Erster DTM-Sieg von Christian Vietoris.

Erster DTM-Sieg von Christian Vietoris.

Christian Vietoris gewinnt den zweiten Saisonlauf der DTM in Oschersleben von Startplatz 16.
  • Erster DTM-Sieg von Christian Vietoris.

  • Für Christian Vietoris ist es der erste Sieg in seinem 34. Rennen in der DTM.

    Spannend und ereignisreich.

    Mercedes-Benz Pilot Christian Vietoris gewann vor 65.000 Zuschauern (am gesamten Wochenende) das zweite Saisonrennen der DTM in der Motorsport Arena Oschersleben. Für Vietoris ist es der erste Sieg in seinem 34. Rennen in der international populären Tourenwagenserie. Das Rennen fand bei schwierigen und wechselhaften Wetterbedingungen statt. Vietoris absolvierte seinen ersten Boxenstopp bereits nach der Einführungsrunde und wechselte auf Regenreifen. In einem spannenden und ereignisreichen Rennen mit drei Safety Car-Phasen stoppte er nur noch einmal und übernahm so kurz vor Rennende die Führung, die er bis ins Ziel verteidigte.

    Auf dem Boden bleiben.

    Aufgrund der schwierigen Wetterverhältnisse und der drei Safety Car-Phasen ging das Rennen nicht über die volle Distanz von 51 Runden, sondern wurde nach der maximalen Renndauer von 75 Minuten beendet. Im Verlauf der 44 absolvierten Rennrunden machte Vietoris 15 Positionen im Vergleich zu seinem Startplatz gut. „Mein erster DTM-Sieg und das unter diesen schwierigen Voraussetzungen und in einem so ereignisreichen Rennen – das ist einfach unglaublich“, sagte Vietoris. „Ich bin überglücklich. Wir hatten auf Regen gehofft, weil unsere Pace im Trockenen noch nicht schnell genug ist. Ein Regenrennen war unsere einzige Chance, heute um den Sieg mitzukämpfen – und diese Möglichkeit haben wir genutzt. Mein Team hat bei den Boxenstopps und der Strategie großartig gearbeitet – dieser Sieg gehört unserer gesamten Mannschaft.

    Im Verlauf der 44 absolvierten Rennrunden machte Vietoris 15 Positionen gut.

    Dennoch müssen wir mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben. Wir wissen, dass wir uns unter normalen Bedingungen noch steigern müssen und genau das wollen wir in den kommenden Wochen Schritt für Schritt umsetzen.“

    Knapp hinter den Podesträngen.

    Paul Di Resta, DTM-Champion von 2010, beendete das zweite Rennen nach seinem DTM-Comeback in dieser Saison als Vierter knapp hinter den Podesträngen. Gary Paffett fuhr als Achter ebenfalls in die Punkteränge. Der erste russische DTM-Pilot in der Geschichte der Rennserie, Vitaly Petrov, schloss sein zweites DTM-Rennen auf Position 17 ab. Der Kanadier Robert Wickens schied nach neun Runden aus. Seine Markenkollegen Daniel Juncadella und Pascal Wehrlein sahen die Zielflagge ebenfalls nicht. Nach seinem Sieg belegt Christian Vietoris mit 25 Punkten den zweiten Platz in der Fahrerwertung der DTM. Er liegt fünf Punkte hinter dem Spitzenreiter Mike Rockenfeller (Audi). In der Teamwertung liegt das Team Original-Teile Mercedes AMG mit 37 Zählern einen Punkt hinter dem Audi Sport Team Phoenix auf dem zweiten Platz.

    Paul Di Resta beendete das Rennen als Vierter.
    Paul Di Resta gewann 2010 die Meisterschaft in der DTM.

    Ich habe alles gegeben.

    Paul Di Resta, 4. Platz: „Heute herrschten wirklich schwierige Bedingungen, doch diese spielten uns sicher in die Karten. Wir hatten uns eine gute Strategie erarbeitet und auch die richtigen Entscheidungen während der Safety Car-Phase getroffen. Für mich war das Rennen trotzdem schwierig. Als ich von der Strecke geschoben wurde, dachte ich schon, das Rennen wäre vorbei. Ich konnte dann doch weiter fahren und habe alles gegeben, um die verlorenen Plätze wieder gut zu machen. Alles in allem können wir mit dem vierten Platz zufrieden sein. Dennoch müssen wir als Mercedes-Benz weiter an dem Auto und unserem Gesamtpaket arbeiten.“

    Unglaubliches Rennen.

    Gary Paffett, 8. Platz: „Das war ein unglaubliches Rennen, das sowohl für die Fahrer als auch für das Team sehr schwierig und unübersichtlich war. Für mich war der gesamte Nachmittag ein Wechselbad der Gefühle. Ich hatte einen phänomenalen Start, war schnell unterwegs und konnte zur Spitze aufschließen. Dann habe ich in Kurve zwei einen Fehler gemacht, bin auf die nassen Kerbs gekommen und habe mich gedreht. In dieser Situation war ich von mir selbst enttäuscht. Ich war wieder hinten und musste mich zurück kämpfen. Dann hat es angefangen zu regnen und wir standen vor der Entscheidung, ob wir die Reifen wechseln sollten oder nicht. Wie jeder weiß, muss man einen Stopp im Boxenstoppfenster machen, nur hat es schon zuvor angefangen zu regnen. Wir haben uns dazu entschieden, draußen zu bleiben. Leider war das die falsche Entscheidung, da die Strecke immer nasser wurde und das Auto nicht mehr richtig zu fahren war.

    Gary Paffett wurde Achter in Oschersleben.

    Als das Boxenstoppfenster offen war, haben wir gleich auf Regenreifen gewechselt. Am Ende wurde ich Achter und wir haben Punkte geholt, die ich vor dem Rennen ehrlich gesagt nicht erwartet hatte. Dementsprechend bin ich einerseits zufrieden, andererseits bin ich immer noch enttäuscht wegen des Fehlers zu Beginn des Rennens.“

    Zweites Rennen in der DTM für Vitaly Petrov.

    So ist Rennfahren.

    Vitaly Petrov, 17. Platz: „Ich bin heute zum ersten Mal bei nassen Bedingungen mit einem DTM-Auto gefahren. Daher brauchte ich einige Runden, um mich an diese Bedingungen zu gewöhnen und um zu verstehen, wie sich das Auto und die Reifen bei Regen verhalten. Bei Bedingungen wie heute und mit all den Safety Car-Phasen ist es sehr schwierig, vorauszusagen, wo man am Ende landen wird.

    Man muss einfach sein Bestes geben. Ich denke, dass ich in meinem mittleren Stint vergleichbare Rundenzeiten wie die Spitze fahren konnte. Daher bin ich ganz zufrieden mit dem Rennen. Jetzt werden wir diese positiven Momente mit nach Budapest nehmen.“

    Scheibenwischer verloren.

    Daniel Juncadella: „Ich bin ganz gut ins Rennen gestartet. Leider verlor ich nach der ersten Safety Car-Phase meinen Scheibenwischer, somit konnte ich hinter den anderen Autos nichts mehr sehen und bin von der Strecke abgekommen. Eventuell hätte ich früher in die Box kommen sollen, aber ob das etwas geändert hätte, ist schwer zu sagen. Ich hoffe, dass ich in Budapest wieder ein schöneres Wochenende erleben werde.“

    Daniel Juncadella fiel in Oschersleben aus.

    Weiter hart arbeiten.

    Pascal Wehrlein: „Das war leider ein enttäuschender Sonntag für mich. Nach meinem neunten Startplatz hatte ich mir für das Rennen natürlich mehr erhofft, vor allem da wir uns im Regen bessere Chancen als im Trockenen ausrechneten. Leider hat es heute nicht sollen sein. Jetzt blicke ich auf das nächste Rennen in Budapest. Bis dahin werden wir weiter hart arbeiten, um unsere Performance weiter zu verbessern.“

    Zweite Saison in der DTM für Pascal Wehrlein.
    Robert Wickens sah die Zielflagge in Oschersleben nicht.

    Gut gestartet.

    Robert Wickens: „Ich bin sehr gut gestartet und konnte mich, wie schon im letzten Rennen, schnell bis in die Top-10 vorarbeiten. Es ist schön, von Anfang an um Punkte zu fahren. Nach dem Boxenstopp auf Regenreifen kam Miguel Molina aus der Box und versuchte, mich innen zu überholen. Ich denke, er war einfach zu schnell und hat mich deshalb getroffen. Dabei wurde mein Auto leider vorne rechts beschädigt. In der nächsten Kurve konnte ich dann nicht mehr lenken und bin in den Reifenstapel gefahren. Es ist schön zu sehen, dass wir bei nassen Bedingungen konkurrenzfähig sind. Wir werden jetzt weiter am Auto arbeiten und freuen uns auf Budapest.“

    Erster Saisonsieg für Mercedes-Benz in Oschersleben.

    Die richtigen Entscheidungen getroffen.

    Wolfgang Schattling, Leiter DTM-Management: „Dieser Sieg tut dem gesamten Team gut. Christian ist ein super Rennen gefahren und unsere Mannschaft hat die richtigen Entscheidungen getroffen. Dennoch dürfen wir nicht vergessen, dass wir unter normalen Bedingungen noch immer einen Rückstand haben, den wir Schritt für Schritt aufholen müssen. Es liegt noch ein langer Weg vor uns. Der Schlüssel zum Erfolg war, dass unser Technikteam in einer schwierigen Phase des Rennens eine super Strategieentscheidung getroffen hat. Vor dem Start konnte niemand damit rechnen, dass wir das Rennen gewinnen würden. Nach der zweiten Safety Car-Phase begannen wir langsam zu hoffen, dass es uns tatsächlich gelingen könnte. Als Mike Rockenfeller gegen Rennende nah an Christian herankam, stieg unser Puls noch einmal an. Umso mehr freuen wir uns, dass es am Ende zum Sieg gereicht hat.“

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