• Next Generation: Daimler fördert Konstruktionswettbewerb „Formula Student Germany“.

  • Next Generation: Daimler fördert Konstruktionswettbewerb „Formula Student Germany“.

    • 10. December 2015
    • E-Mobilität
    • Illustration: Realgestalt
    • Text: Peter Thomas

    Beim Konstruktionswettbewerb „Formula Student Germany“ treten Mannschaften von Hochschulen aus aller Welt mit selbst entwickelten Rennwagen gegeneinander an. Daimler fördert jedes Jahr zahlreiche Teams durch Sponsoring.

    Die Sonne brennt auf Tribünen und Boxengasse, während Helfer die kompakten Boliden zum Start rollen: Rennfieber herrscht am Hockenheimring. Dann fällt die Startflagge und ein Elektro-Rennfahrzeug sprintet mit insektenhaft sirrendem Antrieb über den Asphalt. Wenig mehr als drei Sekunden braucht der kleine Monoposto für die 75 Meter lange Strecke. Jubel für das Team, das den Rennwagen geplant, finanziert, gebaut und getestet hat. Der Sprint ist eine von acht Disziplinen, die bei der Formula Student Germany (FSG) bewertet werden. Neben Fahrdynamik werden auch gutes Design, eine solide Finanzierung und die überzeugende Präsentation des Businessplans geprüft. Die FSG gibt es seit 2006 für Verbrennermotoren. Vor fünf Jahren kam die Klasse der E-Fahrzeuge hinzu.

    Im August 2015 wurde das zehnte Mal der Konstruktionswettbewerb für künftige Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Studierende anderer Fachrichtungen ausgetragen. Mit dabei waren auch zwölf Teams, die sich erfolgreich für finanzielles Sponsoring und fachliche Unterstützung von Daimler beworben hatten. „Wir engagieren uns bei der Formula Student Germany schon seit vielen Jahren“, sagt Dr. Anna-Maria Karl, Leiterin Global Talent Sourcing der Daimler AG, „denn sie ist die ideale Plattform, um uns mit den Fahrzeugingenieurinnen und -ingenieuren von morgen auszutauschen.“ Die teilnehmenden Hochschulteams bestehen jeweils aus bis zu 40 jungen Frauen und Männern, die verschiedene Fächer studieren. Bei der Entwicklung ihrer Fahrzeuge, dem Austüfteln des Businessplans, für das Einwerben von Sponsorengeldern und bei der Öffentlichkeitsarbeit arbeiten sie Hand in Hand und engagieren sich dabei trotz des dicht getakteten Studienplans mit großer Kraft.

    Das Ergebnis sind faszinierende Rennwagen-Entwürfe, aber auch gute Kontakte zu möglichen Arbeitgebern. Dafür sorgt schon die praxisnahe Zusammenarbeit mit Mentoren aus Unternehmen der Automobil- und Zulieferindustrie. Beim Finale des Wettbewerbs sind zudem andere Mitarbeiter der Firmen als Juroren aktiv und zugleich suchen die Marken mit Ständen den Kontakt zu ihren potenziellen Nachwuchskräften. Je nach Fachrichtung setzen die Studierenden unterschiedliche Akzente. So arbeitet die Mannschaft der Bergakademie Freiberg aufgrund ihrer metallurgischen Kompetenz mit Magnesium als Werkstoff — 2016 soll daraus erstmals ein komplettes Monocoque entstehen. So etwas ist möglich, weil das Reglement eine bunte Vielfalt der Materialien und Lösungen zulässt. Schließlich sollen die Teams zeigen, wie sie mit den Möglichkeiten ingenieurwissenschaftlichen Arbeitens zu überzeugenden Ergebnissen kommen. Für Chancengleichheit sorgen vor allem die technischen Eckdaten für den Motor.

    faszinierende Rennwagen, gute Kontakte

    Hier spielt das Thema Elektromobilität eine zunehmend wichtigere Rolle in der FSG. Denn seit 2010 die elektrisch angetriebenen Rennwagen erstmals an den Start gingen, nimmt ihre Zahl stetig zu — in diesem Jahr kamen 39 E-Monoposto in die Wertung. Ihre Motoren werden von einer Batterie mit Energie versorgt, üblich sind hier 600 Volt Spannung. Die Energieaufnahme ist auf 80 Kilowatt beschränkt. Je nach Entwurf sorgt ein einzelner Motor für Vortrieb, der dann konzeptionell den Ottomotor ersetzt. Immer häufiger besitzen die Fahrzeuge aber zwei oder vier Radnabenmotoren.

    Fahrzeuge mit zwei oder vier Radnabenmotoren

    Daimler fördert die elektromobile Innovationskultur seit sechs Jahren durch die Vergabe des Sonderpreises „Best E-Drive Packaging Award“. Mit ihm wird die überzeugende Integration und Anordnung des elektrischen Antriebsstrangs im Renn-wagen gewürdigt — denn davon hängen in ganz erheblichem Maße die Reichweite, die möglichst schnelle Ladezeit und die Fahrdynamik ab.

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