Nico Rosberg gelang ein dominanter Heimsieg beim Großen Preis von Deutschland. Lewis Hamilton fuhr auf den dritten Platz.

Formel 1: Rosberg gewinnt in Deutschland.

Nico Rosberg gelang ein dominanter Heimsieg beim Großen Preis von Deutschland. Lewis Hamilton fuhr auf den dritten Platz.
  • Formel 1: Rosberg gewinnt in Deutschland.

  • Nico Rosberg erzielte seinen vierten Sieg in der Saison 2014 und den neunten aus zehn Rennen für das Team.

    Wow, was für ein großartiger Tag.

    Nico erzielte seinen vierten Sieg in der Saison 2014 und den neunten aus zehn Rennen für das Team. Es war ein souveräner Start/Ziel-Sieg. „Wow, was für ein großartiger Tag nach so vielen tollen Ereignissen für mich in dieser Woche!“, sagte Nico. „Ich hatte hier auf einen Sieg gehofft und es klappte perfekt”, sagte Nico. „Mein Silberpfeil war so dominant, vielen Dank an das Team für dieses fantastische Auto. Vor dem Rennen war ich besorgt, dass der Abstand im Rennen ohne das FRIC-System geringer sein würde. Aber wir waren wieder einmal die Schnellsten da draußen. Ich fuhr auf einer Zwei-Stopp-Strategie, die zum Ende der Stints nicht einfach zu handhaben war, weil die Reifen fast aufgebraucht waren. Ich bin so glücklich für Mercedes: Das war der erste Sieg seit vielen, vielen Jahren in Deutschland. Vielen Dank für die Unterstützung hier in Hockenheim, die Fans waren toll. Beim Start sah ich eine La-Ola-Welle, das war großartig. Jetzt freue ich mich auf Ungarn.“

    Besonderes Gefühl.

    Lewis fuhr ein fantastisches Rennen und beendete es auf dem Podium. „Das ist ein besonderes Gefühl und ich bin sehr stolz, dass wir mit beiden Autos für Mercedes-Benz in Deutschland auf das Podium fahren konnten stellvertretend für all die Mercedes-Mitarbeiter und Fans hier an diesem Wochenende”, sagte Lewis. „Aus persönlicher Sicht kann ich nicht allzu begeistert vom Rennen sein, denn das war ein hartes Wochenende für mich. Letztlich habe ich im Kampf um die Meisterschaft weitere Punkte an Nico verloren. Ich bin aber dankbar, dass ich mit einem Podiumsplatz Schadensbegrenzung betreiben konnte. Wenn du quasi als Letzter in der Startaufstellung stehst und keine anderen Autos in deinen Spiegeln siehst, ist es schwer vorstellbar, dass du zwei Stunden später da oben stehen könntest. Ich bin dem Team so dankbar für dieses Auto. Ich ziehe wirklich meinen Hut, dass sie eine Maschine gebaut haben, die solch eine Leistung liefern kann.

    Lewis Hamilton machte vom Start weg 17 Positionen gut und überholte 15 Autos auf der Strecke.

    Um ehrlich zu sein, war es ein ziemlich geradliniges Rennen für mich. Manchmal hatte ich ein paar Probleme, allem zu folgen und zu wissen, wo genau ich beizeiten fuhr. Ich hatte früh einen schönen Kampf mit Kimi und Glück, dass ich mir dabei meinen Frontflügel nicht beschädigte. Der Zwischenfall mit Jenson war dann einfach Pech.“

    Hamilton fuhr ein fantastisches Rennen und beendete es auf dem Podium.

    Große Herausforderung.

    Lewis weiter: „Er war in diesem Jahr so ein Gentleman und bereitete mir beim Überholen nicht viele Probleme, aber war es einfach ein Missverständnis. Ich war nicht nah genug dran für einen Überholversuch, aber in der Kurve fuhr ich auf der Innenlinie. Es sah aus, als ob er zu weit rausgefahren wäre, dann stach er wieder in die Kurve zurück und hat mich dort vielleicht nicht gesehen. Wegen des Schadens verlor ich einiges an Downforce und dadurch wurde es schwierig, auf den linken Vorderreifen zu achten. Ich hatte viel Untersteuern und der Reifen baute schnell ab. Aus diesem Grund wechselten wir von einer Zwei-Stopp- auf eine Drei-Stopp-Strategie. In den letzten Runden holte ich ziemlich schnell zu Valtteri auf, aber er hatte zu viel Speed auf der Geraden um ihn überholen zu können. Ich tue alles Mögliche, um im Titelkampf wieder auf Nicos Level zu gelangen: Ich kann mich nicht noch mehr fokussieren oder härter arbeiten als ich es jetzt schon tue. Diese Meisterschaft ist eine große Herausforderung für mich, aber so liebe ich es.“

    Das fühlt sich wie ein Doppelsieg an.

    Toto Wolff fasste das zehnte Saisonrennen zusammen: „Das fühlt sich wie ein Doppelsieg an, wenn man beachtet, dass Lewis auf dem 20. Startplatz losfuhr. Es war eine magische Fahrt. Es gab ein Missverständnis zwischen ihm und Jenson, das uns das Rennen hätte kosten können. Ich weiß, dass er ein sehr wettbewerbsfähiger Kerl und nie mit Platz drei zufrieden ist. Nico kontrollierte das Rennen von Anfang bis Ende. Er wusste, dass die Aufgabe darin bestand, einen Vorsprung herauszufahren und das Auto heil nach Hause zu bringen – genau das tat er auch. Das war eine brillante Performance von ihm. Es war ein beeindruckendes Rennen und würdig für Deutschland; es ist deutlich zu sehen, dass der Sport lebt – und das gut. Abschließend möchte ich bei diesem Sieg zwei besondere Dinge erwähnen: Zunächst einmal widme ich den Sieg all unseren Kollegen bei Mercedes-Benz, die uns so viel Unterstützung und Hingabe gegeben haben, um dieses Level an Performance zu erreichen. Wir sind stolz, den Stern zu tragen und die beste Automarke der Welt zu repräsentieren.

    Das Team hat nun mehr Punkte (366) in der ersten Hälfte des Jahres erzielt als insgesamt zum Ende des vergangenen Jahres (360).

    Unsere Gedanken sind an jedem Rennwochenende aber auch bei Michael Schumacher, der so viel für unseren Sport in Deutschland getan und so oft hier in Hockenheim gewonnen hat. Er kämpft so wie es nur Michael kann und wir senden all unsere Wünsche und Unterstützung an ihn und seine Familie.“

    Mercedes-Benz Power erzielte sein 298., 299. und 300. F1-Podium.

    Mercedes-Benz Power.

    Mercedes-Benz Power erzielte sein 298., 299. und 300. F1-Podium. „Wir wussten, dass dieser Nachmittag von vornherein eine Herausforderung werden würde“, sagte Paddy Lowe. „Nicht nur, um Lewis von hinten nach vorn zu bekommen, sondern auch wie immer, um die beiden Autos nach Hause zu bringen – und das bei all den System, die gehandhabt werden müssen in einem langen Rennen, bei dem Regen drohte. Nico fuhr ein fehlerfreies Rennen mit zwei Boxenstopps wie wir es geplant hatten. Bei Lewis’ Rennen passierte ein wenig mehr mit fantastischen Überholmanövern und einer großartigen Fahrweise. Wegen des Schadens an seinem Frontflügel verlor er viel Downforce. Deshalb wechselten wir auf eine Drei-Stopp-Strategie, um uns die Möglichkeit zu geben, das anzupassen und um die fehlende Aero-Balance wiederherzustellen. Beim Safety Car gingen wir ein Risiko ein. Das machte sich nicht bezahlt, wirkte sich aber nur leicht auf unsere Strategie aus. Am Ende wurden wir durch den Speed der Williams auf der Geraden ausgebremst.“

    Verwandte Themen.