Ein Mann liegt gemütlich in einem Van
Ein weißer Van steht in einer Steppenlandschaft mit Bergen im Hintergrund

Ein Jahr unterwegs – und kein Ende in Sicht.

MYVAN: Ihr seid bekennende Naturliebhaber und in eurem Sprinter schon ganz schön herumgekommen. Welchen Ort sollte man sich in den USA nicht entgehen lassen?

Katch: Den Badlands-Nationalpark in South Dakota. Ich mag es nicht, wenn die Nationalparks von Menschen überflutet sind. Wir hatten damals ein paar Wochen frei, der Park war einfach atemberaubend schön und menschenleer.


Bildergalerie.