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MY SYLT.

“Hier ist alles, was man braucht – nur besser!” Herbert Seckler, Inhaber der Sansibar, erzählt was er an der Insel besonders schätzt.

Text: mbcac

Meer sehen.

Herbert, Sie sind vor fast 40 Jahren nach Sylt gekommen – und geblieben. Was schätzen Sie an der Insel besonders? Sylt ist magisch! Als ich damals hier ankam, habe ich erstmals das Meer gesehen. Die riesigen Strände, die frische Luft, die großzügige Natur und die Menschen haben mich sehr beeindruckt. Ich mache kaum Urlaub, denn es gibt einfach keinen Grund wegzufahren. Hier ist alles, was man braucht – nur besser!

Welche Dinge sollte man auf der Insel getan, welche Orte gesehen haben? Sylt hat viele tolle Ecken. Schön spazieren kann man in Nösse, dem Ostteil der Insel, mit kleinen verstreuten Ortschaften. Am Morsum Kliff blüht eine traumhafte Heidelandschaft und man kann die offen liegenden Gesteinsschichten bestaunen. Auf der Wattseite gibt es einen paradiesischen Fußweg von Keitum über Munkmarsch nach Kampen – direkt am Wasser entlang und auf naturbelassenen Wegen.

Über Dörfer und Mittwochskonzerte.

Sie sind begeisterter Autofahrer, wie lässt sich Sylt mit dem Auto erkunden? Eine schöne Ausfahrt führt von Hörnum nach Westerland über Kampen in Richtung List. Durch das Listland geht es am Wattenmeer weiter über Munkmarsch und Morsum zurück nach Rantum. Die Rundtour verläuft auf kleinen Straßen vorbei an idyllischen Dörfern, Wasser und Wiesen – wo es sich lohnt, Pausen einzulegen.

Auch kulturell bietet die Insel viel. Ihr Tipp? Die Keitumer Kirche St. Severin ist eine der schönsten norddeutschen Kirchen. Organist und Kantor Alexander Ivanov stammt aus St. Petersburg und beeindruckt seit vielen Jahren mit einem empfehlenswerten Programm und den beliebten Mittwochskonzerten.

Von Fischern und Friesen auf Rädern.

Ihr Lieblingsgericht der Insel? Früher galt Sylt nicht unbedingt als kulinarisches Mekka, es wurde schon immer vor allem deftig gegessen und getrunken. Ich esse gern Labskaus, ein traditionelles Seemannsgericht aus Pökelfleisch mit Kartoffeln. Dazu trinkt man ‚Geele Köm‘, ein Korn, von dem sich schon die alten Fischer ernährt haben und der sie warm gehalten hat.

Ihr persönlicher Geheimtipp für Sylt? Immer mehr Gäste wissen den winterlichen Charme, die Ruhe und Weite der Insel zu schätzen! Das Licht im Winter ist gigantisch! Man geht an der frischen Luft, z.B. entlang des oft zugefrorenen Wattenmeers spazieren und hinterher in die Strandsauna oder vor den offenen Kamin. Besonders schön ist auch das ‚Biikebrennen‘ im Februar – eine alte friesische Tradition – bei der unter Sternenhimmel riesige Feuer entzündet und der Winter verabschiedet wird.

My Sylt.

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