Er sagt, sie sagt.

Ein Auto, zwei Perspektiven. Als Stadtplanerin interessiert sie sich für das Zusammenspiel von Form und Funktion. Er, Chauffeur, achtet auf Komfort und Leistung. Gemeinsam testeten Shilpa Bhatnagar und Julian Van Marle die C-Klasse in London.

Er steuert den Wagen souverän.

Shilpa Bhatnagar berät Städte und Unternehmen, die ihre öffentlichen Plätze und Räume verschönern wollen. Julian Van Marle ist seit 14 Jahren Fahrer und Direktor eines Chauffeur-Unternehmens. Beide leben in der englischen Hauptstadt und beschäftigen sich zudem fast täglich professionell mit London: Julians Kunden haben meist in der Metropole zu tun, Shilpa arbeitete zuletzt an einem Projekt für die Gegend um die London Bridge. Während sich die Stadtplanerin meistens zu Fuß aufmacht, um die Umgebung und Atmosphäre eines Orts zu erkunden, sitzt Julian bis zu 18 Stunden am Tag im Auto. Als sie sich treffen, um gemeinsam das C 300 h T-Modell in London zu testen, einigen sie sich darauf, dass Julian die erste Strecke fahren soll. Der Chauffeur bleibt in der City ganz ruhig. Er steuert den Wagen souverän an Radfahrern, Bussen und Taxis vorbei, die teils abenteuerliche Spurwechsel vollführen. „Wenn ich Gäste habe“, sagt Julian, „bin ich immer ganz entspannt. Aber allein im Auto hört man mich auch mal bis auf die Gegenspur fluchen.“

C 300 h T-Modell:

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 4,2–3,8 Liter /100 km

CO₂-Emissionen kombiniert: 106–99 g/km

Julian.

Ich finde das Hyazinthrot metallic toll, aber meinen Kunden wäre es vermutlich zu unkonventionell. Wenn ich sie ohne Chauffeurmütze abhole, geht das in Ordnung. Aber ein rotes Auto wäre wohl zu gewagt. Da ich beruflich meist eine S-Klasse fahre, kommt mir die C-Klasse trotz ihrer stattlichen Größe geradezu kompakt vor. Die meisten meiner Kunden freuen sich über das Raumgefühl und den Komfort eines Mercedes. Mich begeistert vor allem die Leistung – egal, ob in der Stadt oder auf der Autobahn. In einer Metropole wie London, wo sich Mopeds, Passanten und Fahrräder zwischen den Autos durchschlängeln, kann einen das kleine rote Dreieck des Totwinkel-Assistenten im Außenspiegel fast täglich vor Unfällen bewahren. Auch die Warnsignale für Hindernisse sind extrem hilfreich. Beim Ausparken habe ich in der C-Klasse die 360°-Kamera entdeckt, diese Technik kannte ich noch nicht. Das Auto und seine Umgebung aus der Vogelperspektive sehen zu können, ist einfach großartig, eine geniale Erfindung.

Eigentlich fehlen nur noch die Propeller, um dem Berufsverkehr im Flug ausweichen zu können.

Ohne Staus fahre ich liebend gern. Es stört mich nicht, auch mal zwölf Stunden unterwegs zu sein. Meine Kunden sind sehr unterschiedlich, zum Beispiel Geschäftsleute, Prominente oder auch Hochzeitspaare. An der C-Klasse ist mir gleich der große Kofferraum aufgefallen, der auch in meinem Beruf helfen kann: Einmal musste ich zum Beispiel lebende Falken transportieren. Ich sehe mein Unternehmen gern als mobilen Concierge-Service an. Wir kaufen ein, holen Waren ab und versuchen zu helfen, wo wir können. Einige Kollegen sagen, ein Chauffeur sei kein Dienstbote, aber ich persönlich mag die Abwechslung und habe lieber etwas zu tun, als nur zu warten. Einmal fuhr ich bis nach Paris zu einem Modedesigner, um ihm im Auftrag einer Kundin einen großen Kübel mit Rosen zu überbringen. Im Gegenzug gab er mir ein Kleid mit, das ich noch am gleichen Tag um 16 Uhr bei meiner Kundin ablieferte.

Shilpa.

Das Auto hat mir schon auf den ersten Blick gefallen. Als ich dann einstieg, war ich von der luxuriösen Anmutung des Interieurs wirklich beeindruckt. Design und Ästhetik sind mir sehr wichtig, ich achte selbst bei Küchengeräten darauf, dass sie gut aussehen. Zu oft geht eine elegante Erscheinung auf Kosten der Funktion oder des Komforts, doch in der C-Klasse stimmte einfach alles. Die Sitze ließen sich genauestens einstellen, das Touchpad des Bordcomputers war intuitiv zu bedienen und die 3-D-Anmutung der Navigationskarte hat mich total begeistert, man konnte Big Ben und das London Eye sehen. So eine Karte gibt einem die Möglichkeit, gleichzeitig eine reale und eine virtuelle Stadttour zu erleben. Beruflich bin ich viel zu Fuß unterwegs, schließlich muss ich ein Gefühl für die Orte bekommen, um die es in meinen Projekten geht. Bei der Entscheidung, welche Veränderungen an einem Platz vorgenommen werden sollen, spielen nicht nur Architektur und Design eine Rolle, sondern auch Geschichte, Kultur und Wirtschaft.

Für eine Weltstadt wie London ist es essenziell, sich weiterzuentwickeln. Trotzdem sollte man die Wurzeln nie aus den Augen verlieren, damit London unverwechselbar bleibt. Eine ähnliche Mischung aus Fortschritt und Tradition sehe ich in dieser C-Klasse: Sie hat einen Hybridantrieb, verfügt also über die vertraute Leistung des Diesels und dazu über einen Elektromotor. Es ist einfach intelligent, bei Stop-and-go keinen Treibstoff zu verschleudern. Wenn der Motor bei langsamen Fahrten in den Elektromodus wechselt, ist das ist wie ein kleiner Zen-Moment. Ich muss zugeben, ich habe Julian die meiste Zeit fahren lassen. Er ist ein Profi, mich macht das Chaos auf Londons Straßen eher nervös. Auf dem Beifahrersitz der C-Klasse allerdings fühlte ich mich wie in meiner eigenen kleinen Blase. Es war so ruhig und gemütlich, als säße ich in einem fahrenden Hotel.

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