Großer Preis von Russland 2014 - Vorschau.

Der 16. WM-Lauf der Formel 1-Saison 2014 findet am kommenden Wochenende beim ersten Großen Preis von Russland auf der Strecke in Sochi statt.
  • Großer Preis von Russland 2014 – Vorschau.

  • Neue Erfahrung für die Formel 1.

    Lewis Hamilton: Ich weiß nicht, was ich nach so einem Wochenende wie in Japan sagen soll. Als ich über die Ziellinie gefahren bin, war ich selbstverständlich glücklich, endlich in Suzuka gewonnen zu haben. Aber sobald ich zurück in der Box war und hörte, was mit Jules passiert war, schien das nicht mehr relevant zu sein. Meine Gedanken und Gebete sind bei ihm und seiner Familie. An diesem Wochenende reisen wir zum ersten Mal nach Russland. Das wird eine neue Erfahrung für die Formel 1. Ich mag Herausforderungen und eine neue Strecke steht immer dafür. Natürlich sind wir viele Runden im Simulator gefahren. Aber man weiß nie so richtig, wie es sein wird, bevor man nicht dort ist und ein Gefühl für die Strecke entwickelt hat. Ich freue mich darauf, zu sehen, wie es wirklich ist und wie sich unser Auto dort schlagen wird. In Japan fühlte es sich im Rennen großartig an. Ich bin sicher, dass es auch in Sochi wieder stark sein wird. Jetzt hoffe ich, dass wir dort unsere Serie an guten Ergebnissen aus den letzten Rennen fortsetzen können.

    In Gedanken bei Jules Bianchi.

    Nico Rosberg: In Gedanken bin ich momentan zuerst immer bei Jules Bianchi. Ich wünsche ihm, seiner Familie und seinen Kollegen viel Kraft für diese schwierige Zeit. Das Wochenende in Japan brachte dem Team ein gutes Ergebnis, aber als wir abreisten, hatten wir alle nur einen Gedanken: Die Gesundheit unseres Kollegen Jules. Es ist aufregend, am kommenden Wochenende den ersten Großen Preis von Russland zu bestreiten. Die Formel 1 ist noch nie ein Rennen in Russland gefahren. Aber wir haben vor einigen Jahren schon Demonstrationsfahrten in Moskau absolviert. Damals bin ich rund um den Kreml gefahren. Das war richtig cool. Es hat jedem gefallen, all den russischen Fans, deshalb glaube ich, dass am Wochenende viele Menschen kommen werden, um uns zuzusehen. Uns erwartet eine neue Strecke. Deshalb haben wir viel Zeit im Simulator verbracht, um so gut wie möglich die richtigen Linien und Gänge herauszufinden. Das wird wichtig, wenn wir am Freitag das erste Mal auf die Strecke fahren. Ich freue mich darauf und bin überzeugt, dass es ein großartiges erstes Jahr für die Formel 1 in Russland werden wird.

    Sochi sieht beeindruckend aus.

    Toto Wolff, Mercedes-Benz Motorsportchef: Ich glaube, nach den Ereignissen am Ende des Rennens am Sonntag fühlte sich der gesamte Paddock wie benommen. Ich weiß, dass ich im Namen aller in Brackley, Brixworth und Stuttgart spreche, wenn ich sage, dass unsere Gedanken bei Jules und seiner Familie sind. An diesem Wochenende reisen wir zum ersten Mal nach Russland. Leider wird die Vorfreude darauf, dass unser Sport neue Gebiete erschließt und neue Märkte öffnet, von den Ereignissen in Suzuka überschattet. Die neue Strecke in Sochi sieht beeindruckend aus. Wenn ich an die Olympischen Winterspiele zurückdenke, bin ich sicher, dass wir ein Rennwochenende erleben werden, auf das das Land stolz sein kann.

    Es werden sicher viele neue Fans kommen, um das Debütrennen unseres Sports in Russland zu sehen.

    Eine gute Show bieten.

    Paddy Lowe, Executive Director (Technical): Meine Gedanken und die des gesamten Teams sind bei Jules Bianchi, seiner Familie und unseren Kollegen bei Marussia. Wir haben in Suzuka eine starke Performance gezeigt, diese verblasst angesichts der Ereignisse am vergangenen Sonntag jedoch zur Bedeutungslosigkeit. Wir alle hoffen, schon bald positive Nachrichten zu erhalten. Jetzt geht es für uns zur Premiere des Großen Preises von Russland. Das ist eine spannende Angelegenheit für unseren gesamten Sport. Eine neue Strecke wie in Sochi stellt jedes Team vor eine interessante Herausforderung. Natürlich haben wir uns intensiv im Simulator vorbereitet. Dennoch erwartet alle Beteiligten am kommenden Wochenende zweifelsohne eine steile Lernkurve. Dabei wird die Entwicklung der Streckenbedingungen eine entscheidende Rolle spielen. Das hat sich schon vor zwei Jahren auf der brandneuen Strecke in Austin gezeigt. Dies ist Teil der Herausforderung Formel 1, an der wir alle großen Gefallen finden.

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