Formel 1: Weltmeister Nico Rosberg

Ankunft der FIA Formel-1-Weltmeister 2016.

Der frisch gebackene Weltmeister Nico Rosberg kam von den Feierlichkeiten in Abu Dhabi in die Heimat des Titelpartners PETRONAS.

  • Ankunft der FIA Formel-1-Weltmeister 2016.

  • Eindrucksvoller Empfang.

    Der frisch gebackene Weltmeister kam direkt von den Feierlichkeiten in Abu Dhabi in die Heimat des Titelpartners PETRONAS, die den ersten Zwischenstopp auf seiner kleinen Weltreise in Folge des Titelgewinns darstellt. Mit dabei waren auch Mercedes-Benz Motorsportchef Toto Wolff, der das Team vertrat, das zum dritten Mal in Folge die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft gewonnen hat, und PETRONAS-Präsident und Group CEO Datuk Wan Zulkiflee Wan Ariffin. Der unumstrittene Höhepunkt des Tages war der eindrucksvolle Empfang, den ihm seine malaysische Familie, Nicos Kollegen bei PETRONAS, im Foyer der PETRONAS Twin Towers bereiteten. Als Nico das Foyer der Firmenzentrale betrat, begrüßten ihn Tausende Mitarbeiter, die seinen Namen sangen und den Weltmeister hochleben ließen. Nico reagierte auf ihre Begeisterung für seinen Erfolg mit einer simplen Antwort: „Unsere WM-Titel sind auch eure WM-Titel – wir haben das gemeinsam erreicht.“

    Formel 1: Nico Rosberg vor den PETRONAS Twin Towers in Malaysia.

    „Die letzten 48 Stunden steckten voller unglaublicher Emotionen und dies ist ein weiteres Highlight für mich“, fügte Nico hinzu. „Das hatte ich absolut nicht erwartet und es haut mich richtig von den Socken! Es ist unglaublich und wundervoll. Die letzten Tage waren recht anstrengend: Nach der Feier in Abu Dhabi bin ich ziemlich K.O. und ich habe auch einige blaue Flecken von der Party mit meinen Freunden. Aber es ist ein fantastisches Gefühl. Ich bin Weltmeister und habe mir damit meinen Kindheitstraum erfüllt.“

    Formel 1: Nico Rosberg.

    Motorsport-Familie.

    „Darauf habe ich seit 25 Jahren hingearbeitet, fast mein gesamtes Leben lang. Am Sonntag war es extrem hart, manchmal sogar ziemlich gewagt, es hätte haarig werden können und dann hätte ich die WM verloren. Danach war es aber fantastisch, das Gefühl mit allen zu teilen, besonders mit meinem Team. Mercedes ist meine Motorsport-Familie in der F1. Wir sind seit dem ersten Tag 2010 zusammen, genauso wie PETRONAS – und nun sind wir die Besten der Welt. Meine besten Freunde kamen nach Abu Dhabi, um mich dort zu überraschen, und dann waren natürlich auch noch meine Eltern da. Es war wahnsinnig emotional, das zu wiederholen, was mein Dad vor 34 Jahren erreicht hat. Meine Eltern hatten ein Video von mir vorbereitet, als ich zum allerersten Mal in einem Gokart gesessen habe. Das hatte ich noch nie zuvor gesehen. Als ich es Sonntagabend in den sozialen Netzwerken gesehen habe, weinte ich wie ein Schlosshund. Denn es erinnerte mich daran, wie stark mich meine Eltern in all diesen Jahren unterstützt haben.“

    Formel 1: Nico Rosberg im Interview.

    Unglaubliche Arbeit.

    „Ich möchte auch einige Worte an Lewis richten. Er ist einer der Besten auf der Welt, ganz sicher sogar einer der Besten aller Zeiten, deshalb ist es unglaublich hart, gegen ihn zu fahren. Es fühlt sich so an, als ob wir das schon seit Ewigkeiten machen würden und er war mir immer einen kleinen Schritt voraus.

    Es nun endlich geschafft zu haben, ihn zu schlagen, ist super. Ich habe größten Respekt vor ihm. Er leistet unglaubliche Arbeit, war in den vergangenen Jahren sehr gut und er kämpfte am Sonntag bis zum letzten Meter. Das machte es extrem hart, aber auch umso schöner hinterher.“

    Formel 1: Mercedes-Benz Motorsportchef Toto Wolff bei der Pokalüberreichung.

    Lebens-Elixier.

    Mercedes-Benz Motorsportchef Toto Wolff fügte hinzu: „Nachdem wir den Gewinn der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft vor einigen Wochen in Brackley und Brixworth gefeiert haben, hatten wir das Gefühl, dass Kuala Lumpur sich als erster Stopp nach Abu Dhabi perfekt anbieten würde. Unsere Freunde bei PETRONAS hatten einen riesigen Anteil an unseren Erfolgen in den vergangenen drei Jahren und diese WM-Titel sind auch ihr Verdienst. Unsere Zusammenarbeit begann 2010 als eine Marketingbeziehung, aber im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus eine tiefverwurzelte Technologiepartnerschaft. Das gilt besonders seit dem Beginn der Hybrid-Ära in der Saison 2014. Ihre Technologien sind das Lebens-Elixier dieses Motors und ich habe selten Menschen getroffen, die motivierter, schwungvoller und ambitionierter waren als sie. Gemeinsam haben wir nun mit beiden Fahrern die Weltmeisterschaft gewonnen, das ist zuletzt McLaren in den 1980er-Jahren mit Senna und Prost gelungen. Dieser Vergleich sagt viel aus über die harte Arbeit, die zum Erreichen dieser Ergebnisse von jedem Einzelnen in Brackley, Brixworth, Stuttgart und Kuala Lumpur investiert wurde. Dazu gehören natürlich auch die Leistungen unserer beiden Fahrer.“

    Zwei Weltklassefahrer.

    „Als wir Lewis und Nico Anfang 2013 als Fahrerpaarung zusammengebracht haben, machten wir von vorneherein klar, dass es keine Nummer 1 geben würde – und das wollten auch sie nicht. Wir wussten, dass wir mit ihnen zwei Weltklassefahrer hatten und wenn wir ihnen die gleichen Möglichkeiten geben würden, um ihr Potenzial auszuschöpfen, würden sie das Beste daraus machen. Gleichzeitig waren wir uns aber der Tatsache bewusst, dass diese Herangehensweise uns manchmal harte Momente bescheren könnte, mit denen wir dann umgehen mussten. Das wussten wir und deshalb akzeptierten wir es als eine Herausforderung, die es wert war, angenommen zu werden. Wenn man sich die Ergebnisse ansieht, die wir seitdem gemeinsam erzielt haben, dann wird klar, dass dies die richtige Herangehensweise gewesen ist. Einer unserer Erfolgsfaktoren war, dass sie sich stetig gegenseitig antreiben. Dadurch legten sie die Messlatte immer wieder ein Stückchen höher. Sie sind geborene Kämpfer und der harte Wettkampf zwischen ihnen war gut für sie, das Team und den Sport.“

    Formel 1: Nico Rosberg im Interview.

    „Zuletzt noch ein Wort zu Nico. Ich habe das Video von seinen ersten Runden in einem Gokart, das er eben erwähnt hat, gesehen. Ich fand es wirklich sehr inspirierend. Wenn wir die Fahrer heutzutage in der Formel 1 erleben, tendieren wir dazu, zu vergessen, welch harte Arbeit dahinter steckt, um sie dorthin zu bringen, wo sie jetzt sind. Wenn ich dieses kleine Kind vor 25 Jahren in einem Gokart sehe, dann erkenne ich wieder, was für ein weiter Weg hinter Nico liegt und was alles nötig war, um seinen Traum zu erfüllen. Er hat so viel Einsatz und Engagement gezeigt, um hierher zu gelangen – das macht ihn zu einem absolut verdienten Weltmeister.“

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