Zeitmaschinen bei All Time Stars.

Exklusive Armbanduhren im Special des Mercedes-Benz Classic Magazins.

Fotografische Zeitreise.

Klassiker von Mercedes-Benz sind Zeitmaschinen, die den Betrachter in die Epoche ihrer Entstehung mitnehmen. Für ein Special im Mercedes-Benz Classic Magazin hat die Redaktion dazu weitere Zeitmaschinen addiert: Exklusive Armbanduhren, die gemeinsam mit einem 280 SLC (C 107) von 1980 fotografiert worden sind.

Foto-Modell in Manganbraun-metallic.

All Time Stars, der Fahrzeughandel des Mercedes-Benz Museums, stellte für die Fotoaufnahmen der Armbanduhren ein Auto zur Verfügung. Autor Jens Koch, Redakteur der Uhrenzeitschrift „Chronos“, hatte sich einen sportlichen Wagen gewünscht, der den aktuellen Retro-Trend im Uhrendesign illustriert. Treffer: Der 280 SLC von 1980 mit Lack in Manganbraun-metallic mit beigefarbenem Interieur passte exakt ins Bild, das der Autor skizziert hatte.

Spezialisten bei der Arbeit.

Der Fachjournalist Jens Koch beschäftigt sich beruflich ausschließlich mit Uhren-Themen. Er hat für die sechsseitige Foto-Story im Classic Magazin acht Armbanduhren bekannter Marken ausgewählt, die vorwiegend Made in Germany sind – so wie auch der 280 SLC. Zum Mercedes-Benz Museum gebracht hat die Uhren dann der Fotograf Nik Schölzel. Er ist spezialisiert auf Makro-Fotografie für Industrie und Medien.

Ganz nah dran.

Die Kunst der Fotografie im Nahbereich besteht darin, jedes Detail einer Uhr zur Geltung zu bringen: Form, Materialanmutung, exakte Farbwiedergabe. Um Spiegelungen auf den Uhrengläsern und im oft polierten Metall sowie störende Schatten im Foto auszuschließen, werden die Uhren millimetergenau justiert und wird die Kamera ebenso präzise ausgerichtet. Es kann durchaus eine Stunde Vorbereitung vergehen, bis Nik Schölzel das perfekte Bild auf dem Chip seiner Kamera speichern kann.

Feinschliff am Rechner.

Ihr endgültiges Finish bekommen die gestochen scharfen Nahaufnahmen am Rechner. In der Bildbearbeitung kann der Fotograf mehrere Einstellungen kombinieren, die er vor Ort mit unterschiedlichen Schärfenbereichen aufgenommen hat.

Auch die für das Zeitschriften-Layout gewünschte Lichtstimmung entsteht in der Bildbearbeitung. So wird aus Produktfotografie Handwerkskunst von sinnlicher Klarheit – genau wie die Zeitmesser und der 280 SLC, die für das Uhren-Special Modell gestanden haben.

Rolex Explorer II

1971 stellte Rolex die Explorer II als Uhr für Abenteurer und Bergsteiger vor. Seitdem hat sich nicht viel am Aussehen geändert. Warum auch? Die Zeitzonenuhr ist zu einer Design-Ikone geworden, auch wenn sie nicht ganz die Berühmtheit und die Stückzahlen ihrer Schwester Submariner erreicht hat. Das Rolex-eigene Automatikwerk gilt als eines der robustesten und präzisesten in der Uhrenwelt. Der Träger kann im Urlaub per Krone den normalen Stundenzeiger in Stundenschritten auf die neue Zeitzone einstellen. Der orangefarbene Zeiger gibt die Heimatzeit im 24-Stunden-Format an. Mit Stahlband kostet die Explorer II 7350 Euro.

IWC Ingenieur Chronograph Edition «Rudolf Caracciola»

IWC widmet dem großen Rennfahrer Rudolf Caracciola ein Chronographenmodell. Caracciola durfte den elterlichen Mercedes-Knight 16/45 PS fahren, noch bevor er im Alter von 15 Jahren einen Führerschein erhielt. Von 1926 an wurde er zum besten Rennfahrer seiner Epoche in der Werksmannschaft von Mercedes-Benz. Der Zeitmesser zitiert die Automobilgeschichte mit dem Instrumenten-Look des Zifferblatts und dem Kalbslederband, das an Ledersitze erinnert. Auf der Tachymeterskala lässt sich die Geschwindigkeit ablesen, wenn der Chronograph nach einem gefahrenen Kilometer gestoppt wird. Als Motor treibt das neueste IWC-Automatikkaliber diese Uhr an. In Edelstahl baut IWC 750 Exemplare zum Preis von 7850 Euro.

Zenith El Primero Chronomaster Tour Auto Edition

Zenith ist offizieller Zeitnehmer der Tour Auto Optic 2000, einer der wichtigsten Rallyes für Old- und Youngtimer in Frankreich,und hat in einer kleinen Serie von 500 Stück ein besonderes Modell für Freunde historischer Fahrzeuge aufgelegt. Der Motor der Uhr ist selbst ein Oldtimer, denn das Kaliber El Primero war 1969 das weltweit erste Chronographenwerk mit Automatikaufzug. Noch immer schlägt es ungewöhnlich schnell und kann so auf die Zehntelsekunde genau stoppen. Durch ein Fenster im Zifferblatt lässt sich die Mechanik beobachten, wo inzwischen auch Hightech-Materialien wie Silizium zum Einsatz kommen. Die Stahluhr mit Textilband kostet 9700 Euro.

Bruno Söhnle Mechanik Edition No. V

Die Marke aus der deutschen Uhrenhauptstadt Glashütte, Sachsen, ist für ihr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt. Das gilt auch für die Mechanik Edition No. V mit sachlichem Zifferblatt im Instrumenten-Look. Im Stahlgehäuse tickt ein Schweizer Handaufzugswerk, das Bruno Söhnle umfangreich im Glashütter Stil bearbeitet: Dreiviertelplatine, Schwanenhalsfeinregulierung und für die Lagersteine verschraubte Goldchatons. So viel handwerkliche Verarbeitung bietet Söhnle für vergleichsweise moderate 2350 Euro

Union Glashütte Belisar Chronograph

Mit seinem elfenbeinfarbenen Zifferblatt, den Hilfszifferblättern mit radialen Ziffern und Nadelzeigern erinnert der Belisar Chronograph an historische Fahrzeuginstrumente. Auch die Tachymeterskala zur Geschwindigkeitsermittlung bezieht sich aufs Autofahren. Die Pilzdrücker, die konische Krone und das Armband aus Schrumpfleder zitieren klassische Armbanduhren. Das Automatikwerk der Uhr stammt aus der Schweiz und wird in Glashütte aufwendig modifiziert. Denn nur Uhren, bei denen mindestens 50 Prozent der Wertschöpfung vor Ort entstehen, dürfen den Namen Glashütte auf dem Zifferblatt tragen. Der Stahlchronograph ist zum Preis von 2350 Euro im Angebot.

Glashütte Original Seventies Panoramadatum

Das Vorbild der Seventies Panoramadatum stammt wie der C 107 aus den 1970er-Jahren. Hergestellt wurde es in der DDR vom Volkseigenen Betrieb GUB (Glashütter Uhrenbetriebe), aus dem nach der Wiedervereinigung die Marke Glashütte Original entstanden ist. Das quadratische Stahlgehäuse mit abgerundeten Ecken und das blaue Zifferblatt mit Sonnenschliff verleihen der Seventies Panoramadatum Charakter. Typisch für die Manufaktur ist das Großdatum aus zwei Scheiben, um das Ablesen zu erleichtern. Im Innern arbeitet ein von Glashütte Original selbst entwickeltes Automatikwerk mit typischen Glashütter Verzierungen. Der Preis mit Alligatorlederarmband: 8500 Euro.

Tutima Saxon One Chronograph

Tutima baut einen Chronographen mit charaktervollem, kissenförmigem Stahlgehäuse. Typisch für die Marke ist die Drehlünette mit rotem Markierungsstrich. Das Schweizer Automatikwerk haben die Fliegeruhrenspezialisten in Glashütte umgebaut: So kommt der Minutenzähler des Chronographen nun aus der Mitte und es gibt eine 24-Stunden-Anzeige. Damit folgt die Uhr Modellen, die es Ende der 1970er- bis in die 1990er-Jahre gab. Das entsprechende Uhrwerk wird mittlerweile nicht mehr produziert, und so griffen die Konstrukteure und Uhrmacher von Tutima selbst zu CAD-Programm und Schraubendreher. Mit Stahlband ist der Saxon One Chronograph für 4900 Euro erhältlich.

Erwin Sattler Chronograph II Classica Secunda.

Die Münchner Manufaktur baut hauptsächlich Großuhren wie Präzisionspendeluhren, Tischuhren und Schiffsuhren. Auch die Armbanduhren zeigen die eleganten, aufgeräumten Zifferblätter mit klassischem Aufbau und Schienenminuterie. Die gebläuten Zeiger in Birnenform und das mit vier Schrauben befestigte Silberzifferblatt mit laufender Nummer erinnern ebenfalls an die Pendeluhren. Die Chronographenfunktion bringt etwas Sportlichkeit ins Spiel. Im Stahlgehäuse arbeitet ein Schweizer Automatikwerk mit handgraviertem Rotor. Auf Wunsch können dort auch die eigenen Initialen graviert werden. Mit handgenähtem Lederband kostet die Uhr 6900 Euro.

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