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Großer Preis von Kanada 2016 - Vorschau.

Die Formel 1-Weltmeisterschaft 2016 geht beim Großen Preis von Kanada
auf dem Circuit Gilles-Villeneuve in ihre siebte Runde.

Motivationsschub.

Lewis Hamilton: Ich kann es noch immer kaum glauben, dass ich meinen 44. Grand Prix-Sieg geholt habe. Im Verlauf meiner Karriere haben viele Menschen sehr hart gearbeitet, damit ich diesen Punkt erreiche. Viel zu viele, um sie hier alle aufzuzählen. Für mich und meine Familie ist das ein ganz besonderer Meilenstein. Ich bin meinen Mechanikern sehr dankbar, dass sie nach einem alles andere als einfachen Saisonstart zu mir gehalten und weiter hart gearbeitet haben. Nach dieser schwierigen Phase war es ein fantastisches Gefühl, wieder ganz oben auf dem Podium zu stehen. Ich hoffe, dass dieses Ergebnis auch bei ihnen einen riesigen Motivationsschub hervorruft. Denn sie haben die gesamte Saison über großartige Arbeit abgeliefert. Noch liegt aber ein langer Weg vor uns. Wir haben in den ersten sechs Rennen gesehen, dass nichts unmöglich ist. Das Blatt kann sich jederzeit wenden. Wir sind ein großartiges Team. Aber unsere Gegner setzen uns so sehr unter Druck wie noch nie zuvor. Deshalb ist es wichtig, weiter an einem Strang zu ziehen und an den Schwachstellen zu arbeiten. Ich habe gezeigt, dass ich so stark wie noch nie bin, und so wird es für den Rest des Jahres auch bleiben.

Auf dieses neue Kapitel freue ich mich. Die Strecke in Montreal hat mir schon immer gelegen. Hoffentlich gelingt es mir, dort erneut so zu glänzen, wie bei meinem ersten Besuch in dieser fantastischen Stadt.

Pech aufgebraucht?

Nico Rosberg: Der Saisonstart war fantastisch. Ich erwartete danach jedoch einige schwierige Rennen und stellte mich darauf ein. Hier kommt die Erfahrung ins Spiel, um mir zu helfen. Beim letzten Grand Prix habe ich hoffentlich in einem Rennen all mein Pech aufgebraucht. Also auf zum nächsten Rennen! Ich freue mich darauf, zunächst zu einem Sponsoren-Event nach Boston zu fliegen. Von dort geht es weiter nach Kanada. Montreal ist eine großartige Strecke und ich bin sicher, dass unser Auto dort ebenfalls top sein wird. Es wird interessant sein, zu beobachten, wie gut Red Bull diesmal ist. Wir hoffen natürlich, dass wir wieder etwas vor ihnen liegen werden. Aber warten wir es einfach ab.

Kein Spielraum.

Toto Wolff, Mercedes-Benz Motorsportchef: Mit dem Rennen in Monaco verbinde ich gemischte Gefühle. Der Sieg war für Lewis die beste Medizin. Nico hatte hingegen eine riesige Portion Pech und erlebte einen harten Nachmittag. Die größte Lehre für uns war jedoch, wie gefährlich uns Red Bull werden kann. Um das Rennen zu gewinnen, benötigten wir eine mutige Strategie, einen Anschub von Lewis und eine noch größere Portion Glück in Form von Daniels langsamem Boxenstopp. Ich habe es schon oft gesagt, aber wir haben in der Weltmeisterschaft keinen Spielraum. Es ist ein kontinuierlicher Kampf, in dem der Druck stetig steigt. Diese Saison war bislang unvorhersehbar und das war großartig für den Sport. Es zeigt, dass die Formel 1 lebt und es ihr gut geht. Aber für uns als Team gibt es definitiv Arbeit zu tun. Wir haben noch Verbesserungsspielraum bei der Zuverlässigkeit. Gleichzeitig wird der Drang nach mehr Performance immer wichtiger. In Monte Carlo erlebten wir den 50. Silberpfeil-Sieg in der Formel 1. Das ist eine großartige Leistung. Wenn wir aber langfristig Erfolg haben wollen, um Mercedes-Benz so unter den legendären Namen unseres Sports zu etablieren, müssen wir härter denn je pushen.

Wertvolle Erkenntnisse.

Paddy Lowe, Executive Director (Technical): Wir verließen Monaco glücklich über unseren vierten Sieg im Fürstentum in Folge. Aber wir waren nicht gänzlich zufrieden, da Nico einen harten Nachmittag erlebte. Wir haben viel Arbeit aufgewendet, um herauszufinden, was der Grund dafür war. Dabei haben wir einige wertvolle Erkenntnisse für die kommenden Rennen gewonnen. Montreal ist eine ungewöhnliche Strecke. Es gibt viele langsame Kurven, die durch eine Reihe an Geraden miteinander verbunden sind. Die Strecke fordert demnach die Power Unit und die Bremsen sehr stark. Sie stellt uns aber auch mit Blick auf die Reifen vor eine sehr knifflige Situation. Denn an diesem Wochenende kommen zum zweiten Mal die ultraweichen Reifen zum Einsatz.

Das sollte zu einem beachtlichen Abfall der Rundenzeiten im Vergleich zum Vorjahr führen. Die Strecke fordert die Reifen jedoch viel mehr als Monaco. Deshalb wird es eine der größten Herausforderungen sein, den UltraSoft bestmöglich im Rennen zu nutzen. Wir freuen uns darauf, wieder nach Kanada zu kommen. Das Rennwochenende ist in jedem Jahr ein fantastisches Erlebnis, bei dem die Stadt zum Leben erwacht. Es ist immer schön, so viele Formel 1-Fans aus Nordamerika zu sehen. Lewis weist eine fantastische Bilanz auf diesem Kurs auf und Nico hat dort 2014 zweifelsohne eine seiner größten Leistungen gezeigt. Im vergangenen Jahr erzielte das Team in Montreal einen Doppelsieg. Uns sollte also ein aufregendes Wochenende bevorstehen.

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