Der Roadtrip mit der G-Klasse führt die Freunde an einige der schönsten und entlegensten Orte der Dolomiten.

Gast-Beitrag: #MBdolomates – Mit der G-Klasse in den Dolomiten.

Auf den Spuren der German Roamers: Folgt den Outdoor-Experten auf ihren Lieblingsrouten durch die Berge Südtirols.

Text: Katalina Präkelt
Fotos: German Roamers
  • Gast-Beitrag: #MBdolomates – Mit der G-Klasse in den Dolomiten.

  • Wenn Fotografen reisen.

    Dichter Nebel auf grünen Wiesen, Fichtenwälder vor zerklüfteten Gipfelgruppen, Wolkenberge über schimmernden Seen: Vor den Kameras der German Roamers zeigt sich Südtirol von seiner besten Seite. Für das perfekte Foto ist den Fotografen kein Weg zu weit: Die German Roamers haben Südtirol erkundet – und verraten jetzt, wo sie das beste Licht, die schönsten Aussichten und den hellsten Sternenhimmel gefunden haben. Johannes Höhn und Max Münch, Mitglieder des derzeit wohl bekanntesten deutschen Instagram-Fotografenkollektivs, haben sich sieben Tage Zeit genommen, um gemeinsam mit vier Freunden und zwei G-Klassen die nördlichste Provinz Italiens zu erkunden. Zu sechst haben sich die Roamers auf den Weg gemacht, der sie von Köln über Stuttgart und Bozen bis in die Berge führte. Und wie nennt man Freunde, die gemeinsam die Dolomiten erkunden? Richtig, Dolomates – #MBdolomates.

    Einen Gang runterschalten.

    Enge Passstraßen schlängeln sich durch die Berge. Das Fahren am Würzjoch oder dem Falzarego-Pass erfordert vollste Konzentration, an vielen Stellen trennen nur Leitplanken die Straße von steil abfallenden Schluchten. Doch die Anstrengung lohnt sich. Ob schneebedeckte Gipfel, wilde Täler oder endlose Wiesen: Hinter jeder Kurve wartet ein neues Naturspektakel. Da muss man auch mal einen Gang runterschalten, um steile Anstiege und Gefälle zu bewältigen: „Kein Problem“, versichert Johannes. „Im Gegenteil. So hatten wir Zeit, die Landschaft wahrzunehmen und konnten immer wieder anhalten, um Fotos zu machen und die Aussicht zu genießen. Die Autos durften aber natürlich auch mal zeigen, was sie können.“

    Von der Frommeralm erreicht man die Kölner Hütte zu Fuß oder mit dem Sessellift. Von dort geht es über Tschagerjoch und Vajolet-Hütte hinauf zu den Türmen.

    Das letzte Licht einfangen.

    Wie schroffe Klippen ragen die Vajolet-Türme in den Himmel. Das Felsmassiv thront über dem Naturpark Schlern-Rosengarten. Spaziergänger schätzen das Gelände ebenso wie Kletterer. „Wir sind am Nachmittag an der Kölner Hütte losgewandert, um das beste Licht zu erwischen“, erzählt Johannes. Das ist geglückt, in der roten Abendsonne erlebten die Bergsteiger die Gipfel in voller Pracht. Der fünfstündige Aufstieg, über Klettersteige und Abstiege, vollbeladen mit Kameras und Stativen? Geschenkt. „Als wir ankamen, waren wir völlig erschöpft. An Jubelschreie war nicht zu denken“, erinnert sich Max. „Wir waren wie erschlagen von der großartigen Aussicht. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, auf dem Gipfel anzukommen und die letzten Sonnenstrahlen zu erleben. Wir haben uns hingesetzt und einfach die Aussicht genossen. Diese absolute Ruhe, die Abgeschiedenheit, das Licht. Jeder Schritt war es wert.“ Er sei noch immer fasziniert: „Keine Kamera der Welt kann einfangen, was man in so einem Moment fühlt.“

    Spiegel des Himmels.

    Schwarzgrüne Tannen und schneeweiße Berge spiegeln sich in der Oberfläche des Karersees wider, der so unberührt daliegt, als sei er aus Glas. „Ich hätte nie gedacht, dass es solche Seen in Europa gibt“, staunt Johannes. „So viel Schönheit an einem Fleck habe ich bislang nur in Kanada gesehen.“ Wer früh genug da ist, kann erleben, wie die Morgensonne die dahinterliegende Latemargruppe rot färbt. „Ein Gipfel nach dem anderen verändert seine Farbe, bis schließlich das ganze Tal erleuchtet ist.“ Auch Max ist hin und weg: „Genau das wollen die German Roamers zeigen. Wunderbare Dinge liegen direkt vor unserer Haustür. Man muss nicht immer ins Flugzeug steigen, um atemberaubende Landschaften zu sehen.”

    Nach den Sternen greifen.

    Umgeben von steinigen Hängen und sanft abfallenden Wiesen liegt auf der Plätzwiese die Dürrensteinhütte – ein Ort, an dem man nicht nur auf dem Weg zum Dürrensteingipfel einkehren, sondern auch die Nacht verbringen kann. „Die Aussicht aus dem Schlafzimmer war atemberaubend“, erzählt Johannes, „das Panorama hat mich umgehauen.“ Abends wandern die Fotografen zum Strudelkopf, um sich dort den Sonnenuntergang anzuschauen. Von dem flachen Grasbuckel aus haben sie einen unverstellten Blick auf die umliegenden Gipfel – auch auf die Drei Zinnen, das ikonische rostrote Wahrzeichen der Dolomiten. Nachts liegt die Plätzwiese, die Teil des Fanes-Sennes-Prags-Naturpark ist, in vollkommener Dunkelheit. „Über uns leuchtete die Milchstraße“, erinnert sich Johannes, „wir konnten gar nicht genug davon kriegen!“

    Brotzeit mit Freunden.

    Wer Berge erklimmt, hat sich den Besuch in einer der urigen Hütten redlich verdient. Zum Glück sind die Hüttenwirte stets gut gerüstet für Gäste aus aller Welt und warten mit Käsenocken, Speckknödeln und Kaiserschmarrn auf erschöpfte Wanderer. „Das Gefühl, mit seinen Freunden etwas geschafft zu haben und sich dann dafür zu belohnen, zählt wohl zu den besten Dingen überhaupt“, erzählt Max. Glaubt man Johannes, sind es nicht nur Essen und Aussicht, die den Hüttenbesuch in Südtirol so einzigartig machen: „Wer Glück hat, kriegt vom Wirt auch einen Schnaps spendiert, darf aber danach leider vorerst nicht mehr G-Klasse fahren.“

    Hochprozentige Kräuterspezialität in einem für die Region typischen Schnapsglas mit Wildblumen-Verzierung – im Hintergrund die Berge.

    Bildergalerie.


    Alle Aussagen in diesem Artikel sind persönliche Meinungen und Eindrücke des jeweiligen Autors und stellen mitunter nicht die der Daimler AG dar.

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