Autobahnpilot & Co.

  • 10. June 2015
  • Autonomes Fahren
  • Text: Mirjam Bendak

„Intelligent Drive“: Vernetzte Systeme, Sensoren und Algorithmen, die Mercedes-Benz-Fahrzeuge komfortabler, sicherer, sowie effizienter und dynamischer machen.

Schon heute können die Fahrzeuge von Mercedes-Benz dank „Intelligent Drive“ viele gefährliche Situationen im Straßenverkehr erkennen und situationsgerecht darauf reagieren. So etwa der COLLISION PREVENTION ASSIST: Dieses radargestützte Assistenzsystem warnt den Fahrer bei Kollisionsgefahr. Und der weiterentwickelte COLLISION PREVENTION ASSIST PLUS kann sogar autonom bremsen: Wird der Fahrer bei erkannter Kollisionsgefahr trotz Warnleuchte im Kombiinstrument und Intervallton nicht aktiv, leitet das System automatisch eine Bremsung ein.

Was zunächst wie Utopie klingt, ist bereits heute in ersten Projekten im Einsatz.

Darüber hinaus fahren viele aktuelle Mercedes-Benz-Modelle teilautonom im öffentlichen Straßenverkehr, zum Beispiel mithilfe DISTRONIC PLUS mit Lenk-Assistent und Stop&Go-Pilot, der teilautonomes Staufolgefahren beherrscht. Der Aktive Park-Assistent mit PARKTRONIC ermöglicht automatisches Einparken mit aktiven Lenk- und Bremseingriffen in Längs- und Querparklücken.

INTELLIGENT DRIVE VON MORGEN

Bereits in naher Zukunft können drei weitere Features Komfort und Sicherheit in Mercedes-Benz-Pkws ausbauen. Viel Zeit sparen kann der Fahrer etwa mit dem Park-Pilot. Gesteuert über eine App auf dem Smartphone, Tablet oder einer Smartwatch kann das Auto vollautonom zum Parken geschickt werden, während man selbst bereits anderen Aktivitäten nachgeht. Voraussetzung dafür ist ein intelligentes Parkhaus, das in der Lage ist, mit der 360°-Sensorik des Fahrzeugs zu kommunizieren, freie Parkplätze zu identifizieren und das Fahrzeug sicher dorthin zu leiten und einzuparken. Auch enge Parklücken sind so nutzbar, da für Ein- und Ausstieg kein Platz benötigt wird. Denn genauso wie das Fahrzeug autonom einparkt, kann der Fahrer es per App auch wieder aus der Parklücke hinausmanövrieren.

Das zweite Konzept ist ein vorausschauendes Wegleitsystem mit Hilfe von Car2X-Kommunikation. Wir kennen das heute bereits in etwas abgeschwächter Form, wenn uns unser Navigationsgerät vor Staus und hohem Verkehrsaufkommen warnt. Derzeit beziehen die Navi-Systeme ihre Informationen von Radiosendern über Travel Message Channel (TMC) oder über die Polizei oder private Anbieter mit dem General Packet Radio Service (GPRS). Die Zukunft sieht jedoch anders aus. Künftig kommunizieren die Fahrzeuge untereinander bzw. mit der lokalen Verkehrsinfrastruktur und informieren sich vorausschauend über mögliche Hindernisse, so dass unkompliziert alternative Routen gewählt werden können.

Wie beim Parkpilot ermöglicht die 360°-Sensorik des Fahrzeugs auch den Einsatz des Autobahnpiloten. Gerade in Stresssituationen wie Stop&Go-Verkehr übernimmt er die Navigation und entlastet den Fahrer. Der Autobahnpilot beobachtet und bewertet die Fahrsituation, Fahrzeugumgebung und andere Verkehrsteilnehmer und navigiert sicher durch den Verkehr. Geschwindigkeiten werden nicht nur dem fließenden Verkehr angepasst, sondern orientieren sich auch an den Vorgaben der Verkehrsleitstellen und flexiblen Geschwindigkeitslimits.

ERSTER EINSATZ USA

Eine Form des Autobahnpiloten hat Daimler erst vor kurzem in Reno im US-Bundesstaat Nevada vorgestellt. Dort kommt der so genannte Highway-Pilot erstmals in dem Freightliner Inspiration Truck zum Einsatz. Was zunächst wie Utopie klingt, ist bereits heute in ersten Projekten im Einsatz.

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