„Ich schaffe mir meine eigene Mercedes-Benz Miniaturwelt.“

Der Fotograf Stephan Garçon setzt Mercedes-Modellautos so in Szene, dass die Grenze zwischen Realität und Fiktion verschwimmt.
  • „Ich schaffe mir meine eigene Mercedes-Benz Miniaturwelt.“

  • Aus Massenmodellen werden Unikate.

    Ein Mercedes-Benz Modellauto, Farbstifte, ein Kindersieb, Bastelutensilien: Viel mehr braucht der Bitburger Fotograf Stephan Garçon nicht, um das Auge eines Betrachters zu täuschen. Auf einem stillgelegten US-Militärflugplatz in der Nähe von Bitburg setzt er die selbst gestylten Modelle so in Szene, dass sie aussehen wie echt – oft Miniaturen von Mercedes-Benz Fahrzeugen. Der 50-Jährige, der in der Eifelstadt geboren wurde, kennt das Gelände wie seine Westentasche.

    Ein Rallyewagen als Fotomodell.

    „Meine Idee ist, Bilder zu machen, bei denen der Betrachter überlegen muss, ob das Objekt echt ist oder nicht“, erklärt Stephan Garçon seine Leidenschaft. Er liebt das Experimentieren: „Alles ist Handarbeit. Nur dann wirken die modellierten Szenen so realistisch.“

    Heute setzt er einen 300 SE der Baureihe W 112 in Szene – jenen Rennwagen mit der Startnummer 617, der mit Eugen Böhringer am Steuer den Großen Straßenpreis von Argentinien für Tourenwagen 1964 gewann.

    Das Original von 1964 ist eine Legende.

    Der helle, kalkhaltige Boden des ehemaligen Militärgeländes ist für die geplante Szenerie wie geschaffen. Denn beim Großen Straßenpreis von Argentinien 1964 kämpften sich die Teams von Mercedes-Benz über mörderische Pisten zum Sieg. Mit der Schippe und dem Sieb seines zweijährigen Sohnes verpasst Stephan Garçon dem 300 SE eine Staubschicht. Auf dem Foto wirkt er später wie das täuschend echte Ebenbild des Originals von 1964.

    In die R-Klasse passen viele Miniaturen.

    Mittlerweile hat Stephan Garçon rund 50 Figuren und 50 Modellautos gesammelt. Viele davon sind Miniaturen von Mercedes-Benz Fahrzeugen. Auch privat fährt er Mercedes, zurzeit eine schwarze R-Klasse, Baujahr 2009. Mit Autos ist er groß geworden: Sein Vater arbeitete Jahrzehnte in einem Autohaus, und nach dem Studium der Volkswirtschaft kaufte Garçon sich einen Mercedes W 124, und zwar ein T-Modell. Seine Leidenschaft für Mercedes-Benz Klassiker ist also keineswegs nur auf Miniaturausgaben beschränkt.

    Historische Bilder des Mercedes-Triumphs 1964 in Argentinien.

    Die fantastischen Miniatur-Welten von Stephan Garçon.

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