Formel 1: Großer Preis von Kanada 2015 - Vorschau.

Die Formel 1-Saison 2015 geht beim Großen Preis von Kanada auf dem Circuit Gilles-Villeneuve in die siebte Runde.

  • Formel 1: Großer Preis von Kanada 2015 – Vorschau.

  • Großartige Erinnerungen.

    Lewis Hamilton: „Ich denke, es wurde bereits alles Nötige über Monaco gesagt. Natürlich war es eine riesige Enttäuschung für mich und das Team. Aber wir lernen daraus und blicken gemeinsam nach vorne, wie wir das immer machen. Ich möchte einfach wieder fahren und zurückschlagen. Dafür könnte ich mir keinen besseren Ort vorstellen als Montreal. Dies ist eines meiner Lieblingswochenenden. Das Racing ist fantastisch, die Stadt macht viel Spaß und die Zuschauer sind richtig begeisterungsfähig. Ich hatte in Kanada nicht nur Glück, aber wenn ich ins Ziel gekommen bin, stand ich jedes Mal auf dem Podium. Ich habe einige großartige Erinnerungen daran, unter anderem meinen ersten Sieg. Ich weiß, dass das Team hinter mir steht und ich das Auto habe, um es wieder zu schaffen. Genau das habe ich mir vorgenommen.“

    Guter Kampf.

    Nico Rosberg: „Ich kann es immer noch nicht ganz fassen, dass ich zum dritten Mal in Monaco auf dem obersten Treppchen gestanden habe. Es wirkte alles so unwirklich. Ich glaube nicht, dass ich jemals zuvor schon mal so viel Glück gehabt habe. Das Wochenende hat aber auch gezeigt, dass ich in diesem Jahr in unserem Kampf nachlegen muss. Ich habe nun den Schwung von zwei aufeinanderfolgenden Siegen, aber die Saison ist noch lang. Ich weiß, dass ich noch mehr leisten kann. Es ist noch alles offen. Jetzt geht es nach Kanada. Im vergangenen Jahr war das ein sehr schwieriges, aber auch ein richtig spannendes Rennen für uns.

    Hoffentlich können wir den Problemen aus dem Vorjahr diesmal aus dem Weg gehen. Dann wird es ein weiterer guter Kampf, den die Fans genießen können.“

    Außergewöhnliche Bilanz.

    Toto Wolff, Mercedes-Benz Motorsportchef: „Monaco war für uns alle schwer zu verkraften. Man kann es sich nie leisten, Punkte zu verlieren und dies war eine Erinnerung für uns, dass sich jeder Fehler als kostspielig erweisen kann. Wir müssen jedoch immer daran denken, wie weit wir es gebracht haben, dass wir mit den Plätzen eins und drei in Monaco enttäuscht sind. Demnach tragen wir es als Team mit Fassung, lernen aus unseren Fehlern und blicken jetzt auf das nächste Rennen in Kanada. Die Strecke setzt den Autos stark zu. Die Vorbereitung wird also entscheidend sein. Nico hat im vergangenen Jahr in Montreal eines der Rennen des Jahres gezeigt und Lewis weist dort eine außergewöhnliche Bilanz auf. Wir wissen also, dass wir uns auf sie dort verlassen können. Dennoch gibt es keinen Raum für Selbstgefälligkeit. Unsere Gegner sind bereit und warten nur darauf, um jede sich bietende Gelegenheit auszunutzen. Die Saison ist noch lang und es sind noch viele Punkte zu vergeben.“

    Power und Bremsen.

    Paddy Lowe, Executive Director (Technical): „Es wurde viel über unseren Fehler in Monaco und dessen Folgen diskutiert. Im Sinne des Teams sollte dieser Fehler in den richtigen Zusammenhang gestellt werden. Es war ein einziger Fehler, der in Sekundenbruchteilen auf Basis von falschen Daten begangen wurde. Im Sport dreht sich alles um Entscheidungen in Bruchteilen einer Sekunde. Dabei muss man die Vorteile mit den Risiken abwägen. Diese Entscheidungen gelingen nicht immer. Aber in meinen Augen trifft dieses Team öfter die richtige Wahl als andere. Natürlich müssen wir uns, wie in jedem Bereich, immer weiter verbessern. In diesem Prozess wird der Fehler aus Monaco ohne Zweifel eine Rolle spielen. Blicken wir nun auf Kanada: Dies ist eine der Lieblingsstrecken des Teams. Der Kurs ist mit seinen langen Geraden, größtenteils langsamen Kurven und den damit verbundenen starken Verzögerungen relativ einzigartig. Die Schlüsselfaktoren an diesem Wochenende sind also die Power und die Bremsen! Wir werden bei diesem Rennen neue Power Units einsetzen, die zweiten für jeden Fahrer in diesem Jahr. Unsere ersten Power Units wurden an sechs kompletten Rennwochenenden eingesetzt. Das ist eine unglaubliche Leistung des Teams in Brixworth. Beide Power Units erreichten eine Gesamtdistanz von jeweils mehr als 4.000 km. Wir erwarten, dass unsere Gegner hier ebenfalls neue Power Units einsetzen werden.

    Diese dürfen in diesem Jahr während der Saison durch den Einsatz von Entwicklungs-Tokens verbessert werden. Entsprechend wird es spannend, zu sehen, ob und wie sich das Kräfteverhältnis an diesem Wochenende verändert. Die Strecke in Montreal setzt dem gesamten Fahrzeug stark zu, nicht nur dem Motor und den Bremsen. Deshalb konzentrieren wir uns darauf, beide Autos ins Ziel zu bringen. Das ist uns im vergangenen Jahr leider nicht gelungen. Auch mit Blick auf die Performance sehen wir nichts als selbstverständlich an. Die einzigartige Charakteristik der Strecke bedeutet, dass wir viele Aspekte richtig umsetzen müssen, damit wir Topergebnisse erzielen können.“

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