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Mehr Sport wagen.

Markant, kraftvoll, dynamisch: Das neue GLC Coupé ist der Athlet unter den Mercedes-Benz SUV – und macht in jedem Gelände eine gute Figur.

GLC 350 e 4MATIC Coupé:

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 2,7–2,5 l/100 km;

CO2-Emission kombiniert: 64–59 g/km

Stromverbrauch gewichtet: 15,2–13,9 kWh/100 km

Von Äußerlichkeiten angezogen.

Mit dem gegenseitigen Kennenlernen ist es ja so eine Sache. Klar, wenn man sich zum ersten Mal trifft und der Funke überspringt, ist man oft erst einmal von Äußerlichkeiten angezogen, ja sogar fasziniert. Doch immer wieder heißt es schließlich, dass es die inneren Werte seien, die zählten. So klischeehaft das im ersten Moment auch klingen mag, so sehr erweist es sich doch als essenzielle Grundlage für eine harmonische Beziehung. Das gilt für Menschen übrigens ebenso wie für Autos.

Was macht, abseits von sämtlichen computergesteuerten Fahrprogrammen, das Wesen der Maschine aus? Natürlich hat jedes Auto so etwas wie einen eigenen Charakter. Aber was für einen hat das GLC Coupé? Ist das ein SUV? Ein Sportcoupé? Oder etwas gänzlich Neues? Und überhaupt: Sind diese Unterscheidungen eigentlich noch wichtig? Geht es nicht eher um das, was man kann, als um das, was man sein möchte?

„Auf jedem Gelände in seinem Element“.

Der Anspruch des GLC Coupé ist klar formuliert: „Auf jedem Gelände in seinem Element“, so lautet das Motto – und auf einer zweitägigen Ausfahrt mit dem GLC 350 e 4MATIC mit Plug-in-Hybrid wollen wir uns darüber Klarheit verschaffen. Das Auto­mobil jedenfalls setzt schon mit seinem Äußeren ein Statement. Die Synthese aus Coupé und SUV ist stimmig und wirkt wohl proportioniert, kein Kompromiss, der ja bekanntlich niemanden zufriedenstellt.

Die geduckte, flach gestreckte Silhouette wirkt, als wäre der Wagen jederzeit zum Sprung bereit. Verlockend sieht das aus, ein Auto, das Lust macht, sofort aufzubrechen. Die schmalen, weit in das Heck hin­einragenden, zweigeteilten Rückleuchten sind dagegen sichtlich vom Coupé der S-Klasse inspiriert. Im Innenraum herrscht die von der neuen C-Klasse gewohnte sinnliche Klarheit. Das dominante, frei stehende Display, wenige Kippschalter und das bekannte Touchpad in der Mittelkonsole verleihen volle Kontrolle über alle Assistenzsysteme, die im Hintergrund werkeln, wenn man das möchte. Eingeschaltet sorgen Spurhalteassistent und der Abstands­regeltempomat DISTRONIC PLUS für eine Fahrt wie auf Schienen.

Keine Ausreden mehr.

Auf dem Beifahrersitz hat Vanessa Platz genommen. Braun gebrannt, ein Körper, den man früher als „drahtig“ umschrieben hätte und der heute als sehr durchtrainiert gilt. Sie arbeitet als Coach für das Fitness-Unternehmen Freeletics. Hier soll eine neue Sportart für das 21. Jahrhundert entstehen, mit Übungen, die man dank einer Smartphone-App jederzeit und überall machen kann. Und das passt ja gut zum Motto des GLC Coupé, deshalb begleitet uns Vanessa auf unserer Fahrt. Denn wir wollen herausfinden, ob nicht nur das Auto in jedem Gelände in seinem Element ist, sondern auch, ob wir uns überall in Form bringen können. „Es gibt keine Aus­rede mehr, nicht zu trainieren“, sagt Vanessa herausfordernd und sieht dabei aus wie eine gespannte Sprungfeder. Der Respekt vor dem kommenden Training steigt, während wir uns in Richtung Alpen bewegen.

Die mehrspurigen Straßen haben wir längst verlassen. Über zahllose Dörfer und Landstraßen geht es jetzt und hier zeigt sich gut, wie wandelbar das optionale Fahrwerk DYNAMIC BODY CONTROL mit Stahlfederung und kontinuierlich verstellbarer Dämpfung den Charakter des GLC Coupé auslegt. Straff, kraftvoll, dynamisch fallen einem spontan als passende Adjektive ein. Können wir das dank Vanessa auch selbst erreichen?

Das simple Freeletics-Konzept kommt an.

Das simple Freeletics-Konzept kommt an, mehr als zehn Millionen Nutzer hat die App bereits weltweit. „Es ist den Leuten sehr viel wichtiger geworden, sich besser zu fühlen“, erklärt Freeletics-CEO Daniel Sobhani den Erfolg. „Es geht um den festen Glauben, dass es jeder Mensch schaffen kann, zur besten Version seiner selbst zu werden. Das ist natürlich nicht ganz einfach.“

Das simple Freeletics-Konzept kommt an.

Das simple Freeletics-Konzept kommt an, mehr als zehn Millionen Nutzer hat die App bereits weltweit. „Es ist den Leuten sehr viel wichtiger geworden, sich besser zu fühlen“, erklärt Freeletics-CEO Daniel Sobhani den Erfolg. „Es geht um den festen Glauben, dass es jeder Mensch schaffen kann, zur besten Version seiner selbst zu werden. Das ist natürlich nicht ganz einfach.“

Ein Alleskönner.

Um genau zu sein, lautet das Credo: trainieren bis zur vollständigen Erschöpfung. Bis zum Grenzbereich und fast darüber hinaus. Als einziges Trainingsgerät fungiert dabei das eigene Körpergewicht. Klimmzüge an einem hoch hängenden Ast? Warum nicht. Liegestützsprung am Strand? Sehr gern. Kniebeuge im Wald und auf Wiesen? Na klar. Jeder Baumstumpf wird vom Hindernis zur willkommenen Herausforderung.

„Du trainierst hier nicht nur deinen Körper, sondern auch deine Willensstärke“, sagt Vanessa, während wir feststellen müssen, dass die einzige Luft, die wir noch haben, die nach oben ist. Wir fahren weiter ins deutsch-österreichische Grenzgebiet. Das Terrain bietet von allem ein bisschen was. Schmale, mäandernde Straßen, deren immer wieder den Rhythmus ändernde Kurven von dem Wagen mit ausgesprochen viel Enthusiasmus genommen werden.

Kein Modell für die Nische.

In der Version als Plug-in-Hybrid kennt das GLC Coupé drei Daseinszustände. Das rein elektrische Fahren mit einer Reichweite von bis zu 34 Kilometern bei voller Batterie, das sich beinahe unwirklich sanft anfühlt. Dann wäre da noch das Fahren mit dem 155 kW starken Vierzylinder, während seines Einsatzes kann der Akku geladen werden. Und dann gibt es den Moment, in dem man das Gaspedal bis auf den Boden durchdrückt. Kickdown. „Boost“ steht jetzt auf dem Energieflussdiagramm des Displays, rote Linien symbolisieren, woher der Wagen seine Kraft zieht: Nun schaltet sich zusätzlich zum Verbrennungsmotor auch der Elektroantrieb mit seinen 85 kW dazu – und das GLC Coupé schnellt wie von einem gigantischen Gummiband gezogen so vehement nach vorn, dass sich selbst Vanessa abstützen muss. Gelassen gleiten kann der Wagen freilich auch, in ruhigen Momenten erzeugt er so schon fast das Fahrgefühl einer Luxuslimousine. Das Sportcoupé ist eben kein Modell für die Nische, sondern ein Alleskönner.

Rasant und doch immer kontrolliert.

Das Coupé streckt sich fast acht Zentimeter mehr in die Länge als das SUV. Die Höhe wurde um vier Zentimeter reduziert. Das wirkt sich nicht nur optisch aus. Diese besonderen Maße führen dazu, dass man eine enorme Übersicht genießt – und trotzdem nie das Gefühl hat, den Kontakt zur Straße zu verlieren.

Umso besser, dass Vanessa jetzt das Steuer übernommen hat. Sie fährt genauso wie sie trainiert: rasant und doch immer kontrolliert. Als der Wagen zum Stehen kommt, gibt es erst mal ein Selfie vor den Armaturen. Auch das gehört ja zu Freeletics, den eigenen Fortschritt laufend zu protokollieren. Die Slogans, mit denen die Fitness-App dabei ihre Nutzer motiviert, könnten auch im Handbuch eines Automobilingenieurs stehen. „Kein Erfolg ohne harte Arbeit“, heißt es da etwa oder „Aufgeben ist keine Option!“

Die Welt als Übungsplatz.

„Bei Fitness wie auch beim Fahren geht es um eine Frage der Mentalität. Was kann, was will man erreichen?“, stellt Vanessa abschließend fest. Man will, und das ist ja auch nicht zu viel verlangt, auf jedem Gelände eine gute Figur hinlegen. In den Innenstädten, mit ihren Stop-and-go-Schikanen, über das Umland, wo das größtmögliche Hindernis ja die Landmaschinen sind, die am Straßenrand in Kolonnen fahren, hin zu den Offroad-Momenten, die man sich heutzutage freilich selbst suchen muss. Da darf schon mal der Schotter spritzen. Auch da macht das GLC Coupé eine richtig gute Figur.

Und so wandelt sich auf einmal der Blick durch die Windschutzscheibe. Die Welt scheint ein riesiger Übungsplatz, ja, gar ein Spielplatz zu sein. Geht das? Sportlichkeit, Eleganz und Komfort zu vereinen, ohne dabei Abstriche machen zu müssen? Nachdem man ein wenig – viel zu wenig – Zeit mit dem GLC Coupé verbracht hat, muss die Antwort auf diese Frage ein klares Ja sein. Es ist eigentlich ganz einfach. Man muss eben nicht von allem ein bisschen nehmen. Sondern von allem das Beste.

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