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  • Frau stretched sich.
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    Oh, happy day: In drei Schritten zur persönlichen Morgenroutine.

    Wie Sie stressfrei in den Tag starten und mit einfachen Tricks mehr Entspannung in den Alltag bringen.

    Text: Rebecca Randak

Routine – aber richtig.

Der Wecker schrillt. „Was? Jetzt schon? Mitten in der Nacht?“, denken Sie und drücken den Snooze-Button. Im Halbschlaf wiederholen Sie dieses Prozedere für die nächsten 30 Minuten, bis es Zeit ist, wirklich aufzustehen. Noch im Bett checken Sie Ihren Facebook-Feed, die E-Mails folgen beim Zähneputzen. Da Sie schon wieder viel zu spät dran sind, muss der Plan, jeden Morgen zu meditieren, bis zum nächsten Tag warten. Sie springen unter die Dusche, reißen die Klamotten aus dem Schrank, werfen Jeans und Bluse über und hinterlassen den Rest auf dem Boden. Nebenbei kippen Sie schnell Ihren Kaffee runter und schon stürzen Sie aus der Haustür. Morgen wie diese hinterlassen oft ein unangenehmes Grundgefühl, das den ganzen Tag nachhallt. Die gute Nachricht: Der Tag lässt sich auch positiv beeinflussen. Und zwar mit einer Morgenroutine, die Ruhe statt Hektik in die Zeit nach dem Aufwachen bringt – und somit in den Rest des Tages.


Kaffeezubereitung.
Frau trinkt aus Mercedes-Benz Tasse.

Wie finde ich eine gute Morgenroutine?

Meditieren, ausgiebig frühstücken, Zeitung lesen und am besten noch eine Runde joggen vor der Arbeit – meistens nehmen wir uns zu viel vor, wenn wir versuchen, unsere Gewohnheiten zu ändern. Doch wer Routinen schaffen möchte, die nachhaltig gut tun, muss sich nicht selbst umkrempeln, sondern die eigenen Ideale den tatsächlichen Bedürfnissen anpassen. Das ist übrigens gar nicht so schwer. Mit diesen drei Schritten finden Sie heraus, welche morgendlichen Gewohnheiten Sie positiv auf den Tag einstimmen.


  • Frau liest.
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Schritt 1: Neue Inspiration finden.

Was wünschen Sie sich für die Morgenstunden? Mehr Zeit mit der Familie oder lieber Stille, bevor alle anderen aufstehen? Ein Sport-Programm, um Körper und Geist wachzurütteln, oder Ruhe, um die eigenen Gedanken zu sortieren? Wenn Sie nicht so recht wissen, was Sie morgens anders machen sollen, probieren Sie es einfach aus. Hier einige Inspirationen für den guten Start in den Tag:

● Ohne Ablenkung Kaffee kochen und genüsslich im Bett trinken

● Zehn Minuten Zeitung lesen

● Ein 7-Minuten-Workout absolvieren

● Bewusst duschen und die Berührung des Wassers auf der Haut wahrnehmen


● Die ersten Gedanken des Tages in einem Tagebuch notieren

● Mit der Familie frühstücken

● Barfuß ins Freie gehen – bei jedem Wetter

● Atem- oder einige einfache Yogaübungen ausführen

● Fünf Minuten auf das Mantra „Lass los“ meditieren

● Lieblingssong laut aufdrehen und dazu tanzen

Erweitern Sie diese Liste beliebig. Alles, was Ihren Alltag bereichert, ist erlaubt.


Frau riecht an Blumen.

Schritt 2: Das Mini-Morgenritual kreieren.

Jetzt suchen Sie sich zwei bis drei neue Aktivitäten aus, für die Sie insgesamt maximal 15 Minuten brauchen. Das kann zum Beispiel so aussehen: raus in den Garten und die Wiese unter den Füßen spüren, drei Minuten zu Kris Kross’ „Jump“ tanzen, fünf Minuten meditieren. Je konkreter, desto besser. Eine gute Idee ist es, die neue Routine aufzuschreiben, vielleicht sogar in den Kalender. Das bringt mehr Verbindlichkeit in die Angelegenheit.


Schritt 3: Den Realitäts-Check machen.

Schauen Sie noch einmal auf Ihre Liste. Freuen Sie sich auf Ihre neue Morgenroutine? Oder empfinden Sie diese als Druck? Falls sie Ihnen wie eine anstrengende Aufgabe mehr auf der To-do-Liste vorkommt, checken Sie nochmals, ob sie wirklich Aktivitäten ausgewählt haben, die Ihnen Freude bereiten, und passen Sie Ihr Morgenritual bei Bedarf an.


Frau berührt Blumen.
Frau stretched sich.

Aller Anfang ist schwer.

Jetzt müssen Sie Ihre Pläne nur noch in die Tat umsetzen. Geben Sie sich eine Woche, in der Sie jeden Morgen bewusst in den Tag starten. Am Anfang lugt der innere Schweinehund vielleicht noch unter Ihrer Bettdecke hervor, am Ende der Woche werden Sie jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit merken, wie gut Ihnen der neue Rhythmus tut. Verzagen Sie nicht, wenn Sie zwischendurch wieder in alte Stress-Muster zurückfallen – das ist ganz normal. Spätestens wenn Sie merken, dass Sie Ihre Guten-Morgen-Minuten vermissen, stärkt das Ihre Routine indirekt und Sie kehren einfach am nächsten Tag zu ihr zurück.