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  • Mercedes-Benz: CLS 500 und Mercedes-AMG SLC 43 auf einer Bergstraße in Südspanien.
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    Ein Roadtrip durch Europa: CLS, E-Klasse Coupé und SLC 43.

    Ein Foto-Roadtrip quer durch Europa, von Stuttgart nach Andalusien.

    Mercedes-AMG SLC 43:
    Kraftstoffverbrauch kombiniert: 7,8 l/100 km;
    CO₂-Emissionen kombiniert: 178 g/km.2
    Fotos und Text: Marcus Hoffmann

Grand Tour quer durch Europa.

Die Sonne steht im Zenit, weder Bäume noch die letzten Überreste verfallener Siedlungen bieten einen schützenden Schatten. Das Fotografieren in der Wüste wird zu einer gefährlichen Belastungsprobe. Kein Ort in Europa ist trockener und heißer als die Tabernas-Wüste im Süden Spaniens. So unangenehm die Szene auch klingen mag, sie verspricht famose Fotos und ist eines der Hauptmotive des geplanten Modefotoshootings von Marcus Hoffmann. Zusammen mit seinem Team soll die Anreise „auf Achse“ – also selbst am Steuer – zurückgelegt werden. 2.500 Kilometer durch 6 Länder – quer durch Europa. Der Konvoi aus drei Fahrzeugen, E-Klasse Coupé, Mercedes-AMG SLC 43 und CLS startet in Stuttgart.


Mercedes-Benz E-Klasse Coupé und Model Anna Ponsa Lopez in der kargen bergigen Wüste Südspaniens.
Mercedes-AMG SLC 43 Roadster steht mit offenem Dach vor Bergmassiv in den Rhône-Alpen.

Hochgebirge – Rhône-Alpen und Mont Blanc.

Die Durchquerung der Schweiz gelingt schneller als gedacht. Der Anblick des Genfer Sees beeindruckt, kann aber keinen Zwischenstopp provozieren. Das Ziel ist klar: einmal rund um den Mont Blanc – und dann mitten durch. Bevor der höchste Berg Europas im längsten Tunnel Europas durchquert wird, gilt es, den Reizen ikonischer Wintersportorte wie Chamonix-Mont-Blanc zu widerstehen. Doch es sind nicht nur die baulichen Zeugen des historischen Tourismus, die bis in das 18. Jahrhundert zurückreichen, sondern auch die Symbolik von Chamonix, die das Team hierher verschlagen hat. Direkt unterhalb des Mont-Blanc-Massivs gelegen sieht man in Richtung Süden weder Himmel noch Sonne, sondern nur Steinwand und meistens Wolken. Hier liegen das Zentrum des französischen Alpinismus und der Startpunkt vieler großer Abenteuer.


Höchster Alpenpass – Col de l’Iseran.

Das Infoinstrument zeigt die rapide steigenden Höhenmeter und die gleichsam fallende Außentemperatur an. Zwischen jeder zweiten Spitzkehre ein Kontrollblick auf die aktuelle Temperatur, gefolgt von einem Blick gen Himmel. Keine Wolken, trockene Straße, die Bedingungen sind noch perfekt für die aufgezogenen Sommerreifen. Am östlicher gelegenen und tieferen Stilfser Joch (Stelvio Pass) liegt seit vorgestern ein Meter Neuschnee. Der Col de l’Iseran, den der Konvoi überqueren muss, ist mit seinen 2.764 Metern der höchste befahrbare Gebirgspass in Europa. Die Straße ist fast komplett leer, der Gegenverkehr besteht nur aus ein paar vereinzelten Fahrzeugen. In ein paar Tagen wird man den Pass über den gesamten Winter schließen.


Mercedes-AMG SLC 43 steht vor einem Berg-Tal in den Hochalpen. Karge Landschaft, keine Bäume oder Sträucher. Nur Asphalt und Fels.
  • Mercedes-AMG SLC 43 steht in den Hochalpen neben einem riesigen Felsbrocken, der am Straßenrand zum Stehen kam.
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Mondäne Serpentinen – Seealpen und Monaco.

Ortswechsel, Côte d’Azur: Während Mode-Bloggerin Giulia Carla Beskid und Marcus Termine in Monaco beim Stop-over wahrnehmen, verschlägt es das restliche Team mit den beiden Zweitürern immer tiefer in die Seealpen. Auf Entdeckungsfahrt zu den abgelegenen Bergdörfern führen unzählige Serpentinen über Straßen, die nur geringfügig breiter als die Fahrzeuge sind. Auch der CLS muss sich bis zur Anfahrt des Hotels am Hafen Monte Carlos, Port Hercules, seinen engen Weg bahnen.


360°-Kameras sind in allen drei Fahrzeugen verbaut – und selbst im langsamen Verkehr permanent bei allen an. Während der CLS so Kollisionen mit anderen Mercedes-Benz und Paganis vermeidet, halten sich 30 km entfernt SLC und E-Klasse Coupé Felswände und mittelalterliche Gebäude auf Distanz – in Zentimetern.


Côte d’Azur und Pyrenäen.

Die darauffolgende Durchquerung Südfrankreichs und Spaniens, durch die Pyrenäen bis nach Andalusien, könnte kein größeres Kontrastprogramm sein. Im Team manifestiert sich die erste einhellige Meinung zu den Fahrzeugen: DISTRONIC Plus ist das sinnvollste Feature bei 1.500 Autobahnkilometern.

Das Ziel kommt näher: Almeria, Spanien. Einer der trockensten Orte in Europa. Besonders im Sommer lassen sich hier bei idealen Bedingungen neue Sterne entdecken. Auf dem Calar-Alto nutzt das Max-Planck-Institut hierfür das größte Spiegelteleskop Westeuropas. 70 km südlich und 2.168 Höhenmeter tiefer gelegen ist das Michelin-Testgelände, auf dem die Staubdichtigkeit und Schlechtwegefähigkeiten von Mercedes-Benz bei der Fahrzeugentwicklung erprobt werden.

Das E-Klasse Coupé auf der Autobahn in Bewegung. Die Landschaft der Côte d’Azur verschwimmt im Hintergrund.
CLS 500 steht auf verfallener Fahrbahn inmitten der felsigen Tabernas-Wüste. Im nahen Hintergrund sind E-Klasse Coupé und SLC zu sehen.

Sterne und trockene Luft – Tabernas-Wüste.

Zwischen Testgelände und Gebirge liegt die Tabernas-Wüste. Eine hochgradig surreale Gegend, die völlig aus dem Rahmen der typisch spanischen Topografie fällt. Es ist völlig normal, dass fast jedem diese Landschaft irgendwie bekannt vorkommt, selbst wenn kaum jemand etwas mit der geografischen Lage anfangen kann. Die Fenster des E-Klasse Coupés sind gänzlich geöffnet, aus der Burmester-Anlage erklingen die ersten Töne von Ennio Morricones „The Good, The Bad and The Ugly“. Bei längerem Hinsehen entlarvt sich der vermeintliche Campingplatz am Horizont als Indianerdorf mit angrenzender Westernstadt. Hier gab es zu den Hochzeiten des Western bis zu 16 solcher Filmkulissen-Städte. Über 60 % aller Filme des Genres wurden in diesen Tälern gedreht. Hier sieht es mehr nach wildem Westen aus als in Nevada oder Utah. Das Modefotoshooting kann nun beginnen.