Nico Rosberg erzielte beim Großen Preis von Belgien den zweiten Platz.

Formel 1: Großer Preis von Belgien.

Nico Rosberg erzielte beim Großen Preis von Belgien den zweiten Platz. Sein Teamkollege Lewis Hamilton fiel aus.
  • Formel 1: Großer Preis von Belgien.

  • Nico fuhr eine Drei-Stopp-Strategie.

    Ein hartes Rennen.

    „Das war ein hartes Rennen“, sagte Nico. „Wir hatten heute die Pace, um zu gewinnen. Aber der Zwischenfall kostete uns ein Spitzenergebnis. Ich bin sehr enttäuscht, denn das war ein schlechter Tag für das Team. Unsere Aufgabe als Fahrer ist es, die Fans zu unterhalten und ihnen eine gute Show zu bieten. Deshalb sind unsere Duelle stets am Limit. Es tut mir sehr leid, dass Lewis und ich uns berührt haben. Aber ich sehe es als Rennunfall an – genauso wie die Stewards. Ich war schneller auf der Geraden und versuchte es außen, da die innere Linie blockiert war. Ich probierte es und bemerkte nach der Berührung, dass mein Frontflügel beschädigt war. Im ersten Moment dachte ich: Das war es. Dann sah ich, dass auch Lewis ein Problem hatte. Das war sehr schade für ihn und das Team. Wir haben uns nach dem Rennen kurz zusammengesetzt, aber es wird noch weitere Meetings geben, um solche Rennen wie heute in Zukunft zu vermeiden.“

    Ich bin enttäuscht.

    „Ich bin enttäuscht von diesem Ergebnis“, meinte Lewis. „Nicht nur mit Blick auf meine WM-Chancen, sondern auch für das Team. Wir hätten heute einen Doppelsieg einfahren müssen. Ich hatte nicht genau verstanden, was eigentlich passiert war, bis ich die Wiederholung gesehen hatte. Ich gab ihm genügend Raum, fuhr die Kurve wie gewöhnlich und plötzlich spürte ich einen harten Schlag von hinten. Ich konnte nichts dagegen unternehmen. Damit war mein Rennen praktisch gelaufen. Ich wollte das Auto vorzeitig abstellen, weil ich die Fahrer vor mir nicht einholen konnte. Ich glaube, dass ich sie selbst nach einer Safety Car-Phase nicht hätte überholen können. Das Auto war recht stark beschädigt und meine Gedanken drehten sich darum, den Motor zu schonen. Wie es weitergeht, ist nicht meine Entscheidung, sondern die der Teamführung. Ich liege jetzt in der WM-Wertung fast 30 Punkte zurück. Das ist ein großer Rückstand, der nur schwer aufzuholen sein wird.“

    Lewis kam in der zweiten Runde wegen eines Reifenschadens an die Box.
    Das Team stand bislang bei jedem Rennen der Saison 2014 auf dem Podium.
    Es wurde jedoch deutlich, dass er zu viel Performance verloren hatte und noch weiter verlor. Deshalb entschieden wir uns dazu, das Auto vorzeitig aus dem Rennen zu nehmen. Insgesamt war es kein guter Tag für das Team. Wir müssen uns stärker darauf konzentrieren, die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft abzusichern.“

    Worst-Case-Szenario.

    „Als die Fahrer sich in der zweiten Runde berührten, erlebten wir unser Worst-Case-Szenario“, erklärt Toto Wolff. „Das kostete uns einen Doppelsieg. In diesem Jahr war es unsere Vorgabe, dass wir die Fahrer frei fahren lassen. Aber Regel Nummer 1 lautet: Berührt euch nicht gegenseitig. Solch eine Berührung so früh im Rennen zu riskieren, ist ein inakzeptables Risiko. Das darf und wird nicht mehr passieren. Nach der Kollision fuhr Nico seinen ersten Stint mit einem stark beschädigten Frontflügel. Er musste ihn wechseln lassen und danach noch einen zusätzlichen Stopp einlegen, weil er sich einen Bremsplatten an seinem linken Vorderreifen eingehandelt hatte, der schon gefährlich war. Danach kämpfte er sich durch das Feld und kam dem Sieg noch beeindruckend nahe. Lewis hatte nach dem Reifenschaden einen beschädigten Unterboden, der ihn viel Performance kostete. Wir ließen ihn für den Fall einer Safety Car-Phase weiter fahren.

    Worst-Case-Szenario.

    „Als die Fahrer sich in der zweiten Runde berührten, erlebten wir unser Worst-Case-Szenario“, erklärt Toto Wolff. „Das kostete uns einen Doppelsieg. In diesem Jahr war es unsere Vorgabe, dass wir die Fahrer frei fahren lassen. Aber Regel Nummer 1 lautet: Berührt euch nicht gegenseitig. Solch eine Berührung so früh im Rennen zu riskieren, ist ein inakzeptables Risiko. Das darf und wird nicht mehr passieren. Nach der Kollision fuhr Nico seinen ersten Stint mit einem stark beschädigten Frontflügel. Er musste ihn wechseln lassen und danach noch einen zusätzlichen Stopp einlegen, weil er sich einen Bremsplatten an seinem linken Vorderreifen eingehandelt hatte, der schon gefährlich war. Danach kämpfte er sich durch das Feld und kam dem Sieg noch beeindruckend nahe. Lewis hatte nach dem Reifenschaden einen beschädigten Unterboden, der ihn viel Performance kostete. Wir ließen ihn für den Fall einer Safety Car-Phase weiter fahren.

    Das Team stand bislang bei jedem Rennen der Saison 2014 auf dem Podium.

    Es wurde jedoch deutlich, dass er zu viel Performance verloren hatte und noch weiter verlor. Deshalb entschieden wir uns dazu, das Auto vorzeitig aus dem Rennen zu nehmen. Insgesamt war es kein guter Tag für das Team. Wir müssen uns stärker darauf konzentrieren, die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft abzusichern.“

    Insgesamt erzielte das Team 2014 19 Top-3-Ergebnisse.

    Zwischenfall ruiniert Nachmittag.

    „Der Start verlief sehr gut“, sagte Paddy Lowe. „Eine Runde später ruinierte der Zwischenfall in Kurve fünf leider unseren Nachmittag. Wir entschieden uns bei Lewis dazu, das Rennen für den Fall einer Safety Car-Phase fortzusetzen. Diese hätte ihm die Gelegenheit gegeben, verlorenen Boden wieder gutzumachen. Dazu kam es allerdings nie.

    Sein Unterboden wurde auf der zweiten Runde von Reifenteilen zu stark beschädigt. Für Nico war es ein Fall von Schadensbegrenzung. Nach all der harten Arbeit, die das Team geleistet hat, ist es eine riesige Enttäuschung, dieses Wochenende mit einem Ergebnis zu beenden, das nicht unserem Potential entspricht.“

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