Wunderwagen.

Ein Auto mit dem Komfort einer Premium-Limousine und den Fahrleistungen

eines Sportwagens, das nur 2,1 Liter auf 100 km verbraucht.

Am Anfang ist es fast ein wenig unheimlich.

Man öffnet die Fahrertür, lässt sich auf den Sitz fallen, der Halt gibt und dabei so bequem ist, dass man von nun an für alle Zeiten das Sofa zu Hause hassen wird. Man legt den Gurt an, drückt den Power-Button und die Bremse, legt den Gang ein, drückt auf das Gaspedal. Und dann passiert: nichts. Das heißt, es passiert schon etwas, nur nicht das, was zu erwarten wäre. Der Wagen rollt nach vorne, langsam, ruhig, majestätisch. Aber man spürt keine Motorvibrationen und hört nichts. Man fragt sich: Was passiert hier? Bin ich wach? Ist das die Welt, wie ich sie kenne? Gelten hier noch die normalen Gesetze von Akustik, Trägheit und Schwerkraft? Wer im neuen C 350 e unterwegs ist, stellt sich schnell existenzielle Fragen. Denn das Fahrerlebnis ist außergewöhnlich. Die Plug-in- Hybrid-Limousine verfügt nicht nur über einen Vierzylinder-Ottomotor, sondern auch über einen Elektroantrieb, verbraucht nur 2,1 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer und ermöglicht bis zu 31 Kilometer rein elektrisches Fahren. Also rollt man durch die Stadt – mit 40, 50, 60 Stundenkilometern, der Zeiger des Drehzahlmessers bleibt links unten kleben, der Verbrennungsmotor hat sich noch nicht zugeschaltet.

 

C 350 e:

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 2,4–2,1 l/100km;

CO₂-Emissionen kombiniert: 54–48 g/km.*

Lautlos durch die Nacht.

Es ist schon 22 Uhr. Im Scheinwerferlicht bilden die vertrauten Straßen und Häuser seltsame Schatten. Auch deswegen wirkt alles übernatürlich. Weil das Auto so leise ist, weil das serienmäßige Luftfahrwerk so perfekt abgestimmt ist, scheint der Wagen gar nicht zu fahren, sondern eher zu schweben. Schwerelos durch die Nacht. Die Straßen sind fast leer, man sieht kaum andere Autos, kaum andere Menschen. Aber die wenigen, denen man doch begegnet, starren ausnahmslos dem Wagen hinterher. Wegen der fehlenden Geräusche, klar, das ist einfach noch niemand gewohnt. Die Passanten schauen aber auch, weil der C 350 e einfach ein schönes Auto ist: Die geschwungene Silhouette sieht sportlich aus, aber nicht angeberisch und nicht zu muskulös. Dass es sich um ein Hybrid-Fahrzeug handelt, erkennt man nur an der Klappe für die Steckdose hinten rechts im Stoßfänger. Und diese äußere Eleganz passt perfekt zu den inneren Werten, zum Elektromotor, der Ohren, Mitmenschen, Natur und Umwelt schont.

Alles für diesen Moment.

Aber nur weil das Auto so stilvoll und diskret aussieht, ist es noch lange nicht langweilig. An der Ampel, die gerade auf Grün schaltet, lässt der Wagen so gut wie jedes andere Auto stehen, denn Elektromotoren verfügen ab der ersten Umdrehung über das maximale Drehmoment. Hat man dann erst einmal die Stadt verlassen und ist auf der Einfahrt zur Autobahn, spürt man, bei 70 oder 80 Stundenkilometern, auf dem Fahrpedal einen leichten Widerstand. Tritt man dann das Pedal über diesen Druckpunkt hinaus durch, schaltet sich der Verbrennungsmotor zu und der Wagen schießt nach vorn, als hätte das Auto die ganze Zeit nur darauf gewartet – als hätte es all seine Kräfte aufgespart für diesen einen Moment. Von null auf hundert spurtet der C 350 e in 5,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 Stundenkilometern. Und jetzt staunt man nicht mehr über die leise Diskretion des Wagens, sondern über seinen Speed und seine Spritzigkeit.

Fahrspaß und Vernunft.

Der Boost durch den Elektromotor macht das Auto noch dynamischer. So bekommt man das Gefühl, nicht einfach nur in einem Wagen zu sitzen, der ein bisschen besser und perfekter ist als sein Vorgängermodell. Nein, man glaubt, wirklich eine ganz neue Art von Auto zu fahren, für dessen Stärke und dessen Fähigkeiten man sich immer wieder aufs Neue begeistern kann. Was auch mit den vielen Einstellungsmöglichkeiten zu tun hat, die das Hybridauto von der herkömmlichen C-Klasse unterscheiden. Über einen Schalter auf der Mittelkonsole lassen sich die Betriebsarten wählen, etwa der E-Modus, bei dem man ausschließlich elektrisch fährt; bei „Charge“ wird der Akku während der Fahrt aufgeladen. In der „Hybrid“-Funktion wird jeweils die beste Kombination von Elektro- und Verbrennungsbetrieb genutzt. Über dem Schalter in der Mittelkonsole kann man die Fahrprogramme auswählen. S + steht zum Beispiel für sehr sportliches Fahren mit maximaler Leistung und straffer Abstimmung von Federung und Lenkung.

Das Economy-Programm erlaubt einen möglichst sparsamen Fahrstil. Hat man etwa das Programm Economy und die Betriebsart Hybrid gewählt und als Ziel im Navigationssystem eine Stadt ausgewählt, dann achtet die Elektronik darauf, dass am Ende der Reise noch genügend Strom in der Batterie ist, um im Stadtverkehr emissionsfrei zu fahren.

Grosses Kino.

Das mag vielleicht ein wenig trocken klingen. Aber das kann nur sagen, wer auf dem großen, zentralen Display im C-Klasse-Hybrid die Energiefluss-Visualisierung noch nicht gesehen hat. Dort sieht man auf einer stilisierten Grafik des Autos, wie die unsichtbare Regie bei einer Steigung den Stromer zuschaltet: Aus der im Heck untergebrachten 100-Kilo-Batterie fließt grüne Energie nach vorne. Bei der folgenden Abfahrt kann man dann dabei zusehen, wie die Batterie durch die Bremsenergie wieder geladen wird. Und darüber freut man sich wie ein Kind. Auf dem Bildschirm ist so etwas wie Performance-Art zu sehen, ein Kunstwerk, das zeigt, wie faszinierend moderne Technik ist – und wie sich Gegensätze versöhnen lassen.

Fahrspaß und Vernunft schließen sich eben doch nicht aus, auch nicht Geschwindigkeitsrausch und Ökologie. Wenn man zurück in der Stadt ist und den Wagen geparkt hat, sieht man, dass man oft sehr schnell gefahren ist und viel länger, als man eigentlich wollte. Man sieht aber auch, dass man fast die Hälfte der Strecke elektrisch zurückgelegt hat, was einen auf eigentümliche Art stolz und zufrieden macht. Man hat etwas Neues erlebt, etwas Gutes. Wenn man aus dem Auto steigt und die Verriegelung ein letztes Mal betätigt, blinkt das Auto drei Mal auf. Der Wagen zwinkert, als wolle er sagen: „Das war echt. Das war kein Traum.“

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