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  • Formel 1: Silberpfeile erzielen Doppel-Podium in Bahrain Grand Prix.
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    Formel 1: Silberpfeile erzielen Doppel-Podium in Bahrain Grand Prix.

    Lewis Hamilton fuhr mit Platz zwei das 107. Podium seiner F1-Karriere ein, Valtteri Bottas komplettierte ein Doppel-Podium.

Forderndes Wochenende.

Lewis Hamilton: „Das war ein forderndes Wochenende. Mein Start war okay, aber Sebastian war in meinem toten Winkel. Deshalb wusste ich nicht, wo er sich befand, und verlor eine Position an ihn. Es war richtig hart, ihm zu folgen. Aber insgesamt hatten wir eine ähnliche Pace. Während der Safety-Car-Phase schätzte ich die Situation falsch ein. Es war mein Fehler, dafür möchte ich mich beim Team entschuldigen. Ich hatte eine gute Pace im zweiten und im letzten Stint und wir dachten wirklich, dass wir Sebastian noch einholen könnten. Aber die 5-Sekunden-Strafe machte es doppelt so schwer. Ich glaube, dass es die richtige Entscheidung war, im letzten Stint auf die Soft-Reifen zu setzen. Ich denke, das war die beste Entscheidung, da es noch ein langer Weg war. Unsere Jungs haben in diesem Jahr bislang gute Entscheidungen getroffen. Ich habe mein Bestes versucht, um mich von dem Fehler zu erholen, aber es hat nicht gereicht. Dennoch nehmen wir wichtige Punkte mit.“

Kein guter Tag.

Valtteri Bottas: „Das war kein guter Tag. Wir hatten Schwierigkeiten mit den Reifendrücken am Start. Ich weiß nicht, was es war, aber ich konnte es im ersten Stint regelrecht spüren. Ich rutschte ab der zweiten Runde herum. Die Pace war nicht gut und Sebastian setzte uns richtig unter Druck. Ich versuchte, meinen ersten Stint auszudehnen, aber ich konnte mit der Pace nicht mithalten. Der zweite Stint war besser. Aber ich kämpfte noch immer mit Untersteuern. Im letzten Stint bekam ich das Heck dann nicht ans Arbeiten. In der Safety-Car-Phase gab es beim ersten Stopp ein Problem und wir verloren etwas Zeit. Sonst wäre ich vielleicht vorne gewesen. Aber ich weiß, dass das Team die Sache untersuchen wird. Nach dem Re-Start hatte ich einen guten Kampf gegen Sebastian, aber leider war es nur für einen kurzen Moment. Ich habe bislang nicht die Rennergebnisse eingefahren, die ich mir erhofft hatte. Deshalb peile ich jetzt ein starkes Wochenende in Sotschi an.“

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Viel gelernt.

Toto Wolff, Mercedes-Benz Motorsportchef: „Das heutige Rennen führte uns erneut vor Augen, dass wir uns in diesem Jahr in einer ganz anderen Konkurrenzsituation befinden. Wir kämpfen gegen Ferrari und ich bin zuversichtlich, dass wir als Team an dieser Herausforderung wachsen werden. Nach einem Winter mit großen Regeländerungen befinden wir uns an jedem Wochenende auf der Jagd nach Rennsiegen – das ist das Positive für uns. Aber heute war ein weiterer Beweis dafür, dass wir alles richtig hinbekommen müssen, um unsere Leistung abzuliefern. Diese Herausforderung gefällt uns als Sportsleuten. Letztendlich kosteten uns heute kleinere Rückschläge den Sieg. Allerdings haben wir allen voran bei Lewis gesehen, dass die Pace im Auto steckt, wenn wir sie abrufen. Unser erster Rückschlag ereignete sich in der Startaufstellung. Durch einen Generatordefekt waren die Reifendrücke bei Valtteri zu hoch. Das beeinträchtigte seine Pace im ersten Stint. Deshalb konnten wir keinen Vorsprung auf das Feld herausfahren.

Lewis fuhr derweil hinter Vettel, weshalb unsere Strategie-Möglichkeiten recht eingeschränkt waren. Wir waren im Hintertreffen und dann spielte Ferrari den ,Undercut‘ perfekt aus, um an die Spitze zu gelangen. Wir hatten Glück mit dem Safety Car. Das verschaffte uns die Chance, etwas Boden gutzumachen. Aber ein Problem mit dem Schlagschrauber bedeutete einen Zeit- und Positionsverlust bei beiden Autos. Da die Autos auf unterschiedlichen Reifenmischungen unterwegs waren, mussten wir die harte und unpopuläre Entscheidung treffen und Valtteri bitten, Lewis vorbeizulassen. So etwas machen wir nicht gerne, aber wenn es so weit ist, dass der Rennsieg in Gefahr ist, werden wir immer das tun, was notwendig ist, um ihn doch zu holen. Danach veränderten wir die Strategie von Lewis, um ihm die Möglichkeit zu geben, in der Schlussphase so nah wie möglich an Sebastian heranzukommen. Aber nachdem er die 5-Sekunden-Strafe abgesessen hatte, konnte er das nicht mehr hereinholen. Wir haben in Bahrain viel gelernt und uns steht noch viel Arbeit bevor, um unsere Bestleistung abzurufen und den Speed des Autos in Rennsiege umzuwandeln.“

Enges Duell.

James Allison, Technischer Direktor: „Es ist immer enttäuschend, wenn man seine Startpositionen im Rennen nicht umsetzen kann. Wir hatten eine Handvoll kleiner Rückschläge, die uns insgesamt gekostet haben. In dieser Saison ist das Duell am Renntag sehr eng und aufgrund dieser Fehler konnten wir unsere Möglichkeiten leider nicht in den erhofften Sieg umsetzen. Wichtig ist jedoch, dass die Pace im Auto steckt. Jetzt freuen wir uns auf das nächste Rennen in Russland und die Gelegenheit, um dort das zu erreichen, was uns heute Abend hier nicht gelungen ist.“