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  • Ein Teil der Sprinter-Flotte von Velofix
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    Velofix: Der Sprinter als mobile Fahrradwerkstatt.

    Wenn die Werkstatt zum Radler kommt: MYVAN hat die mobile Fahrradreparatur im Velofix-Sprinter in Vancouver getestet.

Der Velofix-Moment.

Ein malerischer Samstagmorgen in Vancouver im Herbst: Die Sonnenstrahlen bahnen sich mühsam ihren Weg durch den Frühnebel, der auf der Stadt liegt. Aus diesem taucht plötzlich ein leuchtend rotes Fahrzeug auf: ein Velofix-Van! Wirft man einen Blick in das Fahrzeuginnere, bleibt einem der Mund offen stehen: An den Wänden hängen – sorgfältig sortiert – alle erdenklichen Schraubenschlüssel, Zangen und Ersatzteile. Ein Rennrad wird gerade vom Fahrzeug-Besitzer Boris Martin fachgerecht an die ebenfalls seitlich angebrachte Halterung montiert, dann bietet er seinem Kunden einen Kaffee an und bittet ihn Platz zu nehmen. Es handelt sich um eine mobile Profi-Fahrradwerkstatt!


Blick in das Innere eines Velofix-Sprinter durch die geöffneten Hecktüren
Drei der vier Velofix-Gründer vor einem Teil ihrer Sprinter-Flotte

Die richtige Expertise.

Die Idee zum Geschäftsmodell „Velofix“ – einer mobilen Radwerkstatt – entstand im Oktober 2012 in den Köpfen von Davide Xausa, Chris Guillemet, Simon Whitfield und Boris Martin. Jeder der vier begeisterten Radfahrer bringt sowohl mehrjährige Geschäfts- als auch Radsporterfahrung mit. Und der Erfolg bestätigt ihr Konzept: Nachdem sie mit nur einem Sprinter und einem kleinen Team im Januar 2013 gestartet sind, zählt Velofix inzwischen sieben Mitarbeiter am Hauptsitz und 35 in Franchise-Unternehmen.


Save Time. Ride More.

Selbst die Expansion in die USA hat funktioniert. So kann man sein Fahrrad nun beispielsweise auch in Seattle, San Francisco oder Portland am Wunschort warten und reparieren lassen. Die Bestellung erfolgt über Telefon oder die Internetseite. Wohin man den Service anfordert, bleibt frei wählbar.


Ob nach Haus, zum Büro oder zu einem Radrennen: Velofix will seinen Kunden eine Zeitersparnis bringen und es ihnen ermöglichen, mehr im Sattel zu sitzen, als auf ihr Fahrrad zu warten. Das verspricht auch der Firmenslogan: „Save Time. Ride More.“


Blick auf den rot lackierten Velofix-Van von vorne rechts

Langversion mit Superhochdach.

Die Größe der Vans ist in Kanada keine Seltenheit und die Motoren leisten ihren Dienst angenehm geräuscharm. Auch die Effizienz der Turbodieselmotoren schätzen die Jungs von Velofix sehr. Als Grundlage für die mobilen Werkstätten dient die Langversion des Sprinter mit Superhochdach. So können sich die Zweiradprofis und ihre Kunden komfortabel im Innenraum bewegen. Neben Kaffee und kostenlosem WLAN gibt es auch die Möglichkeit, Fernsehen zu schauen, während das eigene Rad gewartet wird. Die Fenster im Dach sorgen für Tageslicht bei der Arbeit und ermöglichen die Sicht auf die rostbraunen Baumwipfel der Allee.

Tour-de-France-Gefühl.

Nach nur 45 Minuten ist Boris fertig mit dem Rad und hat neben der Wartung der Gangschaltung auch das Vorderrad getauscht und die Bremsbeläge erneuert. So schafft es der Kunde locker bis 09:00 Uhr zur Öffnung des Stanley Parks, der die Lions Gate Bridge Vancouver mit West Vancouver verbindet und die erste Etappe seiner heutigen Tour darstellt. Mit dem Gefühl, das eigene Rad in besten Händen gehabt und dabei kaum Zeit verloren zu haben, entsteht spätestens bei der Abfahrt ein echtes Tour-de-France-Gefühl.

Ein Velofix-Mitarbeiter repariert ein Fahrrad in einem Velofix-Sprinter