Formel 1: Belgien Grand Prix 2015 – Vorschau.

Die Formel 1-Saison 2015 geht beim Großen Preis von Belgien
in Spa-Francorchamps in ihre elfte Runde.

  • Formel 1: Belgien Grand Prix 2015 – Vorschau.

  • Toller Old-School-Kurs.

    Lewis Hamilton: Es war gut, eine Rennpause einzulegen. Ich habe mich erholt, trainiert und meine Akkus aufgeladen. Aber natürlich trägt man dabei immer dieses Verlangen in sich, wieder rauszugehen und weiterzumachen – besonders nach einem Rennen wie zuletzt in Ungarn. Spa ist eine großartige Strecke, um in die zweite Saisonhälfte zu starten. Es ist einer der richtig tollen Old-School-Kurse mit einer reichhaltigen Geschichte. Die Strecke besitzt hauptsächlich mittelschnelle bis schnelle Kurven.

    Man muss das Gaspedal also für einen Großteil der Runde durchtreten und das macht wahnsinnig viel Spaß. Es ist stets etwas Besonderes, bei einem Klassiker wie diesem ganz oben zu stehen. Deshalb erinnere ich mich noch sehr gut daran. Ich liebe diese Strecke und peile diesmal wieder den obersten Podestplatz an.

    Spektakuläres Racing.

    Nico Rosberg: Die Sommerpause ist eine großartige Gelegenheit für das Team, um die Akkus nach einem harten Start in das Jahr wieder aufzuladen. Nach all der harten Arbeit, um dieses unglaubliche Auto zu bauen, haben sie sich das definitiv verdient. Persönlich würde ich die Zeit aber selbstverständlich viel lieber im Auto verbringen! Ungarn war eine große Enttäuschung und ich bin seitdem heiß, wieder ins Auto zu steigen. In einem so engen Kampf um die Weltmeisterschaft ist jede Möglichkeit, um Punkte gutzumachen, kritisch. Jetzt liegt es an mir, diese Chancen zu nutzen – aber auch, sie mir zu erarbeiten. Das ist definitiv mein Ziel für die zweite Jahreshälfte. Wir haben erst Halbzeit in dieser Saison. Somit ist noch alles offen. Spa ist eine fantastische Strecke. Jeder Fahrer fährt gerne auf diesem Kurs und es gibt dort immer spektakuläre Rennen. Ich freue mich sehr darauf.

    Mehr Punkte als 2014.

    Toto Wolff, Mercedes-Benz Motorsportchef: Zehn Rennen liegen hinter uns, neun noch vor uns. Dabei beginnen wir die zweite Saisonhälfte mit mehr WM-Punkten auf unserem Konto als zum gleichen Zeitpunkt in der vergangenen Saison. Dennoch fällt unser Abstand auf die Konkurrenz geringer aus. Man darf niemals den Fuß vom Gas nehmen. Ungarn hat einmal mehr gezeigt, dass jeder Ausrutscher unseren Gegnern eine Gelegenheit bietet, die sie mit beiden Händen fest ergreifen. Über den Sommer haben wir alle die Chance genutzt, um unsere Akkus aufzuladen. Dabei blieben wir jedoch auf die anstehenden Aufgaben konzentriert. Es gibt noch immer viele Möglichkeiten, um diesen Kampf zu gewinnen oder zu verlieren. Deshalb müssen wir unablässig daran arbeiten, um an der Spitze zu bleiben.

    Beliebtestes Rennen.

    Paddy Lowe, Executive Director (Technical): Die Fans haben Belgien kürzlich zum beliebtesten Rennen des Jahres gewählt und es ist nicht schwer zu erkennen, woran das liegt. Die Strecke ist phänomenal. Sie bietet starke Höhenunterschiede, fordernde Kurven und jede Menge Überholmöglichkeiten. Zudem sorgt bei diesem Rennen das Wetter für gewöhnlich für zusätzliche Spannung. Im Verlauf der Jahre gab es hier einige klassische Regenschlachten. Spa besitzt die längste Runde im Rennkalender. Wenn sich die Wetterbedingungen also im falschen Moment verändern, kann noch ein langer Weg bis zu

    einem Reifenwechsel vor einem liegen. Das hat die Reihenfolge schon oft durcheinandergewirbelt. Die Strecke ist ein guter Prüfstand für das gesamte Auto. Während die schnellen Streckenabschnitte nach einer starken Aerodynamik verlangen, kommt es auf der langen Geraden sowie auf den zahlreichen Bergaufpassagen auf gute Power an. Spa ist neben Monza eine der beiden Strecken, auf der wir eine spezielle Low-Drag-Konfiguration sehen werden - wenn auch nicht in dem Ausmaß wie in Italien. Nach einer verdienten Pause sind wir alle heiß darauf, mit einer starken Performance in die zweite Saisonhälfte zu starten.

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