Kommunikation zwischen Mensch und Maschine in der Praxis.

Future Talk Robotik.

Mercedes-Benz bringt autonomen Autos das Sprechen bei.
  • Future Talk Robotik.

  • Die ersten Worte.

    Dass Autos mehr und mehr Aufgaben eigenständig übernehmen können und somit Schritt für Schritt zum fahrenden Roboter werden, ist mittlerweile unumstritten. Dadurch wird sich aber nicht nur das Autofahren selbst verändern, sondern das gesamte Verkehrsgeschehen. Deshalb geht Mercedes-Benz bei der Entwicklung des autonomen Autos weit über technische Fragestellungen hinaus. So diskutierten Vertreter des Unternehmens aus dem Bereich der Konzern- und Zukunftsforschung beim zweiten Mercedes-Benz Future Talk mit Experten aus Roboterforschung und Sprachwissenschaften wichtige Fragen: Wie kommunizieren wir künftig mit selbstfahrenden Autos? Kann ein autonomes Fahrzeug einen Fußgänger über die Straße „winken“? Spricht das Auto mich an oder die Person neben mir?

    Kinetische Roboter können schon jetzt per Geste gesteuert werden.

    Und was heißt in diesem Fall überhaupt „sprechen“? Müssen wir eine Robotergrammatik erlernen oder muss das Auto uns verstehen können? Und wie kann diese Sprache entwickelt werden – intuitiv oder konstruiert?

    Prof. Dr. Kohler beim Mercedes-Benz Future Talk in Berlin.

    Interaktiver Verkehr.

    „Der Verkehr der Zukunft wird immer interaktiver – und dabei meine ich nicht nur die Vernetzung von Fahrzeugen“, so Prof. Dr. Kohler, Leiter Konzernforschung und Nachhaltigkeit sowie Umweltbevollmächtigter der Daimler AG.

    „Wir sehen es als unsere elementare Aufgabe, autonome Fahrzeuge nicht nur als technologische Errungenschaft auf die Straße zu bringen, sondern als integrativen Bestandteil des Verkehrs der Zukunft zu betrachten. Dabei sind gesellschaftliche Aspekte mindestens genauso wichtig wie die Sensoren im Auto.“

    Alexander Mankowsky spricht über die Kommunikationssprachen für die Interaktion zwischen Mensch und Maschine.

    Mobilität der Zukunft.

    Alexander Mankowsky, Zukunftsforscher bei der Daimler AG: „Wir sehen das selbstfahrende Auto, den autonomen Roboter, eingebettet in ein Gesamtbild zukünftiger Mobilität, wobei der Mensch die Hauptrolle in unserer Zukunftsvision spielt. Es gilt ein kooperatives System zu entwickeln, bei dem eine oder mehrere Kommunikationssprachen essentiell sind, um die Interaktion zwischen Mensch und maschineller Intelligenz im dichten urbanen Raum zu ermöglichen.“ Die Adaption des Menschen an die Maschine zu fordern, sollte laut Mankowsky bei allen Überlegungen definitiv nicht das Ziel sein. Vielmehr ginge es darum, bei einer immer intensiver werdenden Mensch-Maschine-Kommunikation Vertrauen aufzubauen.

    Ko-Existenz mit autonomen Robotern.

    Im Alltag ist die Kommunikation mit autonomen Fahrzeugen heute noch Neuland. Darum hat Mercedes-Benz gemeinsam mit dem Ars Electronica Futurelab ein „Experimentierfeld“ geschaffen, in dem verschiedene Interaktionsformen zwischen Mensch und kinetischen Robotern prototypisch ausprobiert werden konnten. Drei interaktive Quadcopter wurden in einem Test-Setting unter anderem mittels Gestensteuerung oder eines haptischen Kontroll-Objekts herbeigerufen, angehalten oder in eine bestimmte Richtung gelenkt. Dies vermittelte eine erste Idee davon, wie sich die Ko-Existenz von Menschen und autonomen Maschinen im Shared Space der Zukunft anfühlen könnte.

    Interaktive Quadcopter können mittels Gestensteuerung oder eines haptischen Kontrollobjekts gesteuert werden.
    Mit dem Future Talk hat Mercedes-benz bereits im letzten Jahr ein neues Dialogformat etabliert.

    Interdisziplinärer Dialog.

    Mit dem Future Talk hat Mercedes-Benz bereits im letzten Jahr ein neues Dialogformat etabliert und die Frage gestellt „Wie utopisch ist die Zukunft?“. Im Austausch mit Avantgarden unterschiedlicher Disziplinen teilt die Marke ihre Visionen und demonstriert als Erfinder des Automobils ihre Kompetenz zur Gestaltung einer wünschenswerten, mobilen Zukunft.

    Was noch Zukunftsmusik ist, kann schnell Realität werden – davon ist Mercedes-Benz überzeugt: Um eine funktionierende soziale „Mensch-Maschine-Kooperation“ im Verkehr der Zukunft zu realisieren, ist es laut Mercedes-Benz unerlässlich eine gemeinsame Interaktionssprache zu entwickeln und daran wird der Automobilhersteller weiter arbeiten.

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