Dorothee Schumacher & The Selby.

The Selby verbringt einen Tag mit Fashion-Designerin Dorothee Schumacher, die uns Einblicke in ihr fantasievolles Zuhause gibt.
Text: Hadassa Haack
Fotos: Todd Selby
  • Dorothee Schumacher & The Selby.

  • Der Passion folgen.

    Während Todd Selby als Lieblings-“What you see is what you get”-Fotograf, Illustrator und Filmemacher der Hipsterwelt reüssiert und Dorothee Schumacher zu den wenigen deutschen Modedesignern zählt, die sich einen festen Platz in den begehbaren Kleiderschränken Hollywoods erobert haben, lassen sich beim näheren Hinschauen interessante Parallelen feststellen. Zum Beispiel in der Art und Weise, wie diese Kreativen ihre Arbeit angehen.

    Weder Selby noch Schumacher scheinen einen bestimmten Plan zu verfolgen, sondern schlicht und einfach ihre Passion. Man nehme: Leidenschaft für ein bestimmtes Thema, eine selbstgeschaffene Nische und eine große Portion Hartnäckigkeit, mit der man die eigene Idee intuitiv und kompromisslos verwirklicht.

    Mit Hartnäckigkeit und Kreativität zum Ziel.

    Todd Selby, zum Beispiel, lehnte einfach mal zwanzig Shootingideen einer großen Zeitung ab, während Schumacher ihre Designs selbst in Zeiten des allseits propagierten Minimalismus liebend gern mit Rüschen, Schleifen und in der Farbe Nude verziert. Diese instinktive Konsequenz ist Selby und Schumacher gleichermaßen zu eigen – und hat beiden letztendlich auch zu ihrem heutigen kommerziellen Erfolg verholfen.

    Mode, Reisen und Inspirationen.

    Womit sollte man also rechnen, wenn man diese beiden kreativen Köpfe zusammen bringt, wie unlängst in Schumachers charmanter Villa bei Mannheim? Da wären ein Minipony in der Bibliothek, ein riesiges – und schlecht gelauntes – Schwein in der Küche oder auch eine Mercedes-Benz G-Klasse, die über Feldwege im Wald verschwindet. Und während die Modedesignerin furchtlos in High Heels die Leiter zum Hühnerhaus erklimmt, versucht sich Todd Selby am Schweinereiten auf dem passend benannten Mr. Pig, dem das erst einmal nichts auszumachen scheint – so lange es ihn nicht an der Nahrungssuche hindert.

    Zwischendurch entspinnt sich ein reger Austausch über Mode, Reisen und Inspirationen. Positive Energie durchdringt das Haus, aber auch der leckere Duft selbstgemachten Essens und nicht zuletzt die vielen freundlichen Gesichter und Generationen des versammelten Schumacher-Clans.

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