My Way.

Irvin Mayfield stammt aus New Orleans und ist einer

der besten Trompeter der Welt. In einem Mercedes-Maybach

fährt er durch die Straßen seiner Heimat – und ins Herz des Jazz.

New Orleans.

Eine Stadtrundfahrt, in der Musik ist.

Heimat des Jazz, des Mardi Gras, vielleicht sogar der Musik an sich. Der Mercedes-Maybach S 600 scheint durch die Gassen des French Quarters zu schweben, dem Disneyland von New Orleans, in dem täglich Tausende Touristen auf der Suche sind nach der Seele der Stadt am Mississippi. Die Attraktion der Bourbon Street scheint im Augenblick aber nicht die „Preservation Hall“ zu sein, wo angeblich das Herz des Traditional New Orleans Jazz schlägt. Stattdessen wollen alle nur wissen, wer in diesem beeindruckend schwarzen Auto sitzt.

Mercedes-Maybach S 600: Kraftstoffverbrauch kombiniert: 11,7 l/100 km CO₂-Emission kombiniert: 274 g/km*

Irvin Mayfield lacht.

Der Grammy-Gewinner und „Ureinwohner“ der Stadt ist ihr offizieller kultureller Botschafter und einer der besten Jazztrompeter der Welt. „Weißt du eigentlich“, fragt er mich und winkt den Neugierigen freundlich zu, „wie der Jazz entstanden ist?“ Wir sitzen im luxuriösen Fond der Mercedes-Maybach S-Klasse und genießen den Trubel dort draußen, wo immer noch 30 Grad herrschen und die Luftfeuchtigkeit jetzt am Abend 90 Prozent überschreitet. Die Temperaturanzeige des Maybach hingegen weist angenehme 21 Grad aus. Während auf der Straße die Touristen in Flipflops und Shorts schwitzen, versinken meine Füße in den tiefen Teppichen des Mercedes-Maybach. Ja, das ist Wohlgefühl unter meinen Sohlen. Man müsste sich in den Massagesitzen zurücklehnen, schlage ich vor. Mit nackten Füssen. Mayfield drückt auf den Knopf und streckt die Beine aus. Fünfeinhalb ­Meter purer Luxus und Power. In der exquisiten Burmester-Anlage läuft Irvins „Angola“, ein Smooth Track von seinem Buch-Musik-Projekt „New Orleans Jazz Playhouse“.

Mehr als beeindruckend.

„Wenn ich meine Musik abmische,“ sagt er und formt mit seinen Händen eine unsichtbare Kugel genau vor seinem Gesicht, „dann will ich die Musik genau hier haben. Wie zum Greifen!“

Seine Musik ist genau da, wo er sie haben will. „24 Lautsprecher in der Luxuslimousine“, sage ich, „Burmester High-End 3D-Surround-Soundsystem, 1.140 Watt mit zusätzlichen 400 Watt für den Subwoofer im Kofferraum, Lautsprecher im Dachhimmel.“ „Mehr als beeindruckend“, antwortet er.

Es ist kein Ton zu hören in den Sekunden, in denen Mayfields Tracks in der Anlage wechseln, obwohl wir durch das brüllend laute French Quarter über Kopfsteinpflaster mit knietiefen Schlaglöchern fahren, ohne dass der Mercedes-Maybach auch nur zuckt. Die 390 kW des Zwölfzylinder-Biturbos kommen nicht wirklich zur Geltung zwischen all den vielen Touristen in der Stadt. Vielleicht sollten wir mal rausfahren.

Die Heimat der Besten.

Mayfield wurde im Seventh Ward geboren, einem der wahrhaft armen Teile der Stadt, und trotzdem hat er das freundlichste Lächeln der Welt. Die Bewohner starren uns mit einer Mischung aus Überraschung und Drohung nach. „It’s a rough neighbourhood,“ untertreibt Mayfield. Aber er winkt den ehemaligen Nachbarn zu. Und die winken – auf einmal freundlich – zurück. Die Menschen machen es aus, meint er: „Sie sind einfach anders hier.“ Mit Worten kann er seine Liebe zu New Orleans nicht erklären, in seiner Musik klappt das besser. Am Elternhaus von Irvin zogen bei Beerdigungen die Trauergäste vorbei, er lauschte den Brass Bands und folgte Hunderten von Tanzenden. In der Gasse nebenan übte Fats Domino, und Irvins Vater schenkte dem Sohn die erste Trompete zum neunten Geburtstag. „Mein erster richtiger Kontakt mit unserer Kultur“, erinnert er sich.

„Wäre ich nicht hier aufgewachsen, hätte ich nie Musik gespielt. New Orleans ist ein Magnet für Musiker.“ Und die Heimat der Besten. Wynton Marsalis, Irvins Freund und Mentor, kommt hierher. Die Neville Brothers sind Schulfreunde seines Vaters. Louis Armstrong wurde auch hier geboren. Aber die wirklich Wichtigen sind die, die hier und jetzt spielen.

Das wahre Herz der Musikszene.

Irvin und ich fahren die Frenchmen Street rauf, in das wahre Herz der Musikszene. Miss Sophie Lee singt den Blues im „Spotted Cat“. Gegenüber spielen „dba“, eine schwarze Funk Band, die selbst einen Nicht-Tänzer wie mich mitreißt. An einer Straßenecke macht eine Gruppe von Kids, bewaffnet mit Trompeten, Posaunen, Drums und Tuba, den besten Street Jazz, den ich seit Kuba gehört habe. „New Orleans ist die einzige Stadt, in der Leute, die nichts haben, auf eine Tuba und Drums reagieren, als wäre es Zauberei, als wäre es das Heißeste, das es gibt“, sagt Irvin. Er scheint jeden Musiker hier persönlich zu kennen. Während er einen Türsteher begrüßt, fährt er fort: „Wir tanzen immer noch zum Jazz, wir essen zum Jazz, wir feiern unsere Partys zum Jazz. Wir spielen Jazz zum Geburtstag und zu deiner Beerdigung.“

Nirgendwo in Amerika schlägt das Herz so laut wie in New Orleans.

Wenn schon sterben, denke ich mir, dann hier. Wo jede Tür zur Musik führt, wo hinter jeder angelaufenen Schaufensterscheibe mehr Talent zur Schau gestellt wird als in allen hippen Clubs der Welt. Nirgendwo in Amerika schlägt das Herz so laut wie in New Orleans. Wenn die Stadt Mardi Gras feiert, werden Rio und Köln neidisch. Hier war schon Sin City, lang bevor je ein weißer Mann die Wüste Nevadas betreten hatte. Louisianas größte Stadt ist schwül, sexy, everything goes.

Ein fliegender Teppich der Neuzeit.

Der Mercedes-Maybach gleitet wie ein fliegender Teppich der Neuzeit am Jackson Square entlang. Eine Stereokamera scannt dabei die Straße und stellt die Dämpfung des Fahrwerks im Voraus auf Unebenheiten ein. Es fühlt sich an, als würden wir schweben. Vorbei an alten Herrenhäusern, zurück in die Bourbon Street in Irvins Club, das Irvin Mayfield’s Jazz Playhouse. Sein Gig dort ist wie immer ausverkauft und sensationell. Der Saxofonist feiert, dass er bald Papa wird. Alle feiern mit. Das ganze Haus. Ich kann mir nicht helfen, aber der Sound der Burmester war genauso gut.

Die S-Klasse Limousine und ihre Verwandten.

Verwandte Themen.