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Daimler Business Innovation

Ein Blick hinter die Kulissen, Teil 2.

A Daimler Way - wie alles entstand.

In unserem letzten Beitrag haben wir detaillierte Einblicke hinter die Kulissen von Daimler Business Innovation gewährt. Mit car2go wurde dort zweifelsohne ein Projekt erwähnt, das mittlerweile in den Großstädten der Welt angekommen ist und den Nerv der Zeit wie kaum eine andere Business-Idee aus dem Mobilitätsbereich getroffen hat. Doch natürlich hat Business Innovation weit mehr Projekte hervorgebracht.

 

1981 habe ich bei der Daimler AG angefangen, als das Unternehmen zwar mit innovativen Produkten beeindruckte, aber noch lange nicht die Rede von einer Business Innovation Unit sein konnte. Seit 2011 leite ich eben diesen Bereich und kann mit Stolz auf einige Projekte zurückschauen, mit denen das Daimler Kerngeschäft seitdem äußerst erfolgreich ergänzt wurde.

Business Innovation wie wir es heute kennen, entstand in einer Phase, in der neue Wachstumslücken für die Daimler AG im klassischen Markt identifiziert wurden. Unser Ziel war es, Geschäftsfelder mit Wachstumspotential zu identifizieren, um das bereits bestehende Kerngeschäft mit mehrwertigen Produkten zu ergänzen. Damit Business Potentiale so früh wie möglich erkannt werden können, haben wir uns bewusst dazu entschieden das Business Innovation Lab als festen Bestandteil des Daimler Konzerns zu gründen. Das hat den einfachen Grund, dass wir so stetigen Zugang zu den Unternehmensressourcen haben und es keine rechtlichen Restriktionen gibt.

Was macht erfolgreiche Arbeit bei Business Innovation aus?

Um eine kreative Arbeitsweise sicherzustellen, gestaltet sich die Projektphase im Bereich Business Innovation wesentlich flexibler als in anderen Teilen der Daimler AG. Entscheidungen müssen so schnell wie möglich getroffen werden, ohne sich im Voraus noch bei zuständigen Gremien Genehmigungen einholen zu müssen. Ein Großteil der Zeit entfällt auf das ausführliche Testen der Idee in der Entwicklungsphase. Hier achten wir darauf, dass man immer mit einem frischen Blick auf das Projekt schaut und sowohl interne als auch externe Testumfelder berücksichtigt. Nachdem ein Geschäftsplan entwickelt ist, wird alsbald über die Markfähigkeit des Projektes entschieden.

Oftmals sind Projekte zu diesem Zeitpunkt noch nicht so belastbar und tragfähig wie beispielsweise das inzwischen international ausgerollte car2go. Zeichnet sich aber perspektivisch für das Projekt ein profitabler Umsatz ab, versuchen wir mit internen oder gegebenenfalls auch externen Kooperationspartnern das Projekt in die Testphase zu überführen. Um die beschrieben Schritte sicherstellen zu können, arbeiten wir in einem Team mit flachen Hierarchien, das jedem Mitglied ermöglicht, seine Gedanken einzubringen und so neue Prozesse nicht nur mitzubestimmen, sondern auch anstoßen zu können. Das Top Management bietet dem Business Innovation Lab den nötigen Rückhalt und so ist in unserer Philosophie der Gedanke fest verankert, dass Innovationsmanagement Aufgabe der Unternehmensführung ist.

Innovation ist international. Die Projekte auch.

Nicht nur durch eine gemischte Teamstruktur gewährleisten wir, dass Projekte ihren kreativen Anspruch niemals verlieren, auch ein interkultureller Austausch findet statt und das länderübergreifend. Mit insgesamt vier Business Innovation Büros in den USA, China, Brasilien und Argentinien ist der Grundstock gelegt für einen regen Austausch rund um den Globus. All diese Team stehen in engen Kontakt mit dem deutschen Headquarter, damit Trends so leichter ermittelt werden können und sich zu potentiellen Geschäftsfeldern entwickeln.

Mit car2go wurde zweifelsohne ein Projekt entwickelt, das mittlerweile in den Großstädten der Welt angekommen ist und den Nerv der Zeit wie kaum eine andere Business-Idee aus dem Mobilitätsbereich getroffen hat. Doch natürlich hat Business Innovation weit mehr Projekte hervorgebracht. Mit moovel ging 2012 eine App-Entwicklung an die Öffentlichkeit, die „Mobilität“ nicht nur aus Sicht eines Autobauers beleuchtet, sondern eine mehrschichtige Mobilitätsplattform für Nutzer darstellt. Im Fokus der App steht eben nicht nur der Nutzer als Autofahrer, sondern das Bedürfnis, so schnell wie möglich an ein Ziel zu kommen – auch ohne Auto.

Der nächste große Meilenstein wurde 2014 vorgestellt: Mercedes me. Ja, ganz genau die Plattform, auf der Sie das hier gerade lesen. Die Bereiche move me, connect me, assist me, finance me und inspire me decken sämtliche Services und Angebote ab, die Mercedes-Benz seinen Kunden bietet. Ergänzt werden diese Bereiche durch Mercedes me Stores, die an Standorten rund um die Welt einladen, in urbaner, stylisher Atmosphäre in Kontakt mit der Marke zu treten.

Wie auch bei Mercedes me geht es bei Business Innovation nicht immer nur um physische Produkte, sondern auch um Initiativen und Konzepte. Ein Beispiel hierfür ist das im September vorgestellte Projekt She’s Mercedes, ein „Inspiration Circle“, der sich speziell an Frauen wendet und zur Vernetzung mit der Marke und mit anderen Frauen aufruft. Wie das aussieht, können sie hier erfahren.

Denken wir an Mobilität in der Zukunft, müssen wir auch an Energie denken, um ebendiese Mobilität zu gewährleisten. Deshalb haben wir den Mercedes-Benz Energiespeicher erfunden, ein Gerät für den Heim und Businessgebrauch, der für uns den nächsten Schritt in die Unabhängigkeit von Energieversorgern und Nachhaltigkeit bedeutet. Mehr dazu finden Sie hier.

Last but not least, das neuste Projekt aus unserer Schmiede: Mercedes-Benz Living @ Fraser. Unsere Kunden lieben ihr Auto. Ab Herbst 2015 bietet Mercedes-Benz deshalb in Kooperation mit der Fraser Hospitality Group Appartements für Reisende, die zusammen mit Mercedes-Benz entwickelt wurden und in deren Design und Komfort sich die wesentlichen markenprägenden Stilelemente wiederfinden.

Immer am Ball bleiben.

Die Ausprägungen der Projekte, die ich bei Business Innovation begleitet habe, sind unterschiedlichster Natur. Genau dort liegt der Reiz – und natürlich die Herausforderung – für unser Team. Diskutieren Sie im Forum mit uns zu unseren Projekten und den Fragen, denen wir uns in der Entwicklung neuer Projekte stellen.

Dieser Artikel wurde von Business Innovation veröffentlicht, Daimlers Lab für innovative Geschäftsmodelle. Folge Business Innovation auf Twitter und Instagram oder diskutiere mit uns im Business Innovation Forum.