Ein Blick auf aktuelle Trends aus Amsterdam und wie die einzigartige Energie der Metropole Kleidung in Mode verwandelt.

Mercedes-Benz Fashion Week Amsterdam Herbst/Winter 2014.

Ein Blick auf aktuelle Trends aus Amsterdam und wie die einzigartige Energie der Metropole Kleidung in Mode verwandelt.
Text: Danaja Vegelj
Fotos: Sophie Van der Perre
  • Mercedes-Benz Fashion Week Amsterdam Herbst/Winter 2014.

  • Amsterdam ist aktuell auf jedem Radar.

    Exzellentes Fashion-Gespür.

    Amsterdam ist weit mehr als die üblichen Statistiken, die gern aus der Schublade gekramt werden. Neben 165 Kanälen, 1.281 Brücken, 214 Regentagen und 12 Blumenmärkten glänzen die Bewohner der Stadt mit einem exzellenten Fashion-Gespür. Während vor allem Jungdesigner den lokalen Stil bedienen, besinnen sich auch bereits etablierte wieder auf ihre Wurzeln, denn schließlich ist A’dam – wie die Stadt von den Einheimischen liebevoll genannt wird – aktuell auf jedem Radar; ganz gleich, ob es um gute Dinners, wilde Partys oder einen neuen Wintermantel geht.

    Eine gute Story.

    Mit der Mercedes-Benz Fashion Week Amsterdam geht die Stadt nun einen weiteren Schritt aufs internationale Parkett und präsentiert sich als eine Modemetropole, die nicht nur kulturspezifische Strömungen bedient, sondern auch Nachwuchs ausbildet und neue Chancen und Nischen eröffnet. Am ersten Tag der Mercedes-Benz Fashion Week Amsterdam fällt vor allem die entspannte Backstage-Atmosphäre auf: Ilja Visser, die wenige Tage vor ihrer Ready to Fish by Ilja Show in Amsterdam schon eine Haute-Couture-Kollektion in Paris präsentierte, ist die Ruhe in Person und gönnt sich noch ein paar Schlucke Kokoswasser, bevor die ersten Models zu harten Elektro-Beats über den Laufsteg gleiten. „Ich habe einfach ein tolles Team, das mir immer dabei hilft, alles pünktlich fertigzustellen und eine gute Story für die Kollektion“, erklärt die Designerin ihre Entspanntheit.

    Am ersten Tag der Modewoche fällt vor allem die extrem entspannte Backstage-Atmosphäre auf.

    Und das stimmt: Mit ihrer raffinierten, durchdachten Kombination seidiger Shirts, weicher Kleider und durchsichtiger Techno-Accessoires ist ihr eine Kollektion gelungen, die einiges von moderner Mode erzählen kann.

    Die vertretenen Designer wissen genau, wie man tragbare Alltagsoutfits in außergewöhnliche Mode verwandelt.

    Manche mögen's wild.

    Die vertretenen Designer wissen genau, wie man tragbare Alltagsoutfits in außergewöhnliche Mode verwandelt. Francisco van Benthum hat beispielsweise klar dazu beigetragen, Amsterdam als Namen für hochwertige Männermode zu etablieren. Damit dieses virtuose Handwerk seine Relevanz in unserer schnelllebigen Gesellschaft nicht verliert, versetzt er traditionelle Schneiderkunst mit frischen Ideen. Oder, wie der bei Balmain ausgebildete Darling der Amsterdamer Modeszene Jan Boelo, auch mit Blumen und Rock ‘n’ Roll. Und warum das Ganze? In den Worten Jan Boelos „muss man ab und zu einfach ein bisschen wild sein“ – z.B. mit leuchtendem Orange oder einem langen, voluminösen Lederrock statt grauem Alltagslook und Standardjeans.

    Manche mögen's wild.

    Die vertretenen Designer wissen genau, wie man tragbare Alltagsoutfits in außergewöhnliche Mode verwandelt. Francisco van Benthum hat beispielsweise klar dazu beigetragen, Amsterdam als Namen für hochwertige Männermode zu etablieren. Damit dieses virtuose Handwerk seine Relevanz in unserer schnelllebigen Gesellschaft nicht verliert, versetzt er traditionelle Schneiderkunst mit frischen Ideen. Oder, wie der bei Balmain ausgebildete Darling der Amsterdamer Modeszene Jan Boelo, auch mit Blumen und Rock ‘n’ Roll. Und warum das Ganze? In den Worten Jan Boelos „muss man ab und zu einfach ein bisschen wild sein“ – z.B. mit leuchtendem Orange oder einem langen, voluminösen Lederrock statt grauem Alltagslook und Standardjeans.

    Die vertretenen Designer wissen genau, wie man tragbare Alltagsoutfits in außergewöhnliche Mode verwandelt.

    Blumen im Schnee.

    Wenn es nach den Labels geht, die ihre Kollektionen in der vollen Westerpark-Location präsentieren, bleibt der übliche Schwarz-in-Schwarz-Look nächsten Winter im Schrank. Mattijs van Bergen, der 2012 bereits den Mercedes-Benz Dutch Fashion Award gewonnen hat, überträgt die leuchtende Farbpalette von Vincent van Goghs berühmten Ölgemälden per Digitaldruck auf fließende, weibliche Silhouetten. Und David Laport, dessen Catwalk-Debüt auch vom internationalen Fachpublikum begeistert gefeiert wurde, setzt auf signalgelbe Karos, rote Wollhosen und frische Blumen, die seiner Liebe zum Floralen wunderbaren Ausdruck verleihen.

    Wenn es nach den Labels geht, die ihre Kollektionen in der vollen Westerpark-Location präsentieren, bleibt der übliche Schwarz-in-Schwarz-Look nächsten Winter im Schrank.
    Es ist dieser persönliche Touch sowie der Mut zu Farbe und Individualität, der Amsterdam so besonders macht.

    Zeit für Experimente.

    Es ist dieser persönliche Touch sowie der Mut zu Farbe und Individualität, der Amsterdam so besonders macht. Laut Mattjis, dessen Kollektion die Mercedes-Benz Fashion Week Amsterdam eröffnete, „geht es vor allem darum, Neues mit offenen Armen zu empfangen.“ Ein Anspruch und Ansatz, der niederländische Mode neu definiert – und einem sicherlich auch bei der nächsten Kaufentscheidung im Sinn bleiben wird.

    Zeit für Experimente.

    Es ist dieser persönliche Touch sowie der Mut zu Farbe und Individualität, der Amsterdam so besonders macht. Laut Mattjis, dessen Kollektion die Mercedes-Benz Fashion Week Amsterdam eröffnete, „geht es vor allem darum, Neues mit offenen Armen zu empfangen.“ Ein Anspruch und Ansatz, der niederländische Mode neu definiert – und einem sicherlich auch bei der nächsten Kaufentscheidung im Sinn bleiben wird.

    Es ist dieser persönliche Touch sowie der Mut zu Farbe und Individualität, der Amsterdam so besonders macht.

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