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  • Frau mit Kopfhörern lauscht Musik in Auto.
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    Binaurale Beats: Bessere Konzentration dank akustischer Täuschung.

    Spezielle Töne sollen dabei helfen, die Denkleistung zu optimieren. Aber funktioniert das wirklich?

Aktiv gegen die Ablenkung.

Sie sitzen am Computer und der Cursor blinkt Ihnen auf einem komplett leeren Dokument entgegen. Die passenden Worte wollen einfach nicht in die Tasten fließen. Dazu locken Smartphone und Internet mit ständig neuen „Offerten“. Wie wäre es, wenn Sie einfach nur die Kopfhörer aufsetzen und Ihnen die Arbeit im Nu von der Hand ginge? Binaurale Beats sollen nämlich genau das bewirken: Ihre Leistung positiv beeinflussen.


Frau mit Kopfhörern lauscht Musik an Auto gelehnt.
Frau mit Kopfhörern lauscht Musik auf Auto.

Mit akustischer Täuschung zu mehr Konzentration.

Tatsächlich bedeutet „binaural“ zunächst nichts anderes als „beide Ohren betreffend“. Binaurale Beats sind eine Abfolge von Tönen mit bestimmten akustischen Frequenzen, die dabei helfen sollen, die Konzentration zu fördern und die Denkleistung zu optimieren. Wahrgenommen werden sie, wenn beiden Ohren gleichzeitig über Kopfhörer Schall in unterschiedlichen Frequenzen zugeführt wird. Obwohl der deutsche Physiker Heinrich Wilhelm Dove bereits im Jahr 1839 die akustische Täuschung, die hinter den binauralen Tönen steckt, entdeckte, wissen heute nur wenige Menschen, was sich hinter diesem Phänomen wirklich verbirgt. Immer wieder werden binaurale Beats sogar als Droge aus dem Kopfhörer beschrieben; ihr Konsum soll Menschen in regelrechte Rauschzustände versetzt haben.


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Nicht nur zur Leistungssteigerung.

Auch zur Entspannung, für besseren Schlaf oder zur Unterstützung von Meditation können sie eingesetzt werden. Eine Dosierungsempfehlung gibt es übrigens nicht, Sie können theoretisch täglich binaurale Beats hören. Beim ersten Mal können eventuell Kopfschmerzen oder Schwindel auftreten. Lassen Sie Ihrem Körper Zeit, sich auf die ungewohnten Reize einzustellen.


Die Wirkung kann sofort oder erst nach einigen Wochen spürbar sein. Nebenwirkungen soll das Hören der Töne nicht haben. Lediglich Menschen, die an Epilepsie leiden oder einen Schlaganfall erlitten haben, wird von den binauralen Beats abgeraten. Auch Schwangere sollten lieber darauf verzichten.


Frau mit Kopfhörern lauscht Musik in Auto.

Was im Gehirn geschieht.

Das menschliche Gehirn besteht aus Milliarden von Zellen, jedoch hauptsächlich aus Neuronen. Durch elektrische Reize kommunizieren diese miteinander und leiten so Informationen weiter. Diese elektrische Aktivität des Gehirns kann anhand sogenannter Gehirnwellenmuster gemessen werden. Durch binaurale Beats lässt sich beeinflussen, auf welchen Wellen das Gehirn schwingt.


Wie binaurale Beats wirken.

Je nach Tätigkeit variieren diese Wellen; so dominieren im Schlaf andere Frequenzen als bei hoher Konzentration. Mithilfe von binauralen Beats lässt sich nun genau der Zustand von „entspannt“ bis „konzentriert“ stimulieren. Die akustische Täuschung, die durch die simultane Beschallung beider Ohren mit unterschiedlichen Frequenzen einhergeht, bewirkt dieses „Wunder“: Das Gehirn verarbeitet die beiden unterschiedlichen Frequenzen und bildet daraus einen Mittelwert, sprich eine dritte Frequenz – die binauralen Beats. Studien belegen, dass das Hirn auf die neue Frequenz einsteigt und auf sie „umschwingt“.


Frau mit Kopfhörern lauscht Musik in Auto.
Frau mit Kopfhörern lauscht Musik neben Auto.

Mit binauralen Beats die Frequenz ändern.

Meist befindet sich unser Hirn im wachen und aktiven sogenannten Beta-Rhythmus. Zur Steigerung der Konzentration und der Denkleistung wird ein Wechsel von Beta zu Alpha angestrebt, denn in diesem Zustand können Informationen besser verarbeitet, komplexe Situationen schneller analysiert und Aufgaben leichter bewältigt werden. Zudem – und daher stammt sicherlich der Vergleich zu Drogen – konnte in Studien festgestellt werden, dass der Wechsel der Gehirnwellen von Beta zu Alpha auch die Ausschüttung bestimmter Neurotransmitter und Hormone fördert. Dazu gehören Endorphine, Noradrenalin und Dopamin. Diese Wohlfühlstoffe sorgen beim Menschen für ein Gefühl der Freude und des Glücks.


Jetzt gibt es was auf die Ohren.

Sitzen Sie mal wieder vor einem leeren Dokument? Dann versuchen Sie doch mal das: Kopfhörer auf und binaurale Beats an. Eine große Auswahl an „Kompositionen“ in unterschiedlichen Längen finden Sie zum Beispiel auf YouTube. Beginnen Sie doch einfach mit einem fünfminütigen Stück für mehr Konzentration und testen, ob Sie damit gleich schon kräftig in die Tasten hauen können.


Frau mit Kopfhörern lauscht Musik auf Auto.
Frau mit Kopfhörern lauscht Musik auf Auto.

Sound der Spitzenklasse auch im Auto.

Zwar lauscht man den binauralen Klängen idealerweise über Kopfhörer, seit dem Update des Burmester® High-End 3D-Surround-Soundsystems können Sie die Beats auch durch Ihre neue S-Klasse schwingen lassen. Um die Klangqualität zu verbessern, wurde die Soundanlage um einen Lautsprecher in der Dachbedieneinheit und zwei seitliche Lautsprecher erweitert. Natürlich können Sie statt der Beats auch Ihre Lieblingssongs hören. Unsere Empfehlung „It’s a long way there“ von der Little River Band. Glücksgefühle garantiert – auch ohne binaurale Beats.