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Verbrauch und Emissionen. Was ist das?

Um Fahrzeuge in Bewegung zu versetzen, ist Energie notwendig. Konventionelle Antriebe wandeln durch die Verbrennung von Kraftstoff Wärme- in Bewegungsenergie um. Abhängig von der Auslegung des Verbrennungsmotors, von Fahrzeuggröße und -gewicht sowie der Fahrweise variiert die benötigte Menge Kraftstoff, dessen Energiegehalt durch Verbrennung freigesetzt wird. Die Menge verbrannten Kraftstoffs hängt unmittelbar mit den daraus resultierenden CO2-Emissionen zusammen – je höher der Verbrauch, desto höher die Menge ausgestoßenen Kohlenstoffdioxids. Des Weiteren hängen viele Komfort- und Sicherheitsfunktionen direkt mit dem Verbrauch zusammen.


Verbrauchsmenge und Verbrennungssauberkeit.

Neben den CO2-Emissionen sind weitere Abgas-Bestandteile relevant. Das betrifft insbesondere die NOx- (Stickoxide) sowie Rußpartikel-Emissionen, die bei der Betrachtung von modernen, direkteinspritzenden Diesel- und Ottomotoren berücksichtigt werden. Dabei wird zwischen der Verbrauchsmenge (CO2-Ausstoß) und der Verbrennungssauberkeit (NOx, Partikel) differenziert.


Real Driving Emissions (RDE).

Die Real Driving Emissions (RDE) beschreiben das unter realen Bedingungen auf der Straße geprüfte Emissionsverhalten von Fahrzeugen. Bisher fanden Abgasmessungen zur Typengenehmigung ausschließlich auf Prüfständen statt. Seit März 2016 sind Emissionen innerhalb eines definierten Rahmens auch im realen Fahrbetrieb zu messen. Der RDE-Test auf der Straße prüft, ob die ermittelten Laborwerte auch im realen und individuellen Fahrbetrieb eingehalten werden. Es besteht dabei kein festgelegter Zyklus, gefahren und gemessen wird im realen Alltagsverkehr unter Einhaltung der StVO. Zusammen mit den ab September 2017 kommunizierten WLTP-Werten ist dies ein weiterer bedeutender Schritt in eine sauberere und schadstoffärmere automobile Zukunft.


Getestet im Alltag.

Das RDE-Prüfverfahren soll Abgas-Emissionen während einer Straßenfahrt im Alltagsbetrieb prüfen. Ziel des Gesetzgeber ist es, 95 % der möglichen Fahrzustände abzudecken. Gemessen werden mittels eines PEMS-Geräts (Portable Emissions Measurement System) Stickoxid- (NOx) sowie Kohlenstoffmonoxid-Emissionen (CO). Später werden auch die Partikelemissionen ermittelt. Die Fahrzeuge werden zwischen 90 und 120 Minuten auf öffentlichen Straßen bewegt, zu jeweils etwa einem Drittel innerorts, außerorts und auf der Autobahn. Für die Stadt ist eine Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen 15 und 30 km/h vorgesehen, auf der Autobahn sollen Geschwindigkeiten von 90 und mindestens 110, aber nicht schneller als 145 km/h gefahren werden. Die Außentemperatur muss zwischen 0 und 30 °C liegen, die Klimaanlage ist eingeschaltet.


RDE-Ergebnisse anfordern.

Die RDE-Ergebnisse der Mercedes-Benz Fahrzeuge, die sowohl von Mercedes-Benz als Hersteller als auch durch unabhängige, staatlich geprüfte technische Dienste erhoben wurden, können unter Angabe der PEMS-Test-Familie des jeweiligen Mercedes-Benz Fahrzeugs über ein Kontaktformular angefordert werden.

Kontaktformular RDE-Ergebnisse

Die zum Fahrzeug gehörende PEMS-Test-Family-Nummer ist auf der Homepage des Verbands der Europäischen Automobilindustrie (ACEA) erhältlich.