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  • Unverwechselbar: Das sogenannte „Vier-Augen-Gesicht“ hat das Markendesign von Mercedes-Benz viele Jahre geprägt.
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    Mit anderen Augen sehen.

    Unverwechselbar: Das sogenannte „Vier-Augen-Gesicht“ hat das Markendesign von Mercedes-Benz viele Jahre geprägt.

    Text: Thomas Giesefeld | Fotos: Mercedes-Benz Classic Archive

Aerodynamische Vorteile.

1995 hatte die erste neu entwickelte E-Klasse Baureihe ihre Premiere, der W 210. Der Begriff „E-Klasse“ für die mittlere Baureihe wird seit 1993 verwendet, war also während der Laufzeit der Vorgängerbaureihe 124 eingeführt worden. Die wesentlich längere, geglättete Karosserie des W 210 sorgte für aerodynamische Vorteile und ein Raumkonzept, das zur Oberklasse aufschloss. Später oft kopiert wurde das neue Scheinwerferdesign mit vier elliptischen Leuchteinheiten. Erstmals war eine E-Klasse nun in Ausstattungslinien lieferbar.


Vier Augen: Die Kombination aus vier elliptischen Scheinwerfern prägt das Gesicht der Mercedes-Benz E-Klasse der Baureihe 210 (1995 bis 2002).
Die Kombination aus vier elliptischen Scheinwerfern bestimmt das Gesicht der Mercedes-Benz E-Klasse Baureihe 210 (1995 bis 2003).

Von komfortbetont bis sportlich.

Für den W 210 waren die Lines „Classic“, „Elegance“ und „Avantgarde“ lieferbar, die Nuancen von komfortbetont bis sportlich zur Wahl stellten. Die Motorisierungen reichten zunächst vom E 220 Diesel mit 70 kW (95 PS) bis zum 8-Zylinder-Typ E 420 mit 205 kW (279 PS). Selbstverständlich wurden auch wieder die 1996 vorgestellten T-Modelle angeboten. Sie boten immens viel nutzbaren Raum, als die Verbreitung von SUV-Karosserien noch in den Kinderschuhen steckte.


Standard bei Sicherheit und Komfort.

Den Standard bei Sicherheit und Komfort setzten das Elektronische Traktions-System ETS (beim E 420 ASR), Airbags für Fahrer und Beifahrer (sowie Sidebags und Windowbags, Serie ab 1996 bzw. 1999), die (ab 1998 serienmäßige) Klimaanlage und vier elektrische Fensterheber. Markantes Detail war der auf Wunsch lieferbare Regensensor für die Frontscheibe. Die große Modellpflege von 1999 ist an der flacheren Frontpartie erkennbar, an zusätzlichen, in die Außen­spiegel integrierten Blinkern und am Multifunktionslenkrad. Potenzial zum Liebhaberfahrzeug haben – neben den seltenen AMG-Versionen und designo-Modellen – gepflegte 6-Zylinder-Modelle der letzten Ausführung.


Sowohl als Limousine wie auch als T-Modell werden sie derzeit häufig noch preiswert angeboten. Dass ärgerliche Rostprobleme die Baureihe begleitet haben, stellt heute, fast zwei Jahrzehnte nach Produktionsende, eine für Klassiker-Liebhaber nicht untypische Herausforderung dar. Der W 210 verdient diese Wertschätzung, weil die Synthese von Tradition und Innovation ein Teil des Markenkerns der Mercedes-Benz E-Klasse geworden ist.


Die Coupé-Studie zeigt erstmals das neue Vieraugen-Gesicht von Mercedes.

Die Coupé-Studie zeigt erstmals das neue Vieraugen-Gesicht von Mercedes-Benz.

Der W 210.

1995 Premiere:

Das Typenprogramm umfasst zunächst acht Modelle, drei mit Diesel-, sechs mit Ottomotor. Innovativ ist der E 290 Turbodiesel, erster Pkw der Marke mit Diesel-Direkteinspritzung.

1999 Modellpflege:

Alle Dieselmodelle nun mit CDI-Motoren, neuem Sechsgang-Schaltgetriebe, weiteren elektronischen Assistenzsystemen.

2002 Produktionsende der Baureihe 210:

Insgesamt sind seit 1995 mehr als 1,65 Millionen T-Modelle und Limousinen gebaut worden.