Nur keine Eile Kyoto

Nur keine Eile.

Eine Reihe von Künstlern knüpft an japanische Traditionen an und denkt das Alte neu. Und lässt sich dabei nicht hetzen.

Für die Kessellage ist Kyoto berüchtigt.

Das gläserne Teehaus glänzt in der heißen Mittagssonne. Trotzdem fühlen sich die Glasbänke davor kühl an. Das moderne Kunstobjekt steht auf der ausladenden Holzterrasse eines kaum bekannten buddhistischen Tempels in den östlichen Bergen von Kyoto. Von hier aus lässt sich wunderbar das Schachbrettmuster der Stadt studieren, die vor allem für zahllose Schreine und Tempel bekannt ist. Und dafür, dass man häufig traditionell in Kimonos gekleidete Passanten sieht. Vor 1.200 Jahren entschied der damalige Kaiser, seinen Palast hierher in die Ebene zu verlegen, die an drei Seiten von Bergen umgeben ist und so Sicherheit versprach. Für die Kessellage ist Kyoto berüchtigt. Sie macht die Sommer heißer, die Winter kälter. Von Nord nach Süd fließt der Kamogawa durch die Stadt und zur Kirschblüte im Frühjahr gleicht er einem langen rosa Band.

Nur keine Eile Kyoto
Nur keine Eile Kyoto

Die Einheimischen lieben ihre Stadt.

Aber noch stolzer sind sie, dass Kyoto als Kulturhauptstadt Japans gilt. Stärker als anderswo wird hier trotz aller Modernisierung die Tradition gepflegt. Diese Wertschätzung spornt kreative Geister und Künstler an, dafür zu sorgen, dass in Kyoto alt nicht irgendwann alt­modisch bedeutet. Einige von ihnen geben gern Einblick in ihr Leben und Schaffen.

Im weitläufigen Park des Kaiserpalastes, wo 1.000 Jahre lang die Residenz stand, bevor sie vor 150 Jahren nach Tokio verlegt wurde, drehen heute Jogger ihre Runden. Nur wenige Schritte entfernt sitzt Fumie Okumura in einem wunderschönen Machiya-Stadthaus. Durch Schnitzereien malt die Sonne Blütenmuster an die Wand. „Bevor ich vor zwei Jahren nach Kyoto zog, war das für mich tiefste Provinz“, sagt die 45-Jährige, die vorher im Zentrum Tokios lebte, über die 1,5-Millionen-Stadt. „Aber dann habe ich verstanden, dass das Sicht­bare nur einen winzigen Teil ausmacht. Schritt für Schritt habe ich verborgene Teile entdeckt. Das wahre Kyoto.“

Nur keine Eile Kyoto

Auf der Suche nach Identität.

Die frühere Theaterschauspielerin hat sich als Food Director etabliert. Sie entwickelt neue Konzepte für Lebensmittel und deren Vermarktung, regt etwa Bauern an, auf Apfelwein statt auf Äpfel zu setzen oder Ge­müse biologisch anzubauen. Dank der kürzeren Wege in Kyoto – sowohl zwischen den Orten als auch den Menschen – kann sie viele Ideen leichter umsetzen als in Tokio.

Der Impuls zum Wandel kam 2012. Okumura heiratete einen deutschen Galeristen, der 30 Jahre lang in Kyoto und Tokio lebte.

An Kyoto liebt Okumura die Nähe zur Natur, die sich in Speisen widerspiegelt. Wie das Kyo-Yasai Gemüse, alte Sorten, die die Bauern im Umland züchten. Auberginen zum Beispiel sind hier nicht länglich, sondern rund und sehr saftig. „Kyoto-Gemüse ist die Identität der lokalen Küche“, sagt Okumura. Ihre eigene Identität, einen Ort, an den sie gehöre, habe sie ihr ganzes Leben gesucht, erzählt sie. Dem Glänzen ihrer Augen nach könnte sie inzwischen an diesem Ort angekommen sein.

Die Zeit vergeht sanft.

Shoshu, das ist sein Künstlername, war nie weg. Geboren in Kyoto, kann sich der international bekannte Kalligrafie-Künstler nicht vorstellen, woanders zu leben. „In Kyoto bewegt sich die Zeit tick, tack, tick, tack – ganz langsam und sanft.“ In Tokio, wohin er geschäftlich oft reise, seien alle in Eile. Der 58-Jährige hat mit seinem kahlen Kopf und der schmalen Statur etwas von einem Zen-Mönch. Er sitzt auf dem Tatami-Fußboden in einem Häuschen, versteckt in einer der vielen engen Seitengassen Kyotos. Die Wände sind mit schwarzen Spritzern übersät. „Kyoto besteht aus einem alten Teil. Aber zugleich werden ständig neue Dinge geboren. Insofern ist es nur natürlich, dass ich hier arbeite“, sagt der für seinen unorthodoxen Stil bekannte Künstler. Mit welchem Schriftzeichen würde er Kyoto darstellen? „Shinkyu – neu und alt.“ In Kyoto komme alles zusammen.

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Das gilt auch für seine Kunst.

Während sich andere an alten Meistern orientieren, kanalisiert Sho­shu schon mal die Gitarrenriffs seines Idols Eric Clapton in schwungvolle Pinselstriche. Auf dem weichen Washi-Papier, über das er einen fast Besen-breiten Pinsel führt, hinterlässt die Tusche organische Muster. Sein eigenwilliger Ansatz hat ihm 200 Schüler aus dem ganzen Land und prestigeträchtige Aufträge beschert, darunter Werbung für Mercedes-Benz.

„Ich liebe Tradition sehr“, betont Shoshu. „Aber wir haben 2016. Und da fühlen wir bestimmte Dinge, in der Politik, im Leben. Ich möchte Werke schaffen, die das widerspiegeln. Nur so kann man die Tradition weiterführen.“ Sein Ziel ist es, die Kalligrafie zu revolutionieren.

Das gilt auch für seine Kunst.

Während sich andere an alten Meistern orientieren, kanalisiert Sho­shu schon mal die Gitarrenriffs seines Idols Eric Clapton in schwungvolle Pinselstriche. Auf dem weichen Washi-Papier, über das er einen fast Besen-breiten Pinsel führt, hinterlässt die Tusche organische Muster. Sein eigenwilliger Ansatz hat ihm 200 Schüler aus dem ganzen Land und prestigeträchtige Aufträge beschert, darunter Werbung für Mercedes-Benz.

„Ich liebe Tradition sehr“, betont Shoshu. „Aber wir haben 2016. Und da fühlen wir bestimmte Dinge, in der Politik, im Leben. Ich möchte Werke schaffen, die das widerspiegeln. Nur so kann man die Tradition weiterführen.“ Sein Ziel ist es, die Kalligrafie zu revolutionieren.

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Auf eigene Faust.

Innovation gehe von drei Gruppen aus – von Menschen, die von außen kommen, von Jungen und Dummköpfen, sagt ein japanisches Sprichwort. Darauf angesprochen lacht Eriko Horiki und nickt. Die 54-jährige Papier- und Licht-Künstlerin, die heute mit Japans bekanntesten Architekten arbeitet, gehörte zur zweiten Kategorie. Mit Anfang 20 hatte sie sich in den Kopf gesetzt, die Washi-Kunst – das Handschöpfen von Papier aus der Rinde des Maulbeerbaums – vor dem Aussterben zu retten. Damals hatte die frühere Empfangsdame einer Bank keine Ahnung von diesem 1.500 Jahre alten Handwerk. Alle sagten: „Du hast nicht an der Uni studiert, weder Design noch Management gelernt, es ist unmöglich.“ Unbeirrt probierte sie neue Wege aus, begann, alles größer und praktischer zu denken. Mit Erfolg: Ihre innovativen, über zehn Meter langen Papierbögen, die sie teils hinter entspiegeltem Glas haltbar macht, verleihen heute als Wandbespannungen oder Paravents Museen und Luxushotels das gewisse japanische Etwas.

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„In Kyoto hat man es nicht eilig.“

Für Keisuke Kanto ist die Natur die Lehrmeisterin. Er liebt die Berge um Kyoto. Der hochgewachsene Mann steht neben einem Ahorn auf Natursteinen im Innenhofgarten von Okumura, den er erst vor einem Dreivierteljahr angelegt hat. Dennoch wirkt er wie natürlich entstanden. Kanto gestaltet Gärten so, dass die Natur für sich selbst sorgen kann – und ohne Eingriff der Menschen schön aussieht. Auch er schätzt die engen Bande unter den Kreativen in Kyoto, „nicht nur zur Arbeit, sondern auch abends zum Sake“, sagt der 40-Jährige und muss lächeln. Kanto, der während des Studiums mehrere Jahre in Tokio lebte, hat ebenfalls die Langsamkeit für sich entdeckt: „Die Bewohner von Kyoto haben es nicht eilig, nicht einmal die Angestellten bei McDonald’s.“ Dieses Logo ist in Kyoto übrigens braun. Rot ist für die Götter reserviert.

Speise lieber ungewöhnlich.

Wie auf einer Bühne stellt sich Takao Fujiyama dem Blick der Gäste auf der anderen Seite des Tresens. Mit einem schwertartigen Messer schneidet der 44-jährige Chefkoch des Wakuden Muromachi eine gefrorene Seeaalrolle hauchdünn auf, drapiert die Scheiben auf knackigem grünen Gemüse. Darüber verteilt er Mus von sauren Umeboshi-Pflaumen sowie Shiso-Blüten.

Vor fast 150 Jahren in Tango, nördlich von Kyoto, gegründet, mischte das mittlerweile Michelinstern-prämierte Wakuden nach dem Umzug in die Stadt 1982 die örtliche Restaurantszene auf. Gemäß der Kochtradition aus Tango werden Gerichte sehr geradlinig zubereitet. „Wir verbinden hier das Beste vom Land mit dem Besten von Kyoto“, erklärt Fujiyama. Und das gern mit raren Zutaten wie gegrillten Seegurken-Eierstöcken. Hauptsache frisch: Das Gemüse ist biologisch angebaut, die Fische werden selbst geangelt, bei der Reisernte packen alle Mitarbeiter mit an. Und an Themenabenden bekommen die Gäste an Fujiyamas Stelle das Messer in die Hand.

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Seeaal (Hamo).

Wenn Chefkoch Fujiyama sein Messer niederdrückt, ertönt ein Knacken. Der bis zu zwei Meter lange Seeaal – auf Japanisch Hamo genannt – habe rund 3.500 Gräten, erklärt der Chefkoch. Von Profis wie ihm in millimeterdünne Scheiben geschnitten, ist beim Verzehr jedoch nichts davon zu spüren. Der Hamo gilt als Herbst-Bote. Seinen wichtigen Status in der Kyoto-Küche verschaffte ihm seine lange Haltbarkeit. Während andere Fische früher für den Transport in das 100 Kilometer im Landesinneren liegende Kyoto erst mit Salz konserviert werden mussten, blieb der Seeaal lange frisch.

Seeaal (Hamo).

Wenn Chefkoch Fujiyama sein Messer niederdrückt, ertönt ein Knacken. Der bis zu zwei Meter lange Seeaal – auf Japanisch Hamo genannt – habe rund 3.500 Gräten, erklärt der Chefkoch. Von Profis wie ihm in millimeterdünne Scheiben geschnitten, ist beim Verzehr jedoch nichts davon zu spüren. Der Hamo gilt als Herbst-Bote. Seinen wichtigen Status in der Kyoto-Küche verschaffte ihm seine lange Haltbarkeit. Während andere Fische früher für den Transport in das 100 Kilometer im Landesinneren liegende Kyoto erst mit Salz konserviert werden mussten, blieb der Seeaal lange frisch.

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Genieße lieber in Ruhe.

Wer nicht genau hinsieht, könnte den Eingang beim Schlendern durch die hinteren Gassen von Gion, dem traditionellen Vergnügungsviertel in Kyoto, glatt übersehen. Er habe ganz bewusst auf ein großes Schild verzichtet, sagt Zenya Imanishi. „Das Zen-Café soll ein ruhiger Ort zum Ausspannen sein, ein Geheimnis.“ Es ist der perfekte Ort, um die Seele baumeln zu lassen. Der 43-jährige Chef von Kagizen, dessen Familie seit 300 Jahren Kyogashi, die traditionellen Süßigkeiten von Kyoto, herstellt, serviert dort zum Beispiel warme Kuzuyaki aus Pfeilwurz mit karamellisiertem Wasanbon-Zucker. Bei der Farbpalette seiner Süßwaren orientiert sich Imanishi am Geschmack, der Kyoto in so vielen Bereichen auszeichnet: nicht zu laut, manchmal mehr symbolisch als realistisch. Bis Ende der Edozeit Mitte des 19. Jahrhunderts war Süßes der gesellschaftlichen Elite vorbehalten, etwa zur Teezeremonie. Heute sind Kyogashi beliebte Mitbringsel oder Gastgeschenke.

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Trinke lieber lokal.

„Es ist ein fantastischer Name“, begeistert sich Masami Onishi über Ki No Bi, den ersten Gin made in Kyoto. Schönheit der Jahreszeiten, heißt das übersetzt. „Ich liebe die Herbstlaubfärbung in Kyoto“, sagt der 72-Jährige, der jahrzehntelang den Geschmack des berühmten Yamazaki-Whisky von Suntory prägte. Mit einem bi­nationalen Team rund um Brennmeister Alex Davies feilt er am perfekten Geschmack. Basierend auf Reisschnaps und Wasser aus Fushimi, Kyotos Sake-Distrikt, sollen lokale Zutaten wie die Yuzu-Zitrusfrucht, Hinoki-Zypressenholz oder grüner Tee bei den Trinkenden das Gefühl von Kyoto auf der Zunge hervorrufen. Es ist eine Liebeserklärung an die jahrhundertealten Traditionen und die Naturschönheit. Der 27-jährige Brite Davies lebt seit Anfang des Jahres in Kyoto und stimmt zu: „Meine liebste Zeit ist morgens um halb sieben, wenn ich am Kamogawa-Fluss entlang zur Brennerei radle.“ Abends genießt er die ausgezeichnete Barszene.

Unterwegs.

Vom berühmten Kiyomizudera-Tempel (1) führt von der Ladenstraße bald rechts ein steiler Abzweig nach unten (Sannenzaka, 2), an nicht unbedingt authentischen, aber hübschen Geschäften und Lokalen vorbei. Am Ninenzaka-Treppenabgang geht’s wieder rechts weg, Richtung Norden. Ein Abstecher zum Kodaiji-Tempel (3) lohnt sich. Mehrmals im Jahr ist dieser abends geöffnet und beleuchtet. Am Maruyama-Park (4) führt Shoppingfreunde der Weg nach links über den Yasaka-Schrein (5) nach Gion (6). Wanderfreudige biegen dagegen rechts ab. Vom Park sowie vom Shorenin-Tempel (7) beginnt ein teils steiler Pfad zum 220 Meter hoch gelegenen Shogunzuka Seiryuden mit einer Aussichtsplattform (8) über Kyoto (30–45 min), die im Herbst und Frühsommer teils auch abends geöffnet ist. Alternativ: eine Fahrt mit dem Taxi.

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Mercedes-Benz magazin - Nur keine Eile.

Wohnen auf dem Fluss.

In Kibune, einem schmalen Flusstal nördlich von Kyoto, ist es im Sommer deutlich kühler als in der Stadt. Wer auf den direkt in den Fluss gebauten Kawadoko-Plattformen traditionelle leichte Kaiseki-Küche bestellt, kann sie bei bis zu zehn Grad niedrigeren Temperaturen genießen. Die meisten Gäste kommen nur tagsüber; doch auch Übernachtungen in traditionellen Unterkünften, den Ryokan, sind möglich. Der 200 Jahre alte Ryokan Ugenta bietet sehr stilvoll designte Zimmer im japanischen oder auch westlichen Stil – mit zwei Etagen. Im oberen Stock hat jedes Zimmer ein privates Bad unter freiem Himmel. Das Frühstück wird bei gutem Wetter auf dem Kawadoko serviert, sonst im Zimmer.

ugenta.co.jp

Wohnen auf dem Fluss.

In Kibune, einem schmalen Flusstal nördlich von Kyoto, ist es im Sommer deutlich kühler als in der Stadt. Wer auf den direkt in den Fluss gebauten Kawadoko-Plattformen traditionelle leichte Kaiseki-Küche bestellt, kann sie bei bis zu zehn Grad niedrigeren Temperaturen genießen. Die meisten Gäste kommen nur tagsüber; doch auch Übernachtungen in traditionellen Unterkünften, den Ryokan, sind möglich. Der 200 Jahre alte Ryokan Ugenta bietet sehr stilvoll designte Zimmer im japanischen oder auch westlichen Stil – mit zwei Etagen. Im oberen Stock hat jedes Zimmer ein privates Bad unter freiem Himmel. Das Frühstück wird bei gutem Wetter auf dem Kawadoko serviert, sonst im Zimmer.

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Bildergalerie.

Gut zu wissen.

Fahren

Wer in Japan Auto fahren will, kommt mit dem internationalen Führerschein nicht weit. Deutsche Fahrer brauchen eine beglaubigte japanische Übersetzung; je nach Nation gelten andere Regeln. In den engen Altstadtgassen von Kyoto fährt man ohnehin lieber Fahrrad. So entdeckt man die Geheimnisse in der alten Kaiserstadt am besten.

Löschen

In den engen Straßen von Kyoto stehen vor vielen Häusern mit Wasser gefüllte rote Eimer. Die Angst vor Bränden, etwa in Folge eines Erdbebens, ist in Gegenden mit den alten Machiya-Stadthäusern aus Holz besonders groß, zum Beispiel im alten Seidenweber-Viertel Nishijin im Norden Kyotos. Viele kaufen sich Schutztafeln gegen Feuer vom örtlichen Schrein.

Zeichnen

Die Tier-Mensch-Karikaturen im Tempel Kozanji gelten als ältester Manga. Die Lesart der Bilder von rechts nach links ist noch heute Standard. Die Comics sind mittlerweile Bestandteil akademischer Forschung: Das Kyoto International Manga Museum bietet auf insgesamt 200 Regalmetern 50.000 Titel zum Lesen an. Die Seika-Universität in Kyoto unterrichtet Doktoranden in Manga-Studien.

Opfern

Das Gion-Matsuri im Yasaka-Schrein im Juli ist eines der drei größten Sommerfeste Japans. Weil dessen Wappen dem Querschnitt einer Gurke ähnelt, ist deren Verzehr im Juli in Kyoto verpönt. Lieber opfert man die Gurken auf dem Feueraltar beim Kyuri-Fuji-Ritual am Tempel Rengeji. Weil die Gurke dem menschlichen Körper ähnelt, soll das Krankheiten im Sommer abwenden.

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