Style Profiles: Quentin Jones.

Die Illustratorin und Filmemacherin über visuelle Kontraste, den Tomboy-Look und ihr erstes Treffen mit Anna Wintour.
Text: Aldona Kwiatkowski
Foto: The Coveteur/Meredith Jenks
  • Style Profiles: Quentin Jones.

  • Quentin Jones' Atelier in Lower Manhattan.

    Die Welt der Quentin Jones.

    Betritt man das Studio von Quentin Jones in Lower Manhattan, hat man das Gefühl, sich mitten im Setting einer ihrer Fashion Filme wiederzufinden. An den Wänden hängen großformatige schwarz-weiß Ausdrucke von Models mit Mickey Mouse Ohren, comichafte Katzengesichter und Papier-Cut-Outs von Augen — eine ihrer Obsessionen, wie sie uns gleich im Interview verraten wird.

    Kollagen aus Fotos, Illustrationen und Zeichnungen sind das Markenzeichen ihrer Stop-Motion Filme, mit denen Jones die Modewelt begeistert. Ihr Mix aus Humor, Ästhetik, Sexappeal und Coolness führte sie schnell auf Erfolgskurs und so war einer ihrer ersten Kunden dann gleich auch Chanel, gefolgt von Louis Vuitton, Kenzo, Victoria Beckham und der amerikanischen VOGUE, um nur ein paar zu nennen.

    Vom Laufsteg ins Atelier.

    Dabei war sich Jones am Anfang ihrer Karriere nicht ganz sicher, ob sie in der Modeindustrie arbeiten möchte. Aufgewachsen in Toronto als Tochter zweier Architekten spielten Design und Kunst schon immer eine große Rolle in ihrem Leben. Im Alter von zehn Jahren zog sie mit ihrer Familie nach London, nachdem ihr Vater den Wettbewerb für die Neugestaltung des Royal Opera House gewonnen hatte. Noch während ihrer Schulzeit fing sie an zu modeln, verabschiedete sich aber zunächst von der Modewelt, um Philosophie an der University of Cambridge zu studieren. Ihre Leidenschaft für Kunst und Design blieb allerdings und so entschloss sie sich, einen Master in Illustration am Central Saint Martins College of Art and Design zu machen. Hier hat sie auch ihr Interesse an Mode wiederentdeckt, und im Unterschied zum Modeln jetzt auch endlich die Möglichkeit gesehen, eigene Impulse zu setzen und sich kreativ ausleben zu können.

    Eigene Impulse setzen und sich kreativ ausleben.

    Visuelle Kontraste

    „Was mich am Film reizt, ist die Flexibilität. Ich habe die Möglichkeit immer wieder etwas hinzuzufügen oder auch zu wiederholen, so dass die Kollage aus Filmmaterial, Fotos und Illustrationen immer in Bewegung bleibt, bis es letztendlich Eins wird“, beschreibt die Wahl-New Yorkerin ihren Arbeitsprozess. Ob sie eine Verbindung zwischen ihrer Kunst und ihrem Kleidungsstil sieht, frage ich sie. „Ich mag visuelle Kontraste und wie wahrscheinlich unschwer zu erkennen ist, trage ich viel Schwarz, eigentlich sind die Hälfte meiner Klamotten schwarz. Ich liebe geometrische Formen und Prints und ich habe das Gefühl, dass sich dieses neben meiner Arbeit auch in meinen Outfits wiederfindet.“ Welche Kleidungsstücke ihr dabei besonders am Herzen liegen, zeigt der neue Style Profiles Film von dem New Yorker Filmemacher Matt Black aus unserer Serie mit The Coveteur.

    Visuelle Kontraste

    „Was mich am Film reizt, ist die Flexibilität. Ich habe die Möglichkeit immer wieder etwas hinzuzufügen oder auch zu wiederholen, so dass die Kollage aus Filmmaterial, Fotos und Illustrationen immer in Bewegung bleibt, bis es letztendlich Eins wird“, beschreibt die Wahl-New Yorkerin ihren Arbeitsprozess. Ob sie eine Verbindung zwischen ihrer Kunst und ihrem Kleidungsstil sieht, frage ich sie. „Ich mag visuelle Kontraste und wie wahrscheinlich unschwer zu erkennen ist, trage ich viel Schwarz, eigentlich sind die Hälfte meiner Klamotten schwarz. Ich liebe geometrische Formen und Prints und ich habe das Gefühl, dass sich dieses neben meiner Arbeit auch in meinen Outfits wiederfindet.“ Welche Kleidungsstücke ihr dabei besonders am Herzen liegen, zeigt der neue Style Profiles Film von dem New Yorker Filmemacher Matt Black aus unserer Serie mit The Coveteur.

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