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  • Gastbeitrag: AMG und Puch – Kontraste für vier Jahreszeiten.
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    Gastbeitrag: AMG und Puch – Kontraste für vier Jahreszeiten.

    Mit einem frühen Puch G und einem Mercedes-AMG G 63 zu Besuch an der Elbe.

    Kraftstoffverbrauch kombiniert: 13,8 l/100 km;
    CO₂-Emissionen kombiniert: 322 g/km.*

Tradition trifft auf Moderne.

Gegensätze ziehen sich an. Kontraste schärfen die Sinne. Im 5-Sterne-Fairmont-Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg hat im November das Restaurant Nikkei Nine eröffnet. Direkt an der Alster kommt mit dem lichtdurchfluteten Etablissement frischer, exotischer und internationaler Flair in die City. Wir statten der Elbmetropole einen längst fälligen Besuch ab, und das nicht mit irgendwelchen Autos.


Kontrast können wir auch. Mit einem 37 Jahre alten Steyr-Daimler-Puch 230 G und einem nagelneuen Mercedes-AMG G 63 rollen wir mit den Fotografen Stefan Bischoff, Andre Josselin und dem Model Hanna Fischer über die Elbbrücken und zeichnen mit den beiden roten Geländewagen Konturen, wie sie klarer nicht sein könnten. Alt und neu, eine markante Ergänzung – wie das neue Restaurant im alten Hotel.


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Heute mal keine Pommes.

Sankt Pauli. Der kalte Dezemberwind weht von der Reeperbahn über das Heiligengeistfeld und lässt die geschlossene Frittenbude einsam und grau aussehen. Im Nikkei Nine erwartet uns am Abend eine Küche, die sich an den Gerichten japanischer Einwanderer in Südamerika orientiert. Da wollen wir uns den Appetit eh nicht mit Fritten verderben.


Eine klare Ansage an die Individualität.

Jede einzelne Ecke in Hamburg, jeder Seitenarm der Elbe und jedes Gebäude verströmt alten, hanseatischen Flair. Die Stadtplaner haben es in den letzten Jahren meisterhaft verstanden, den rauen Charme des Hafens mit lichten Akzenten zu bereichern. Zwischen der HafenCity und den Tanzenden Türmen an der Reeperbahn ist die Stadt sich treu geblieben, aber immer mit der Zeit gegangen. Ähnlich lassen sich die beiden G-Klassen beschreiben, mit denen wir hier sind. Der frühe 230 G von 1980, damals als „Puch G“ nach Österreich, in die Schweiz und andere angrenzende COMECO-Länder verkauft, wirkt fast unschuldig. Der G 63 von 2016 hat die gleiche Form und eine ähnliche Farbe, ist aber eine komplett neue Interpretation des Geländewagens. Tradition und Moderne. Klasse.


Vorfahren wie in einer Limousine.

Als man 1979 den robusten, kantigen Geländewagen präsentierte, wurde Offroad gesellschaftsfähig. Allrad war nicht mehr nur für Kommunen und Förster, sondern auch für gut situierte Privatleute interessant. Die G-Klasse war anders, sie war ein individuelles Fahrzeug für moderne Individualisten. 38 Jahre später wird sie noch immer mit einem hohen manuellen Arbeitsanteil in Graz gefertigt, hat sich aber technisch stark weiterentwickelt und lässt auch in Sachen Komfort keine Wünsche mehr offen. Heute ist eine G-Klasse ein Symbol für aktiven Lifestyle. Die meisten Besitzer werden ihren Mercedes-Benz nicht mehr durchs Gelände scheuchen, aber möglich wäre es. Uneingeschränkt.


Willkommen im Nikkei Nine.

Wie auch im kulinarischen Bereich die Tradition in die Moderne überführt wird, zeigt eindrucksvoll die Einrichtung des Nikkei Nine. Hier herrscht nicht der etwas düstere, goldverzierte Prunk, den wir aus vielen asiatischen Restaurants kennen. Hier ist es hell erleuchtet, die gut 100 Plätze sind locker verteilt und es duftet verführerisch.


Frischer Wind in ehrwürdigen Mauern.

Wie viele überraschende Geschmacksvarianten lassen sich an einem Abend erfahren? Der aus Osaka stammende Yuki Hamasaki fertigt in einem kleinen Nebenraum der Küche feinste Sushi-Variationen an, die er mit hausgemachtem Wasabi meisterhaft würzt.


Aus Japan importierte Fischsorten und handverlesene lokale Zutaten schmeicheln dem Gaumen. Die Reise durch die fernöstlichen Köstlichkeiten wird begleitet von feinen Weinen oder einem Glas Sake. Aber nur für die von uns, die heute nicht mehr fahren müssen.


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Perlen der Nacht.

Hanna will noch nicht zurück. Sie will die Eindrücke des Nachmittags und des Abends noch sacken lassen und fährt mit dem Puch G runter an die Elbe, zu einer einsamen Stelle gegenüber den Hafenanlagen. Von den Kränen rumpelt und quietscht es leise herüber, die Schwerindustrie auf der anderen Seite kommt nie zur Ruhe. Die große Stadt allerdings geht langsam schlafen. Ein Abend voller Kontraste liegt hinter uns. Kulinarische Variationen in einem modernen Restaurant, umgeben von den traditionellen Mauern des Hotels Vier Jahreszeiten. Dazu zwei rot lackierte Kunstwerke des Automobilbaus, zwischen denen 36 Jahre Entwicklung liegen. Was für ein Erlebnis. Hanna schließt die Augen und freut sich auf alles, was noch kommen mag.