Drei Fragen an Pascal Wehrlein.

Der amtierende DTM-Champion Pascal Wehrlein stattete seinen letztjährigen
Teamkollegen in Hockenheim einen Besuch ab.

  • Drei Fragen an Pascal Wehrlein.

  • Interessante Erfahrung.

    Wie war es, die DTM in Hockenheim als Zuschauer und nicht mehr als Aktiver im Cockpit zu erleben?
    Pascal Wehrlein: „Als die Autos zum ersten Mal rausgefahren sind, war es ein komisches Gefühl. Wenn man drei Jahre lang selbst mitgefahren ist, und die Meisterschaft gewonnen hat, gewöhnt man sich daran, dazuzugehören. Dieses Wochenende habe ich die Autos zum ersten Mal fahren sehen, ohne selbst mitzumischen. Das war ein ungewohntes Gefühl. Natürlich hat es mich gekitzelt. Am liebsten wäre ich selbst eingestiegen und mitgefahren. Aber es war auch cool, alle Fahrer, Teams und Autos von außen zu beobachten.

    Die letzten Jahre war ich immer voll angespannt, hatte einen Tunnelblick auf meine Aufgaben. Diesmal konnte ich hören, was die Fahrer im Funk mit ihren Ingenieuren besprochen haben. Das war eine interessante Erfahrung.“

    Viele Freundschaften.

    Was vermisst du an der DTM, seit du in der Formel 1 startest?
    Pascal Wehrlein: „Die Zweikämpfe sind extrem cool in der DTM, wirklich Rad an Rad. Man kann sich berühren, auf Kontakt fahren. Das geht in der Formel 1 nicht. Die Duelle haben extrem viel Spaß gemacht. Auch habe ich in den vergangenen Jahren viele Freundschaften im Fahrerlager und unserem Team geknüpft. Mit meinen Mechanikern bin ich wirklich gut befreundet. Wir haben nicht nur an der Strecke zusammengearbeitet, sondern sind auch abseits davon Freunde. Alle widerzusehen, war richtig cool.“

    Jeder ist ein Spezialist.

    Du bist aus dem Formelsport in die DTM gewechselt. Was rätst du einem DTM-Rookie wie Esteban Ocon?
    Pascal Wehrlein: Er befindet sich in diesem Jahr in einer ähnlichen Situation wie ich damals bei meinem DTM-Einstieg. Man muss sich erst einmal an die Rennserie und das Auto gewöhnen. Aber es gibt keine großen Probleme bei der Umstellung. Jeder von uns kann ein Rennauto schnell bewegen. Was in der DTM den Unterschied ausmacht, ist, die letzten Zehntel zu finden – das ist schwierig. Auch bei der Setuparbeit benötigt man Erfahrung.

    Von den Fahrern her steht die DTM der Formel 1 in nichts nach. Die Top-Fahrer sind in beiden Serien extrem schnell und sehr schwer zu schlagen. Jeder von ihnen ist ein Spezialist auf seinem Gebiet.

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