Idris Elba spielt Nelson Mandela.

Mandela – der lange Weg zur Freiheit.

Ende Januar kommt die Mandela-Biographie in deutsche Kinos.
  • Mandela – der lange Weg zur Freiheit.

  • Vom Mann zum Mythos.

    Berlin zwischen Blitzeis und Blitzlichtern. Trotz der unbarmherzigen Temperaturen sind Fans und Prominente herbeigeströmt. Auch Ex-Bundespräsident Horst Köhler ist da: Denn an diesem Abend wird eine der faszinierendsten Geschichten des 20.Jahrhunderts auf der Leinwand erzählt. Es ist die Geschichte eines Mannes, der vom Dorfjungen zum Widerstandskämpfer wurde. Vom Revolutionär zum Präsidenten. Vom Mann zum Mythos. Es ist die Geschichte von Nelson Mandela. Zu Produzent Anant Singh, mit dem ihn eine beinah 20 Jahre währende Freundschaft verband, soll er gesagt haben: “Don’t worry, don’t bother me, I trust you”. So entstand das aufwändigste Kino-Epos Südafrikas.

    Zum ersten Mal ist der Freiheitskampf von Nelson Mandela auf Kinoleinwand zu sehen.

    Sein Vertrauen wurde belohnt: „Mandela – Der lange Weg der Freiheit“ läuft nun in den Kinos dieser Welt und bewegt die Gemüter überall gleichermaßen.

    Der lange Weg auf die Leinwand.

    Produzent Anant Singh begann seine Laufbahn auf der Höhe der Apartheid und brachte die ersten südafrikanischen Anti-Apartheidsfilme auf die weltweiten Leinwände. „Mandela – Der lange Weg zur Freiheit“ ist der einzige Film, der von Nelson Mandela persönlich autorisiert wurde. 16 Jahre wurde an dem Epos, von der Stoffentwicklung bis zur Umsetzung, gearbeitet. Mehr als 10.000 Menschen waren insgesamt an der Produktion beteiligt. Zur Crew gehörten der Oscar-nominierte Drehbuchautor William Nicholson und der britische Regisseur Justin Chadwick („Die Schwester der Königin“). Um größtmögliche Authentizität zu garantieren, wurden Statistenrollen mit „echten Menschen“ besetzt: „Wir haben die ganze Dynamik und Energie von Mandelas Leben auf diesen Film übertragen, damit das Publikum wirklich immer mittendrin ist.”

    Justin Chadwick ist Regisseur des einzigen Spielfilms über Nelson Mandela, der von diesem persönlich autorisiert wurde.

    Dabei herausgekommen ist nicht nur der aufwändigste südafrikanische Film aller Zeiten, sondern auch der erfolgreichste: In seiner Heimat brach er in kürzester Zeit alle Kassenrekorde.

    Im Herzen der Erzählung stehen die Geschichten von Nelson und Winnie Mandela, die vom Leben trotz ihrer großen Liebe in entgegengesetzte Richtungen getrieben wurden.

    'Filme leben von ihren Figuren.'

    Die Dynamik des Films speist sich gleichermaßen aus der visuellen Direktheit der Bildsprache wie aus der persönlichen Herangehensweise des Drehbuchs: „Filme leben von ihren Figuren. In meinen Augen ist Winnies Geschichte fast genauso faszinierend, reich und komplex, wie die von Mandela.

    Die enge Verbindung der beiden zu zeigen und beide bis zum Ende zu begleiten, als er sich gezwungen sieht, sich öffentlich von ihr zu trennen, ist ein unglaublich starker Filmstoff“, sagt Drehbuchautor William Nicholson. „Einen dramatischeren Konflikt hätte man sich gar nicht ausdenken können.“

    Idealbesetzung für die Freiheitskämpfer: Idris Elba als Nelson und Naomie Harris als Winnie.

    Der Held, der keiner sein wollte.

    Die Crew war sich der Verantwortung, die dieses Projekt mit sich brachte, zu jedem Zeitpunkt bewusst. Der Freiheitskampf sei noch nicht zu Ende, meint Chadwick: „Er beeinflusst bis heute das Leben jedes einzelnen Menschen dort. Deswegen musste der Film all diesen Menschen gerecht werden.“ Gleichzeitig legte Mandela selbst größten Wert darauf, nicht heroisiert zu werden – in sich ein dramaturgischer und darstellerischer Spagat. Hinzu kam die Anforderung an den Hauptdarsteller, den Freiheitskämpfer im Alter von 23 bis 76 Jahren zu verkörpern. Die Suche endete schließlich bei Idris Elba, der sein Talent zur Darstellung vielschichtiger Charaktere bereits als Russel Bell in „The Wire“ unter Beweis gestellt hatte.

    „Es war fast, als habe Mandelas Geist von ihm Besitz ergriffen.“

    Mandelas Geist.

    Idris Elba begeisterte in seiner Rolle nicht nur die Kritiker und das Publikum: Co-Produzent Thompson erklärt: „Ich weiß wirklich nicht genau, wie er das gemacht hat, denn es war fast, als habe Mandelas Geist von ihm Besitz ergriffen.“ Auch Produzent Singh, der Mandela persönlich kannte, war über die Maßen beeindruckt von Elbas darstellerischer Leistung. Der Brite selbst begegnete seiner Rolle denkbar demütig – ihm war die Verkörperung des südafrikanischen Freiheitskämpfers in erster Linie eine Ehre: „Dieser Film ist das Wichtigste, was ich je gedreht habe“, sagte er. Vom echten Mandela musste sich die Welt während der Europapremiere in London verabschieden – wenige Wochen nachdem er seine Biographie auf der Leinwand gesehen hatte, verstarb der Held, der keiner sein wollte, im Alter von 95 Jahren. Seit Ende Januar ist das beeindruckende Epos in deutschen Kinos zu sehen.

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