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Formel 1: Großer Preis von Ungarn 2016 – Vorschau.

Die Formel 1-Saison 2016 geht beim Großen Preis von Ungarn in Budapest in ihre elfte Runde.

Wundervolles Gefühl.

Lewis Hamilton: „Es ist ein wundervolles Gefühl, vor deinem Heim-Publikum zu gewinnen. Ich fühle mich noch immer wie im Rausch und möchte diesen Schwung in das kommende Rennwochenende mitnehmen. Seit dem Tiefpunkt von Barcelona konnte ich eine richtig starke mentale Haltung aufbauen. Ich spüre das Feuer gerade in mir lodern. Natürlich habe ich, wie jeder andere auch, gute und schlechte Tage. Aber egal wie, sobald es darauf ankommt, kann ich Negatives in Positives umwandeln. Ich fühle mich vor Ungarn frisch, stark und zuversichtlich. Die Strecke hat meinem Stil aus irgendeinem Grund schon immer gelegen und ich genieße dort stets unglaubliche Unterstützung auf den Tribünen.

Ich kann es kaum erwarten, wieder auf die Strecke zu gehen. In den vergangenen Jahren lief es für mich in Budapest nicht immer rund. Aber ich weiß, dass ich die Pace habe. Das möchte ich diesmal zeigen.“

Duell in vollem Gange.

Nico Rosberg: „Silverstone war an sich ein gutes Wochenende – bis auf die Entscheidung der Rennkommissare nach dem Rennen und den damit verbundenen Positionsverlust. Es war enttäuschend, einen hart erkämpften und verdienten zweiten Platz auf diese Weise zu verlieren. Ich führe die Weltmeisterschaft vor der Saisonhalbzeitmarke an, aber es liegt noch ein langer Weg vor uns. Das Duell mit Lewis ist in vollem Gange. Ich fühle mich selbst und auch im Auto großartig. Auf geht’s! Ich kann den nächsten Zweikampf zwischen uns in Budapest kaum noch erwarten. Die Strecke ist schwierig und stellt dich als Fahrer vor einige Herausforderungen. Das gefällt mir. Jetzt freue ich mich auf ein spannendes und hoffentlich erfolgreiches Wochenende!“

Besonderer Moment.

Toto Wolff, Mercedes-Benz Motorsportchef: „Es war ein ganz besonderer Moment, vor den Augen unserer Freunde und Kollegen aus Brackley und Brixworth auf den Plätzen eins und zwei ins Ziel zu fahren. In Budapest erwartet uns nun eine gänzlich andere Herausforderung. Auf dieser Strecke hatten wir in den vergangenen beiden Jahren nicht gerade viel Glück. Außerdem spielt sie den Stärken unserer Gegner in die Karten. Der Red Bull funktioniert zum Beispiel sehr gut auf Strecken, auf denen ein hoher Luftwiderstand kein so großer Nachteil wie auf anderen Streckentypen ist. Deshalb sind sie im Nassen und auf langsamen Strecken wie dem Hungaroring eine echte Gefahr. Wir müssen eine fehlerlose Leistung zeigen, wenn wir auch hier als Sieger hervorgehen wollen. So langsam beginnt auch die Zeit, in der einige große Entscheidungen getroffen werden müssen – das verkompliziert die Lage zusätzlich. Jede Woche müssen wir analysieren, wie viele Ressourcen wir in Richtung des 2017er Projekts verschieben wollen. Das ist eine knifflige Angelegenheit.

Einige Teams stoppten ihre Weiterentwicklung für 2016 sehr früh – vielleicht schon im Februar, sobald das aktuelle Auto das erste Mal auf die Strecke ging. Dadurch erhielten sie einen Vorteil, da die Lernkurve zu Beginn sehr steil ist. Wenn du ein paar Wochen hinten dran bist, findest du dich am Ende möglicherweise viel weiter hinten wieder. Wir mögen die Hälfte dieses Jahres überstanden haben, aber die harte Arbeit fängt gerade erst an.“

Harte Nuss.

Paddy Lowe, Executive Director (Technical): „Seit die Formel 1-Sommerpause in der Saison 2009 eingeführt wurde, war Ungarn traditionell das letzte Rennen davor. In diesem Jahr füllt Deutschland diese Position aus. Entsprechend fühlt es sich seltsam an, nach Budapest zu reisen, ohne sich auf eine verdiente Pause danach vorzubereiten! Ungarn ist das einzige Rennen, das wir in der V6 Hybrid-Ära der Formel 1 noch nicht gewonnen haben – und der Hungaroring ist eine harte Nuss. Nur 13 der 30 Rennen auf dieser Strecke wurden vom Pole-Setter gewonnen – und das, obwohl das Überholen hier so schwierig wie auf kaum einer anderen Strecke im Kalender ist. Es ist hart für die Fahrer und die Fahrzeuge. Die Umgebungstemperatur liegt teilweise weit über 30 Grad Celsius. Es ist eine Low-Speed-Strecke, weshalb wir, ähnlich wie in Monaco, mit so viel Abtrieb wie möglich fahren werden. In diesem Jahr steht uns hier die superweiche Mischung zur Verfügung. Dieser Reifen ist eine Stufe weicher als die weichste Mischung des vergangenen Jahres. Deshalb erwarten wir im Qualifying einige sehr schnelle Rundenzeiten. Budapest ist eine der schönsten Städte, in die wir im Verlauf des Jahres kommen, und auch die Rennstrecke ist fantastisch. Sie stellt eine Art natürliches Amphitheater dar und ist dadurch besonders toll für die Zuschauer. Sie können von den Tribünen einen Großteil der Strecke gut einsehen. Zu diesem Rennen kommen immer begeisterungsfähige Fans aus ganz Europa. Das gefällt uns ganz besonders. Wir werden unser Bestes geben, um ihnen eine gute Show zu bieten – hoffentlich aber ohne das Chaos aus dem letzten Jahr!“

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