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Großer Preis von Monaco 2016 - Vorschau.

Die Formel 1-Weltmeisterschaftssaison 2016 geht am kommenden Wochenende
beim Großen Preis von Monaco auf dem Circuit de Monaco in ihre sechste Runde.

Wieder aufstehen.

Lewis Hamilton: Barcelona war ein fürchterliches Gefühl. Aber wie heißt es so schön? Entscheidend ist, dass man immer wieder aufsteht, wenn man hingefallen ist. Das waren sehr harte Momente für uns alle nach dem Rennen. Aber dieses Kapitel ist nun geschlossen und wir blicken nur noch nach vorne auf Monaco. Es ist ein unglaubliches Gefühl, mit dem Auto durch diese Straßen zu tänzeln, und der beste Nervenkitzel, den man in einem Rennwagen erleben kann. In den vergangenen Jahren habe ich in Monaco nicht gerade die besten Ergebnisse eingefahren. Letzte Saison habe ich jedoch gezeigt, dass ich die Pace besitze, um es zu schaffen. Das Wochenende ist ganz anders als die restlichen. Es ist einen Tag länger, im Hafen liegen die Boote vor Anker und ich kann zuhause schlafen.

Das macht Spaß und sorgt für einen ganz anderen Rhythmus als während dem Rest der Saison. Nun gehe ich mit nur einem einzigen Ziel vor Augen in dieses Wochenende.

An einem Strang.

Nico Rosberg: Ich war nach den Ereignissen von Spanien schwer enttäuscht – persönlich, aber allem voran für das Team. Wir ziehen an einem Strang und ich weiß, wie hart jeder Einzelne arbeitet, um diese unglaublichen Autos zu bauen. Wenn wir dann mit beiden Autos im Kiesbett landen, ist das für uns das denkbar schlechteste Szenario. Aber wir haben darüber gesprochen. Jetzt ist es an der Zeit, es hinter uns zu lassen. Monaco ist eines meiner Heimrennen und die ultimative Fahrer-Strecke. Ich bin in der Stadt aufgewachsen und lebe noch immer hier. Das macht es für mich zu einem ganz besonderen Wochenende. Ich verbinde mit jeder Kurve Erinnerungen, die bis in meine Schulzeit zurückreichen. Während des gesamten Wochenendes erhalte ich immer großartige Unterstützung durch meine Familie, Freunde und Fans. Das gibt mir einen zusätzlichen Schub. Es war fantastisch, hier in den vergangenen drei Jahren zu gewinnen. Aber ich weiß, dass es schwierig wird, das zu wiederholen. Denn Lewis, Ferrari und Red Bull sind sehr stark. Ich bin jedoch zuversichtlich. Auf geht’s!

Mehrere Gegner.

Toto Wolff, Mercedes-Benz Motorsportchef: Barcelona war offensichtlich schwer zu verkraften. Wir waren enttäuscht, diese Chance vergeben zu haben. Aber so ist der Rennsport. Die Fahrer kennen unsere Maxime. Das Team ist dafür verantwortlich, ihnen die bestmöglichen Autos zu geben. Sie wiederum sind dafür zuständig, das Beste aus ihnen herauszuholen – und sie ins Ziel zu bringen. Wenn wir sie im Stich lassen, entschuldigen wir uns dafür bei ihnen. Umgekehrt ist es genauso. Das ist ein ganz normaler Umgang miteinander. Wir setzen uns gemeinsam mit Rückschlägen auseinander und lassen sie hinter uns. Jetzt geht es nach Monaco. Dort erwartet uns eine ganz andere Herausforderung. Unsere Rivalen haben erneut Fortschritte gemacht, wodurch unsere Aufgabe noch schwieriger geworden ist. In Barcelona ging Red Bull aus einem engen Fight mit Ferrari als Sieger hervor. Damit steht fest, dass wir es mit mehreren Gegnern zu tun bekommen. Wir können es uns nicht leisten, nachzulassen. Deshalb müssen wir zusammenhalten, stark bleiben und an diesem Wochenende gestärkt zurückschlagen.

Einzigartig.

Paddy Lowe, Executive Director (Technical): Monaco ist eine einzigartige Rennstrecke, für die das Auto ebenso einzigartige Charakteristiken aufweisen muss. Deshalb darf man nie mit zu großer Zuversicht in die Performance seines Pakets in dieses Rennwochenende gehen. Das Selbstvertrauen wächst im Laufe des Wochenendes, wenn das Team das Feintuning des Autos verbessert und sich die Fahrer immer mehr auf den Kurs einstimmen. Auf dieser Strecke ist das Training so wichtig wie auf keiner anderen im Rennkalender. Die Fahrer benötigen jede Minute, die sie bekommen können, um ihren Rhythmus zu finden. Nur dann können sie die ultimative Qualifying-Runde hinlegen. Diese ist hier besonders wichtig, da das Überholen äußerst schwierig ist. Der Fahrer muss das Auto in jeder Kurve millimetergenau platzieren. Es gibt keinerlei Spielraum für Fehler. In Monaco kommt das Können der Fahrer zum Vorschein. Dennoch spielt das Team auch hier eine entscheidende Rolle. Es muss sicherstellen, dass das Auto an die besonderen Anforderungen der Strecke angepasst ist und der Fahrer genügend Vertrauen besitzt, um ans Limit zu gehen. An diesem Wochenende kommt zum ersten Mal der ultraweiche Reifen zum Einsatz. Das ist ganz besonders interessant, weil in den vergangenen Jahren selbst

die superweiche Reifenmischung zu hart für diese Strecke gewesen ist. Wir freuen uns darauf, herauszufinden, welche Rundenzeitverbesserung das mit sich bringen wird. Wer weiß, vielleicht gibt es ja sogar einen neuen Rundenrekord? Wir erwarten jedenfalls einen engen Kampf zwischen Ferrari, Red Bull und uns. Demnach benötigen wir ein perfektes Wochenende, um an der Spitze zu stehen.

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