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Drei Fragen an Gary Paffett.

Emotionen teilen.

An den ersten beiden Rennwochenenden in Hockenheim und Spielberg gab es auch abseits der Strecke einen Schlagabtausch unter den Fahrern. Hat sich hier in dieser Saison etwas verändert?
Gary Paffett: „Die ersten beiden Rennwochenenden der Saison wurden schon immer sehr intensiv geführt. Es gibt viele Berührungen und ist einiges los. In diesem Jahr gehen die Fahrer vielleicht etwas offener damit in der Öffentlichkeit um. Ich persönlich habe nichts gegen junge Fahrer oder Rookies. Ich war generell von der Art des Fahrens überrascht und auch enttäuscht. Dann finde ich es den Fans gegenüber nur fair, wenn wir unsere Gefühlslage zum Ausdruck bringen. Der Motorsport verändert sich und die Fans haben immer mehr Kontakt zu den Fahrern. Deshalb sollten wir Fahrer unseren Teil dazu beitragen und unsere Emotionen mit ihnen teilen. Es ist ja nicht so, dass wir uns voreinander verstecken und hinter dem Rücken schlecht übereinander sprechen. Ich habe zum Beispiel in Spielberg direkt nach dem Rennen unter Männern mit Timo gesprochen. Aber wir alle sollten unsere Meinung viel öfter offen sagen.“

Großartiges Auto.

Reden wir über den Lausitzring. Du hast dort schon dreimal in der DTM gewonnen. Gibt es etwas, das dir an dieser Strecke besonders liegt und kannst du an diesem Wochenende einen weiteren Sieg einfahren?
Gary Paffett: „Ich hoffe es. Wir hatten ein großartiges Auto in Hockenheim und auch in Spielberg fühlte es sich im Rennen gut an. Dort fehlte uns nur leider die Qualifying-Pace. Jetzt freue ich mich darauf, in der Lausitz wieder vorne mitzukämpfen. Mein Ziel ist es, zumindest meinen ersten Podestplatz in dieser Saison einzufahren.

Die Strecke selbst ist ziemlich einzigartig. Es ist der einzige Kurs im Rennkalender, auf dem wir einen Teil eines Ovals befahren. Die Strecke bietet viel Grip und entwickelt sich im Laufe des Wochenendes stark weiter. Ich mache dort nichts großartig anders als sonst, aber ich habe meinen Fahrstil im Laufe der Jahre sicher auf die Strecke eingeschossen.“

Jugendtrainer.

Abseits der Rennstrecke bist du neuerdings Jugendtrainer in deinem örtlichen Tennisverein. Wie kam es dazu?
Gary Paffett: „Meine Kinder mögen Sport genauso sehr wie ich. Ich habe dem Verein bei einigen Wettkämpfen ausgeholfen und der Cheftrainer fragte mich, ob ich das Team nicht managen möchte. Da ich wegen meiner Kinder ohnehin bei den meisten Spielen bin, habe ich zugesagt. Das gibt mir die Gelegenheit, die Spiele zu organisieren und die Spieler auszuwählen. Es macht richtig viel Spaß, mit den Kids zusammen zu arbeiten und zu sehen, wie sie sich weiterentwickeln.“

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