Keine 200 Km vor Kapstadt können die

Into the wild.

Den “Big Five” ganz nah – eine Kurzsafari durch Südafrika im Mercedes-Benz 500 SE.
Fotos & Text: Johannes Förster und Julian Robinet/broken bloke Production

Der Ruf der Wildnis.

Nach einer spannenden Zeit in Kapstadt konnten wir dem Ruf der Natur nicht weiter widerstehen. Wenn die Mother City auch eine Millionenstadt ist, lässt sie einen die Großartigkeit der Wildnis ständig spüren.

Wir machen uns in unserem Retro Rental, einem überkomfortablen Mercedes-Benz W126 500 SE (Baujahr 1991) auf, um die Metropole zu verlassen und uns für zwei Tage den Reizen der Flora und Fauna hinzugeben.

Die Landschaft vor den Toren Kapstadts lädt zu spontanen Kurzsafaris ein.

Auf Kamerajagd nach den 'Big Five'.

Unser Abenteuer führt uns zuerst in einen der nächstgelegenen Game Reserves: von privater Hand geführte Nationalparks, in denen die Möglichkeit besteht, Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Keine 200 km vor Kapstadt befindet sich das Aquila Private Game Reserve der einzige Park in der Region, in dem die „Big Five“ leben: Elefanten, Nashörner, Büffel, Löwen und Leoparden.

Dieser Begriff, der von Großwildjägern geprägt wurde, bezieht sich in erster Linie nicht auf die Körpergröße der Tiere, sondern vor allem auf die Herausforderung, sie zu jagen und zu erlegen – unsere Pirsch verlief natürlich ausschließlich mit den Kameras.

Faszination Wildnis – neben den „Big Five“ Elefanten, Nashörner, Büffel, Löwen und Leoparden können auch Giraffen aus direkter Nähe bewundert werden.

Die goldene Schönheit des Karoo National Parks.

Nach einer Nacht in einer der komfortabel eingerichteten Lodges und einem frühmorgendlichen Kaffee brechen wir auf. Noch vor Sonnenaufgang fahren wir in das gesicherte Gebiet und stehen so im Morgengrauen vor dem ersten Nashorn Paar. Das Erwachen der Landschaft und Tiere zeigt den Karoo National Park in seiner goldenen Schönheit.

Die freundlichen Guides führen uns durch Teile dieses 7500 Hektar großen Areals und berichten uns mit Stolz von dem Nilpferd Nachwuchs. Ehrfurcht und Freude sind wohl die stärksten Gefühle während unserer Safari, neben dem Wunsch natürlich noch ein gutes Bild zu machen. Die Natur der Dinge vereinfacht uns dies zum Glück, da die Tiere gerade am Morgen meist zuverlässig an den verschiedenen Wasserstellen zu finden sind.

Am frühen Morgen ist der beste Zeitpunkt, um die Tiere aus der Nähe beobachten zu können.

Südafrikanische Gastfreundlichkeit.

Schwer beeindruckt von den imposanten Szenerien fahren wir über die gut ausgebaute Nationalstraße zurück gen Süden. Das einzige, das uns hier aufhalten kann, ist die Fast Food Kette Steers mit ihren exzellenten Burgern und die an jeder Tankstelle erhältliche südafrikanische Spezialität Biltong, luftgetrocknetes Rind- oder Wildfleisch. Wir halten uns bei beiden Verlockungen aber zurück, da wir noch eine Verabredung zum Essen im 50 km weiter südlich gelegenen Babylonstoren haben. Dies ist eine der ältesten Kapholländischen Farmen, mit artenreichen Obst- und Gemüsegärten, feiner Küche und einem entspannten Ambiente.

Zu einer kleinen Pause lädt die Weinregion Kapstadts ein.

Umgeben von den markanten Felsen des Drakenstein-Gebirges, genießen wir ein Glas des hausgemachten Rotweins und lassen den Blick über die umliegenden Weinfelder des Cape Winelands gleiten.

Unterwasser-Safari in Hout Bay.

Nach ein paar eher besinnlichen Stunden heben wir dann aber wieder den Abenteuerfaktor an und gehen auf direkte Tuchfühlung mit der Natur. Knapp eine Stunde Fahrt durch atemberaubende Landschaften und wir erreichen die beeindruckendste Bucht des Westkaps: Hout Bay. Von hier aus starten wir mit dem Boot zu einem Tauchgang bei Duiker Island. Die Besucher bekommen eine komplette Tauchausrüstung gestellt, um in dem kalten Atlantikwasser nicht zu frieren. Wohl der einzige Vorteil dieser Temperaturen ist, dass es für Haie quasi unmöglich ist, sich hier aufzuhalten. Sie sind mit der Robbenjagd auf der anderen Seite des Kaps, wo das Wasser wesentlich wärmer ist, beschäftigt. Laut Veranstalter wurde in den letzten 20 Jahren hier noch kein Hai gesehen.

Südafrika verzaubert mit seiner unvergleichlichen Kombination aus schroffen Bergketten, langen Sandstränden und Wüstenlandschaften.
Auch in der Unterwasserlandschaft in den Buchten des Westkaps gibt es Spannendes zu entdecken – und die Neugier ist beidseitig.

Underwater Love.

Die Insel ist besiedelt von unzähligen Robben, die den Eindruck erwecken, dass sie sich bei unserer Ankunft über neue Spielkameraden freuen. Neugierig und in keiner Weise bedrohlich agieren sie mit uns Tauchern. Neben der Begegnung mit den Robben eröffnet sich für uns Tauchneulinge die aufregende und vielseitige Unterwasserwelt mit ihrer urwaldartigen Flora.

Wenn es auch nur ein kurzer Ausflug in die südafrikanische Wildnis war, hat uns dieses Erlebnis die Einzigartigkeit und Großzügigkeit der Natur vor Augen geführt, die in jeder Hinsicht mitreißend und unbedingt zu schützen ist.

Impressionen der Kurzsafari.

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