• Revolutionäre Raumerfahrung.

  • Revolutionäre Raumerfahrung.

    • 6. January 2015
    • Autonomes Fahren
    • Fotos: Daimler
    • Text: Rüdiger Abele

    Mit dem autonom fahrenden Forschungsfahrzeug F 015 Luxury in Motion veranschaulicht Mercedes-Benz seine Vision von individueller Mobilität in der „Stadt 2030+“

    Autofahren ist im Kern vor allem Freiheit: Motor zünden, losfahren. Egal, woher – egal, wohin. Keine andere technische Erfindung gibt dem Menschen die Möglichkeit in kurzer Zeit weite Räume zu erschließen und verschafft ihm so ein ungeahntes Unabhängigkeitsgefühl.

    „ Das Au­to der Zu­kunft wird den Mo­bil­raum neu er­fin­den. “

    ALEXANDER MANKOWSKY

    EINE PRIVATE LEBENSUMGEBUNG, IN DER MAN VIEL ZEIT VERBRINGT

    „Raum ist im Zusammenhang mit dem Automobil ein vielschichtiges Wort. Es beschreibt zum einen, wie der Mensch in der Lage ist, die Umgebung wahrzunehmen, Entfernungen zurückzulegen und Zeit zu durchmessen. Zum anderen ist das Auto selbst ein Raum auf Rädern und oft eine private Lebensumgebung, in der man viel Zeit verbringt“, sagt Alexander Mankowsky, Zukunftsforscher bei Daimler. „Also geht es bei einem Forschungsfahrzeug immer auch darum, wie es das Thema Raum darstellt. Der F 015 Luxury in Motion legt einen Schwerpunkt darauf.“ Letztendlich geht es um einen Blick auf künftige Serienfahrzeuge – die ohnehin mit jeder Fahrzeuggeneration in Sachen Raum immer perfekter und angenehmer werden. Wie das noch steigerungsfähig ist?

    „Ganz einfach“, sagt Mankowsky, „über das Auto der Zukunft. Denn das wird den Mobilraum quasi neu erfinden. Voraussetzung dafür ist eine Zentraltechnologie kommender Autos – das autonome Fahren.“

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    AMBIENTE MIT LOUNGE-CHARAKTER

    Bitte Platz nehmen in der Zukunft: im Forschungsfahrzeug Mercedes-Benz F 015 Luxury in Motion. Im noch fernen Jahr „2030+“, in dem das autonome Fahren längst Alltag ist, finden sich komfortable Antworten auf Mobilitätsfragen. Nehmen wir an, eine vierköpfige Familie startet zu einem Verwandtenbesuch. Die „Saloon Doors“ schwingen großzügig auf – alle Türen ermöglichen einen 90 Grad-Schwenk – und geben den Zugang zu einem außergewöhnlichen Interieur frei. Ein Ambiente mit Lounge-Charakter entfaltet sich, der F 015 Luxury in Motion bietet großzügig Platz und eine wohnliche Atmosphäre noch dazu. Sinnlich-fließende Übergänge und warme, organische Materialien wie offenporiges Nussbaumholz mit formfolgendem Furnier und außerordentlich weiches, helles Nappaleder kontrastieren mit technisch-kühl anmutenden Metall- und Glasoberflächen in klaren Linien. Dreh- und Angelpunkt des innovativen Interieur-Konzepts ist das variable Sitzsystem, das mit vier drehbaren Lounge-Chairs eine Vis-à-Vis-Konstellation ermöglicht. So können die Frontpassagiere während der Fahrt mit den anderen Passagieren von Angesicht zu Angesicht kommunizieren oder bei Bedarf den Blick und Bedienfokus nach vorn richten – auch hier immer noch Voraussetzung für manuelles Fahren. Bei geöffneten Türen heißen die Sessel die Passagiere über eine leicht nach außen geschwenkte Position willkommen: Einsteigen ist sehr bequem und einfach, bevor die Sessel sich auf Fahrposition drehen und die Türen sanft zu schwingen. Das Interieur umfängt die Passagiere wohnlich. Die Tour kann beginnen.

    Der F015 Lu­xu­ry in Mo­ti­on bie­tet großzügig Platz und ei­ne wohn­li­che At­mo­sphäre.

    SITZ SCHWENKT SANFT UM 180 GRAD NACH HINTEN

    Das Antriebssystem wird gestartet, ein F-CELL PLUG-IN HYBRID. Der vorn links sitzende Vater gibt das Startsignal fürs autonome Fahren: Der F 015 checkt die Systeme, gleitet in Richtung Ausfahrt und setzt den Blinker, um auf die Hauptstraße zu rollen. Das Auto wartet noch einen Moment den aktuellen Verkehr ab, dann lenkt es selbständig auf die Fahrspur und beschleunigt auf Stadtgeschwindigkeit. Der Vater hat er ein Lächeln im Gesicht: Ruhig und angenehm rollt die Highend-Limousine dahin. Er bedient einen Knopf am Sitz, wodurch dieser sanft um 180 Grad nach hinten schwenkt Die Familie ist vollzählig im Interieur-Geschehen angekommen.

    DAS AUTOMOBIL WIRD ZUM RÜCKZUGSRAUM

    „Autonomes Fahren ist eine der größten Innovationen seit der Erfindung des Automobils“, sagt Thomas Weber, Vorstandsmitglied von Daimler und verantwortlich für Konzernforschung sowie Mercedes-Benz Cars Entwicklung. „Der Fahrer wird in Situationen entlastet, in denen Fahren wenig Spaß macht, und die gewonnene Zeit im Auto bekommt eine völlig neue Qualität – durch die Freiheit, sich beim Fahren mit anderen Dingen zu beschäftigen als Lenken, Beschleunigen und Bremsen.“ Und Herbert Kohler, Leiter der Konzernforschung und Nachhaltigkeit bei Daimler, ergänzt: „In einer Welt, die von räumlicher Enge und Hektik geprägt ist, wächst der Wunsch der Menschen nach Privatheit und Individualität. Das Automobil wird zum Rückzugsraum. Das autonome Fahren eröffnet diesen Raum mit der Freiheit, die Zeit unterwegs ganz individuell zu nutzen.

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    Das visionäre Forschungsfahrzeug F 015 Luxury in Motion spiegelt diese Maßgaben in allen seinen Details wider. „Es hat die Ausmaße einer S-Klasse des Jahres 2014“, sagt Holger Hutzenlaub, Leiter des Mercedes-Benz Advanced Design Studios in Deutschland. „Das charakterisiert zugleich den Maßstab für Fahrkomfort, Laufruhe und Ausstattung: Das Optimum von allem ist an Bord. Komplett in die Zukunft gedacht sind das Karosseriedesign, das Innenraumkonzept und seine Gestaltung – und natürlich die gesamte Technik.“

    Neue Technologien und Formen der Kommunikation eröffnen eine ganze Reihe ungeahnter Interaktionsmöglichkeiten: nicht nur zwischen den Passagieren, auch zwischen Fahrzeug und Passagieren sowie zwischen Fahrzeug und anderen Verkehrsteilnehmern. Dabei ist die Beziehung zwischen Mensch und Auto so gestaltet, dass das autonome Fahrzeug die Aufgaben übernimmt, die der Mensch nicht leisten möchte oder kann, wie etwa eine permanente 360 Grad-Rundumsicht. Der Mensch hingegen entscheidet, wie schnell sich das Auto bewegen soll oder welches die schönere Strecke ist.

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    FAHRZEUG KOMMUNIZIERT ÜBER LED-LEUCHTMODULE MIT DER AUSSENWELT

    Das Exterieur hat einen monolithischen Charakter. Zusammen mit flächenbündig eingesetzten Seitenscheiben, versehen mit einer fein gerasterten Oberfläche, wirkt es wie aus einem Guss. Über großflächige LED-Leuchtmodule an Front und Heck können unterschiedliche Leuchtfunktionen dargestellt werden. Zugleich kommuniziert und interagiert das Fahrzeug darüber mit der Außenwelt.

    Fußgängern wird etwa im Display signalisiert, dass der F 015 sie „gesehen“ hat. Nachfolgender Verkehr wird je nach Verkehrssituation gewarnt. „Shared Space“ nennt sich das Konzept des verträglichen Miteinanders, das in manchen Städten dieser Welt schon heute ganze Areale ohne Verkehrsschilder hervorgebracht hat – die Verkehrsteilnehmer regeln das gegenseitige Vorankommen unter sich, was erstaunlich geschmeidig und auch mit hoher Sicherheit für alle funktioniert.

    Der F 015 ist darauf ausgerichtet. Ein QR-Code ersetzt zudem das Nummernschild, so sind für die Außenwelt Informationen über das Fahrzeug zugänglich. Zusammen mit dem markanten, schmalen Leuchtenband am Heck wird das Fahrzeug damit zur „Kommunikationszentrale“ auf Rädern.

    DIE GESAMTE FRONTSCHEIBE ALS PROJEKTIONSFLÄCHE

    Ein Blick ins Interieur: Statt Instrumententafel verläuft vorn im Innenraum über die komplette Fahrzeugbreite eine brillante Monitorfläche. Unterstützt wird sie von einer Head-up-Technologie, die zusätzlich nahezu die gesamte Frontscheibe als Projektionsfläche nutzt. Ergebnis: Fährt man mit den Sesseln in Fahrtrichtung, so erhält man vielfältige Informationen als ‚Augmented Reality‘ in die Frontscheibe eingespielt. Natürlich keine Navigationshinweise fürs Abbiegen mehr wie früher, denn das macht das Fahrzeug selbsttätig. Auch keine Parkplatzinformationen – das Auto sucht und parkt von allein. Eingespielt werden Umfeldinformationen – beispielsweise, ob Freunde und Bekannte gerade in der Nähe unterwegs sind und vielleicht Tipps hinterlassen haben, was man als Fahrtunterbrechung besuchen könnte. Oder es taucht die Bestätigung auf, dass am bewährten Drive-In-Café die automatisch bei Fahrtantritt bestellten Heißgetränke genau in dem Moment fertig sein werden, in dem man in die Einfahrt einbiegt.

    KONTINUIERLICHER INFORMATIONSAUSTAUSCH ZWISCHEN FAHRZEUG, PASSAGIEREN UND AUSSENWELT

    Eine zentrale Idee des Forschungsfahrzeugs ist ein kontinuierlicher Informationsaustausch zwischen Fahrzeug, Passagieren und Außenwelt. Hierzu dienen sechs rundum installierte, harmonisch in die Armaturentafel sowie die Rück- und Seitenwände integrierte Displays, die das Interieur zu einem digitalen Erlebnisraum machen – eine perfekte Symbiose von virtueller und realer Welt. „Im F 015 ist Augmented Reality mit einem neuartigen Bedienkonzept über Blickerkennung und Gestensteuerung kombiniert: Kameras verfolgen die Pupillenbewegung und erkennen, wohin man schaut – und der Multimediacomputer bereitet die Monitorinhalte entsprechend auf“, erläutert Peter Lehmann, Abteilungsleiter Forschungsfahrzeuge bei Daimler und Projektleiter F 015, einen Teil der umfangreichen Technik. Die Passagiere können über Gesten oder Berührung der hochauflösenden Bildschirme intuitiv mit dem vernetzten Fahrzeug interagieren. „Sensoren erkennen die Hände der Passagiere und bieten ihnen bequem erreichbare Bedienoberflächen mit jeweils für die Situation passenden Bedienoptionen.“

    DIE MEISTEN FAHRZEUGE AUF DER AUTOBAHN SIND AUTONOM UNTERWEGS

    „Über alle Merkmale ist man in einem perfekten Mobilraum unterwegs, kann jedoch jederzeit auf sehr einfache Weise eine Interaktion mit der Außenwelt starten. So lassen sich weitergehende Informationen zu dem, was man vor den Autofenstern sieht, per Geste ins Fahrzeug hinein und auf die Displays holen. Im Fahrzeug lassen sich per Wischbewegung Bildschirminhalte von einem Monitor auf einen anderen ‚schieben’ – alles ganz einfach und vor allem intuitiv“, erläutert Lehmann. Das Fahrzeug und seine Multimedia-Systeme sowie alle Anwendungen und Inhalte lassen sich aus der Ferne über eine App vorkonfigurieren. So kann man beispielsweise den F 015 selbständig einparken lassen – und ihn sogar an einen bestimmten Ort beordern, um den Nutzer oder auch andere Personen abzuholen.

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    Zurück zur Fahrt der Zukunft. Die Limousine mit der Familie biegt kurz aus dem dichten Stadtverkehr ab und rollt bei einem Drive-In-Café vor. Vier dampfende Becher stehen bereit, die Familie nimmt sie entgegen. Ein Signal genügt und der F 015 Luxury in Motion setzt die autonome Tour fort, fädelt sich selbständig wieder auf der Hauptstraße ein. Die Familie kehrt zu ihrer Beschäftigung zurück, sie hat ein altes Vergnügen neu entdeckt: Brettspiele. Auf dem Tisch in der Fahrzeugmitte liegt eines bereit, und es beginnt eine muntere nächste Runde.

    Ein Kunst­werk äußerst kom­for­ta­blen Rei­sens.

    ÜBERHOLMANÖVER SIND SELBSTVERSTÄNDLICH

    Ruhig fährt das Auto dahin – Beschleunigen, Bremsen und Lenken gehen geschmeidig ineinander über, und es entsteht ein Kunstwerk äußerst komfortablen Reisens. Der F 015 hat die Autobahnauffahrt erreicht, er nimmt Fahrt auf und fädelt sich ein. Der Verkehr fließt gleichmäßig dahin – die meisten Fahrzeuge auf der Autobahn sind autonom unterwegs – angenehm und sicher. Überholmanöver sind für diesen gleichmäßigen Fluss in den Steueralgorithmen der Systeme selbstverständlich vorgesehen. Als die Luxuslimousine eine ausreichend große Lücke erkennt, setzt sie den Blinker, zieht hinein, überholt zügig einen Lastzug und ordnet sich davor wieder ein. Die Sensorik rundherum ist ständig aktiv und überwacht den übrigen Verkehr – gründlicher, als es der Mensch tun könnte, und zudem ermüdungsfrei.

    „Ein solches Geschehen ist für uns aus heutiger Sicht noch ungewohnt und fremd“, kommentiert Alexander Mankowsky das gesamte Szenario. „Daraus resultiert deutlich eine weitere Aufgabe des F 015 Luxury in Motion: Er macht uns vertraut nicht nur mit der ausgefeilten Technik, sondern auch mit zukünftiger Mobilität – und welche Möglichkeiten aus dem autonomen Fahren entstehen.“

    DIE FAMILIE IST INS SPIEL VERTIEFT

    Die Familie ist ins Spiel versunken. Sanfte Musik kommt aus den Lautsprechern. Der Sohn hat einen Stream aktueller Hits gewählt, die über eine mobile Internetverbindung ins Fahrzeug gelangen. Dazu das Klacken der Würfel, das Ziehen der Spielsteine: ein angenehmes Miteinander. Bei Reisegeschwindigkeit 150 km/h.

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    Das Fahrzeug nähert sich der gewünschten Autobahnausfahrt, biegt ab und nimmt die Landstraße. Die Fahrt durch die schöne Natur wird beschaulich. Die Familie ist weiterhin ins Spiel vertieft. Sie merkt nicht, dass, obwohl der F 015 zügig dahingleitet, ein Mercedes-Benz Sportwagen ebenfalls mit einem F-CELL PLUG-IN HYBRID Antriebssystem die Limousine überholt. Der Fahrer an dessen Steuer kostet die hübschen Landstraßen als automobilen Hochgenuss aus – auf die klassische Art mit dem Menschen als aufmerksame Person am Steuer. Die Familie im F 015 Luxury in Motion spielt die Runde in Ruhe zu Ende – Sieg für die Tochter. Kurz danach rollt die Limousine aus und signalisiert über einen melodischen Klang: Das Ziel ist erreicht.

     

    SELBSTFAHREN BLEIBT JEDERZEIT MÖGLICH

    In der Summe aller seiner Eigenschaften gibt das Forschungsfahrzeug F 015 Luxury in Motion einen umfassenden Blick in die Zukunft. „Das autonome Fahren ist eine seiner zentralen Technologien, mit dem Ergebnis etwa einer anderen Raumnutzung und einem damit verbundenen umfassenden Komfort“, fasst Holger Hutzenlaub zusammen. Dabei versteht Mercedes-Benz das autonome Fahren als ein Angebot inmitten aller Assistenzsysteme: Die Funktion lässt sich immer dann einschalten, wenn der Fahrer die Fahrtzeit anders nutzen möchte. Deaktiviert ist selbstverständlich jederzeit das Selbstfahren möglich. So verbindet sich das Angenehme mit dem Nützlichen in einer vollkommen neuen Weise.

    Zukunftsmusik? Sicherlich. Der Tag ist noch fern, an dem autonomes Fahren in der beschriebenen konsequenten Ausprägung möglich sein wird. Noch gilt es beispielsweise diverse komplexe Technikfragen zu lösen, extrem genaue digitale Landkarten zu erstellen, gesetzliche Hürden zu nehmen. Doch Schritt für Schritt kann das autonome Fahren Realität werden – ergänzend zu Systemen, die bereits heute Alltag sind, etwa die DISTRONIC PLUS mit Lenkassistent oder die PARKTRONIC inklusive Parkführung. In diesen und anderen funktioniert das autonome Fahren bereits – alles zudem eingebettet in die Mercedes-Benz Vision vom unfallfreien Fahren. Die ihrerseits über alle Technologie immer mehr in greifbare Nähe rückt.

    Damit ist der F 015 Luxury in Motion ein rollendes Forschungslabor. Inklusive Design: Wie kann eine Luxuslimousine der Zukunft in Interieur und Exterieur aussehen, wenn Technologie eine andere Raumnutzung ermöglicht? Der F 015 Luxury in Motion gibt mögliche Antworten. Damit steht er in der Tradition aller Forschungsfahrzeuge der Marke, die immer mit Zukunftsmerkmalen gespielt und zugleich darüber mögliche kommende Szenarien ausgelotet haben. Immer wieder zentral im Blick: die große Limousine als eine Kernkompetenz von Mercedes-Benz. Der F 500 Mind aus dem Jahr 2003 etwa, der unter anderem ein variables Türkonzept bot. Oder der F 700 von 2007 mit flexiblem Interieur. Eingebettet in diese Tradition kann man den F 015 Luxury in Motion gewissermaßen als die nächste Baureihe ansehen – eine Evolution von Generation zu Generation.

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    DER F 015 LUXURY IN MOTION – DIE ZUKUNFT DES AUTONOMEN FAHRENS

    Autonomes Fahren als Standard: In dieser Zukunft ist das Forschungsfahrzeug Mercedes-Benz F 015 Luxury in Motion angesiedelt. Er ist mit all seinen Merkmalen darauf ausgerichtet. Damit wird der F 015 Luxury in Motion zu einer Art bodengebundener, sich autonom bewegender Raumkapsel.

    Seine inneren Werte kommen voll den Passagieren zugute. Denn wenn man nicht selbst fährt (und die dafür notwendige Technik nicht mehr an Bord ist), entstehen in vielerlei Hinsicht Freiräume. Die Passagiere können sich behaglich einrichten und einer Tätigkeit ganz nach Wunsch nachgehen. Zahlreiche, unauffällig untergebrachte Touchscreens, Gestensteuerung, Augmented Reality, Datenverbindung – der F 015 Luxury in Motion ist tief im Digitalzeitalter unterwegs. Das alles ist aber kein Selbstzweck, sondern eine Anforderung aus dem autonomen Fahren heraus.

    In­no­va­ti­ve Steu­er­tech­nik ermöglicht dem F015, auch kom­ple­xe Ver­kehrs­si­tua­tio­nen selb­ststän­dig zu meis­tern.

    Seine innovative Steuertechnik ermöglicht dem F 015 Luxury in Motion, sämtliche und auch komplexe Verkehrssituationen selbständig zu beherrschen. Losfahren, einfädeln, Abstand halten, lenken, bremsen, überholen – der F 015 erledigt diese Aufgaben mit Bravour. Sogar das selbständige Parken übernimmt der F 015 ohne Zutun des Menschen.

    Hingegen: Wenn der Mensch selbst fahren möchte, kann er es im F 015 Luxury in Motion selbstverständlich tun. Er erhält die vollen Wahlmöglichkeiten – ein wichtiger Wert und Freiheitsgrad, den das Forschungsfahrzeug zur Verfügung stellt.

    Zukunftsweisend ist selbstredend auch das Antriebskonzept. Der F 015 Luxury in Motion ist ein Elektroauto mit F-CELL PLUG-IN HYBRID Antriebssystem. Eine Brennstoffzelle wandelt Wasserstoff in elektrische Energie um – mit Wasserdampf als einzige Emission. Die Gesamtreichweite dieses Elektro-Hybridsystems beträgt 1.100 Kilometer. Davon können rund 200 Kilometer mit der Batterie gefahren werden und etwa 900 Kilometer mit dem Strom aus der Brennstoffzelle.

    Für das autonome Fahren enthält der F 015 das gesamte Wissen, das Mercedes-Benz bereits beispielsweise im 2013 präsentierten S 500 INTELLIGENT DRIVE versammelt hat. Und noch viel mehr. Sensoren arbeiten mit umfangreicher Computertechnik zusammen, um etwa das Fahrzeug exakt zu lokalisieren, das Umfeld zu detektieren und dann über die Fahrzeugsteuerungen die entsprechenden Fahraktionen einzuleiten. Aus heutiger Sicht wirkt es vielleicht magisch, in so einer Raumkapsel unterwegs zu sein. In Zukunft ist es vermutlich eine ganz alltägliche Funktionalität.

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