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Er sagt, sie sagt – Individual Training.

Ein Event, zwei Perspektiven. Sie, Fahrinstruktorin, interessiert sich für Sicherheit. Er, Bäcker, hat die Leistung im Blick.

Ständig auf Achse.

Anton Filser steht bei Tagesanbruch auf und rührt ab sechs Uhr morgens Teig für Marmor- und Streuselkuchen an. „Unsere Kundschaft ist schnell gewachsen, vor drei Jahren kamen vielleicht 50 Leute am Tag, heute sind es samstags schon mal 500“, sagt er. „Deshalb dauert es inzwischen schon ein paar Stunden, schließlich kann ich nur fünf Kuchen gleichzeitig machen.“ Während Anton jeden Tag im Münchener Café Emilo steht, ist Doreen Seidel ständig auf Achse. Im Laufe einer Woche reist sie schon mal von Österreich nach Belgien und weiter zum Nürburgring. „Als Instruktorin bin ich viel unterwegs und habe immer einen vollen Terminkalender.

Ihre Liebe zu schnellen Autos.

Die Sommersaison geht von April bis November, dann bereiten wir uns langsam auf die Wintersaison vor, die im Januar beginnt. Aber genau das bringt mir Spaß, mit dem Team immer wieder neue Orte und neue Leute kennenzulernen.“ Eines haben der Konditor und die Fahrinstruktorin dennoch gemeinsam: ihre Liebe zu schnellen Autos. Während Doreen nebenberuflich Rennen fährt, träumt Anton davon, einen Mercedes-AMG zu besitzen. „Ich könnte mir aber auch eine G-Klasse vorstellen“, räumt er nach kurzem Nachdenken ein, „und das, obwohl ich sie noch nicht einmal Probe gefahren bin …“

Ihre Liebe zu schnellen Autos.

Die Sommersaison geht von April bis November, dann bereiten wir uns langsam auf die Wintersaison vor, die im Januar beginnt. Aber genau das bringt mir Spaß, mit dem Team immer wieder neue Orte und neue Leute kennenzulernen.“ Eines haben der Konditor und die Fahrinstruktorin dennoch gemeinsam: ihre Liebe zu schnellen Autos. Während Doreen nebenberuflich Rennen fährt, träumt Anton davon, einen Mercedes-AMG zu besitzen. „Ich könnte mir aber auch eine G-Klasse vorstellen“, räumt er nach kurzem Nachdenken ein, „und das, obwohl ich sie noch nicht einmal Probe gefahren bin …“

Doreen.

Wenn das Auto tatsächlich mal auf eisglatter Straße quer kommt, machen viele Fahrer Fehler – einfach, weil sie erschrecken. Solche Situationen kann ich mit den Teilnehmern hier gut üben, im schlimmsten Fall droht nur ein umgestoßenes Verkehrshütchen. Meine Gruppe besteht aus höchstens zehn Teilnehmern, ich fahre die Stationen gemeinsam mit ihnen ab und erkläre, was sich hinter jeder Etappe verbirgt und in welcher Alltagssituation dieses Manöver helfen kann. Dann sitzen je zwei Teilnehmer in einem Auto und los geht’s, während ich mit einem Funkgerät am Rand stehe und Feedback gebe. Die Übungen bauen aufeinander auf: Mit einer Bremsübung und im Slalom werden Hände und Füße warm gemacht, im Laufe des Nachmittags kombiniert man dann das Bremsen und Lenken und steigert die Geschwindigkeit. Bei 120 Stundenkilometern einem Hindernis auszuweichen, ist schon sportlich. Als Instruktorin versuche ich, den Fahrern zu vermitteln, wie sie in einer brenzligen Situation richtig reagieren, sonst nützt auch die beste Ausstattung mit Assistenzsystemen nichts. Am Ende des Trainings sind die Teilnehmer sicherere Fahrer – und ziemlich geschafft, denn der Fahranteil ist enorm hoch. Und auch, wenn man sich nicht viel bewegt:

Ein kleiner Adrenalinjunkie.

Den ganzen Tag immer wieder an seine Grenzen zu gehen und sich bei den Hochgeschwindigkeitsübungen auf den Punkt zu konzentrieren, ist sehr anstrengend. Ich selbst war schon immer ein kleiner Adrenalinjunkie. Das liegt sicher daran, dass ich in der Nähe des Sachsenrings aufgewachsen bin. Jetzt fahre ich selbst Rennen, etwa im GT4 Europacup. Vor jedem Wettkampf reise ich nach London, um ein oder zwei Tage in einem Simulator zu fahren, das bringt mir mehr, als mit meinem kleinen Modell im Wohnzimmer zu üben.

Ein kleiner Adrenalinjunkie.

Den ganzen Tag immer wieder an seine Grenzen zu gehen und sich bei den Hochgeschwindigkeitsübungen auf den Punkt zu konzentrieren, ist sehr anstrengend. Ich selbst war schon immer ein kleiner Adrenalinjunkie. Das liegt sicher daran, dass ich in der Nähe des Sachsenrings aufgewachsen bin. Jetzt fahre ich selbst Rennen, etwa im GT4 Europacup. Vor jedem Wettkampf reise ich nach London, um ein oder zwei Tage in einem Simulator zu fahren, das bringt mir mehr, als mit meinem kleinen Modell im Wohnzimmer zu üben.

Anton.

Mein Vater ist früher Autorennen gefahren, ich bin also mit der Liebe zur Geschwindigkeit aufgewachsen. Alles, was viel PS hat, zieht mich an. Deshalb war mein erster Gedanke vor dem Driving Event: „Mei, ich hoffe, ich kann bei dem Fahrtraining auch mal hinters Steuer eines AMG.“ Schon beeindruckend, die Größe des Übungsgeländes in Leipheim. Als wir die erste Runde drehten, habe ich nur einen Wald von Pylonen, Fähnchen und Wasserschläuchen gesehen. Sobald Doreen die Manöver aber erklärt hatte, wurde aus diesem Durcheinander ein klarer Parcours. Wir sind mit einer E-Klasse gefahren, die mich total überrascht hat. Von außen wirkte sie recht massig, aber dann ließ sie sich leicht und dynamisch fahren. Wie agil sie ist, habe ich gleich bei der ersten Übung bemerkt, als ich in einem Kurvenverlauf bremsen musste. Gar nicht so einfach, da voll in die Eisen zu steigen, man muss sich im ersten Moment richtig überwinden.

Eine riskante Situation zu üben.

Auch die richtige Blickführung musste ich erst einmal üben: Bei Kurven muss man ja den Blick dorthin richten, wohin man will, sonst trägt es einen zu weit raus. Dann kam der Slalom, den fand ich richtig irre. Ohne die professionelle Erklärung hätte ich gleich die Hütchen mitgeschleift, aber so machte es wirklich viel Spaß. Das eintägige Individual-Coaching mit Doreen hat mich sehr beeindruckt. Man bekommt ja im Alltag nicht die Chance, eine riskante Situation zu üben – und was ich jetzt gelernt habe, werde ich hoffentlich gut im Straßenverkehr umsetzen können. Dazu kommen noch ganz grundsätzliche Sachen, an die man gar nicht denkt – wie man das Lenkrad richtig hält zum Beispiel. Ich dachte, ich bin voll der Profi, aber dann zeigte mir Doreen, dass ich die Hände viel zu dicht aneinander lege. Als der Tag fast um war, durfte ich noch eine Runde im C-Klasse Coupé fahren. Das war die pure Freude!

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