Lewis Hamilton erzielte in Ungarn den elften Podestplatz des Teams in dieser Saison. Nico Rosberg wurde Vierter.

Formel 1: Großer Preis von Ungarn.

Lewis Hamilton erzielte in Ungarn den elften Podestplatz des Teams in dieser Saison. Nico Rosberg wurde Vierter.
  • Formel 1: Großer Preis von Ungarn.

  • Großartiges Ergebnis.

    „Das ist ein großartiges Ergebnis“, sagte Lewis. „Ich gab alles, um so weit nach vorne zu gelangen wie möglich. Nach dem gestrigen Tag war es ein Fall von Schadensbegrenzung. Ich kann den Schmerz kaum in Worte fassen, den ich verspüre, wenn wir solche Probleme wie bei den vergangenen Rennen haben. Das ist schwierig zu verkraften. Umso härter ist es, am nächsten Tag direkt zurückzuschlagen. Die beiden Safety Car-Phasen haben mir sehr geholfen. Ich war an diesem Wochenende schnell und hatte die nötige Pace. Es bestand also die Chance auf mehr Punkte. Ich fuhr ein Rennen gegen Nico. Wenn ich ihn vorbeigelassen hätte, hätte er davon ziehen und mich später überholen können. Ich habe nicht verstanden, warum das Team mich gefragt hat, das zu tun. Denn er kam nicht nahe genug heran, um mich zu überholen. Ich wollte hingegen nicht vom Gas gehen, um keinen Boden auf Fernando zu verlieren. Herzlichen Glückwunsch an Daniel und Fernando. Am Ende ging es sehr eng zu. Es war sehr schwierig,

    Das Team stand bislang in jedem Rennen der Saison 2014 auf dem Podium.

    Nico hinter mir zu halten. Er holte mich mit riesigen Schritten ein und machte fast drei Sekunden pro Runde gut. Die Aufholjagd zeigt, wie großartig dieses Auto und dieses Team sind. Dieses Ergebnis ist viel befriedigender als ein leichter Sieg. Ich befinde mich zu Beginn der Sommerpause noch immer im Titelkampf. Das ist ein sehr gutes Gefühl.“

    Nico Rosberg fuhr eine Drei-Stopp-Strategie mit Stopps in den Runden 9, 32 und 56.

    Nach der Sommerpause werde ich wieder angreifen.

    „Das war ein enttäuschender Nachmittag für mich“, sagte Nico. „Leider funktionierten einige Dinge nicht nach Plan. Im Rennen ging es für mich auf und ab. Zu Beginn hatte ich alles unter Kontrolle. Leider verlor ich durch das Safety Car die Führung. Ich verpasste die Boxeneinfahrt ganz knapp und konnte deshalb nicht hereinkommen. Nach der Safety Car-Phase hatte ich einige Schwierigkeiten mit den Bremsen. Es war nicht einfach, damit umzugehen. Das kostete mich einige Positionen. Danach konnte ich voll angreifen. Mein letzter Stint war großartig. Am Ende hatte ich eine Gelegenheit, um Lewis auf der letzten Runde zu überholen. Aber es hat leider nicht geklappt. Das ist eine riesige Enttäuschung für mich. Jetzt müssen wir uns zusammensetzen und intern analysieren, was schief gelaufen ist. Positiv ist, dass ich die Weltmeisterschaft noch immer anführe. Nach der Sommerpause werde ich wieder angreifen.“

    Schwieriges Rennen.

    Toto Wolff fasste das elfte Saisonrennen zusammen: „Die Safety Car-Phasen waren für die einen von Vorteil, für die anderen weniger. Die drei Führenden vor der Safety Car-Phase beendeten das Rennen auf den Plätzen vier, sieben und acht. Als Nico hinter dem Safety Car lag und nicht an die Box konnte, hat er viele Positionen verloren. Das heutige Ergebnis war nur durch die großartigen Leistungen von Lewis und Nico möglich. Wir haben die Plätze drei und vier auf einer Strecke belegt, auf der es sehr schwierig ist zu überholen. Angesichts der Umstände waren das die bestmöglichen Platzierungen, die wir erreichen konnten. Leider hatten wir erneut Zuverlässigkeitsprobleme am Auto von Lewis. Außerdem mussten wir während des Rennens einige sehr schwierige Entscheidungen treffen. Wir müssen uns auch zusammensetzen und die Situation besprechen, in der wir Lewis baten, Nico vorbeizulassen. Das werden wir aber wie gewohnt in aller Ruhe machen. Dabei werden wir jegliche

    Das Team führt die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft vor der Sommerpause und den verbleibenden acht Rennen mit 174 Punkten Vorsprung an.

    Verwirrung oder Missverständnisse aus dem Weg räumen. Es gab so viele Faktoren, die unsere Entscheidungen beeinflusst haben. Wir müssen erst noch herausfinden, ob wir damit richtig lagen oder nicht. Wir sind mit den Plätzen drei und vier nicht zufrieden. Jetzt werden wir alles analysieren, um uns für das nächste Rennen zu verbessern.“

    Lewis Hamilton setzte auf eine Zwei-Stopp-Strategie mit Stopps in den Runden 8 und 39.

    Bestmögliches Ergebnis.

    „Das war ein schwieriges Rennen“, sagte Paddy Lowe. „Allerdings ist es nie einfach, wenn ein Auto aus der Boxengasse starten muss. Mit dem anderen Auto waren wir gut aufgestellt und hatten eine gute Pace. Wir fuhren nach dem Start bei schwierigen Bedingungen einen komfortablen Vorsprung heraus. Dann wurde das Rennen durch das Safety Car auf den Kopf gestellt. Nico steckte plötzlich hinter dem Safety Car fest, weil er vor dessen Einsatz nicht an die Box hereinkommen konnte. Wir setzten bei Nico auf eine Drei-Stopp-Strategie und bei Lewis auf zwei Stopps. Dies führte zu einer Interaktion, die wir beiden Fahrern so gut wie möglich erklärten. Letztlich gelang es uns mit beiden Strategien nicht, das Rennen zu gewinnen. Dafür war der Einfluss der Safety Car-Phasen zu groß. Es gab an beiden Autos einige Schwierigkeiten beim Umgang mit den Bremsen. Am Auto von Lewis gab es zudem ein Problem mit dem Benzindruck. Unter diesen Umständen waren die Positionen drei und vier aber wahrscheinlich das bestmögliche Ergebnis für uns.“

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