Formel 1: Großer Preis von Monaco 2015 – Vorschau.

Die Formel 1-Saison 2015 geht beim Großen Preis
von Monaco in ihre sechste Runde.

  • Formel 1: Großer Preis von Monaco 2015 – Vorschau.

  • Fantastisches Auto.

    Lewis Hamilton: „Ich hatte in Barcelona nicht mein bestes Wochenende. Platz zwei war somit als Schadensbegrenzung in Ordnung. Gleichzeitig rundete es mit einem Doppelsieg ein weiteres super Ergebnis für das Team ab. Jetzt konzentriere ich mich aber voll auf Monaco. Auf dieses Rennen freut sich jeder und ich ganz besonders. Als Fahrer ist es die größte Herausforderung des Jahres. Wenn du es hinbekommst, ist das Gefühl nur schwer zu überbieten. Es ist entscheidend, vom Start ins Training an einen guten Rhythmus aufzubauen. Man muss ein Gefühl für die Strecke entwickeln und überall millimetergenau fahren. Der kleinste Fehler kann dein gesamtes Wochenende ruinieren. Es kommt rein auf das fahrerische Können und den Mut hinter dem Lenkrad an. Das macht es für mich so besonders. Wie in Spanien habe ich auf dieser Strecke in der Vergangenheit nicht allzu viel Glück gehabt. Aber ich interessiere mich nicht dafür, was einmal gewesen ist oder hätte sein können. Ich möchte in unser fantastisches Auto steigen, hart angreifen und wie immer mein Bestes geben.“

    Gutes Wochenende.

    Nico Rosberg: „Wir haben in Spanien ein perfektes Wochenende erlebt. Für mich war es gut, den Punkteabstand etwas zu verkleinern. Die Saison ist noch lang und alles ist offen. Ich blicke von Rennen zu Rennen. Jetzt geht es nach Monaco, auf die legendärste, spannendste und anspruchsvollste Strecke von allen. Die Atmosphäre ist am gesamten Wochenende etwas ganz Besonderes. Für mich ist es ein Heimrennen und es ist seltsam, zur Strecke zu laufen oder mit dem Roller hinzufahren. Es ist aber auch sehr cool, jede Nacht im eigenen Bett schlafen zu können! Die Strecke besitzt einzigartige Abstimmungsbedürfnisse, von denen wir einige bei den Testfahrten in Barcelona genauer angesehen haben. Der letzte Sektor besitzt dort viele enge Kurven, die repräsentativ dafür sind.

    Das Auto fühlte sich sehr gut an. Deswegen bin ich optimistisch und bereit für das kommende Rennen. Wenn von Beginn an alles rund läuft, sollte es ein gutes Wochenende werden können. Ich freue mich darauf.“

    Bestform.

    Toto Wolff, Mercedes-Benz Motorsportchef: „Barcelona war ein großartiges Wochenende. Die Fahrer haben im Rennen perfekte Arbeit abgeliefert. Schon im vergangenen Jahr haben wir das Pendel zwischen beiden Fahrern hin- und herschwingen sehen und ich denke, dass sich dies 2015 wiederholen wird. Sie sind beide mental stark, robust und hassen es, zu verlieren. Sie werden sich ständig gegenseitig antreiben, um ihre Performance zu steigern und das steigert wiederum die Performance des gesamten Teams. Wir haben in Spanien gesehen, dass unser Auto einen guten Vorteil im engen, dritten Sektor hatte. Entsprechend reisen wir mit einer gewissen Portion Optimismus nach Monaco. Es macht jedoch keinen Sinn, über einen Abstand zur Konkurrenz zu sprechen. Man muss sich jeden Vorteil hart erarbeiten. Das Blatt kann sich sehr schnell wenden, wenn man nicht in Topform ist, ganz besonders in Monaco. Das Wochenende ist eine große Herausforderung für das Team, die Fahrer und das Auto. Es ist aber auch das beste Schaufenster für die Formel 1. Um am Sonntag schnell zu sein, benötigt man ein sauberes Wochenende mit viel Fahrzeit auf der Strecke. Nur dann können sich die Fahrer auf den Kurs einschießen und richtig bis ans Limit gehen. Wir müssen in Bestform sein, wenn wir unsere Formkurve aufrechterhalten möchten.“

    Einzigartige Veranstaltung.

    Paddy Lowe, Executive Director (Technical): „Monaco ist eine einzigartige Veranstaltung. Es ist eine lange Woche. Wir fahren schon am Donnerstag, dafür aber nicht am Freitag. Das Rennen selbst reicht häufig bis an die Zwei-Stunden-Grenze heran, obwohl es mit 260 km anstatt der üblichen 300 km Distanz das kürzeste der Saison ist. Durch die enge und winklige Streckencharakteristik ist der Kurs mit Blick auf die Höchstgeschwindigkeiten vergleichsweise langsam. Für die Fahrer ist er allerdings alles andere als langsam. Es gibt keine Stelle, an der sie sich entspannen könnten. Sie versuchen andauernd, der nächsten Leitplanke fernzubleiben. Dabei nehmen sie regelmäßig Einstellungen am Lenkrad vor und greifen mit dem Auto so hart wie möglich an. Das ist auch für das Fahrzeug extrem fordernd. Es muss mit vielen Gangwechseln und der welligen Oberfläche zurechtkommen. In Monaco kommt zum ersten Mal in dieser Saison die superweiche Reifenmischung zum Einsatz.

    Aber selbst damit wird es eine Herausforderung, die Reifen auf Temperatur zu bringen. In den vergangenen beiden Jahren hatten wir ein gutes Auto in Monaco. Auch das diesjährige Modell ist in langsameren Kurven stark. Es ist eine echte Fahrerstrecke und uns sollte am gesamten Wochenende ein spannendes Teamduell bevorstehen. Überholen ist äußerst schwierig. Demnach wird es entscheidend sein, eine gute Runde im Qualifying hinzulegen.“

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