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Sensoren für Autolacke – wozu man die benötigt und noch viel mehr erzählt Thomas Nesch im Interview.

Ein geborener Tüftler.

2008 wurde Thomas Nesch, Bundessieger beim Wettbewerb „Jugend forscht“. Da war er noch Auszubildender zum Mechatroniker bei der Daimler AG in Sindelfingen. Als geborener Tüftler entwickelte er, gerade einmal 19 Jahre alt, einen Sensor, mit dem man einen Flüssigkeitsverlust an Schläuchen von Lackierrobotern aufspüren kann. Mit einem funktionsfähigen Prototypen nahm Thomas Nesch daraufhin an “Jugend forscht” teil. Was folgte, war ein glatter Durchmarsch durch alle Wettbewerbsebenen bis zum Bundesfinale in Bremerhaven.

Vom Bundessieger „Jugend forscht“ zum „Master of Engineering“.

Nach dem Fachabitur begann Nesch ein Studium an einer der angesehensten Hochschulen der Welt, der University of Cambridge, und studierte ab 2010 Ingenieurwissenschaften. Parallel gründete er seine eigene Elektronikfirma 'Nesch Engineering', absolvierte zahlreiche Praktika bei namenhaften Unternehmen bevor er 2013 bei Daimler Business Innovation begann. Seit Ende Juni 2015 ist Thomas Nesch, heute 26, 'Master of Engineering' und widmet sich nun der Projektkoordinaton bei Business Innovation der Daimler AG.

Interview mit Thomas Nesch.

Mit ENERGY Radiomoderator Dennis Hamann sprach Thomas Nesch über seine Erfindung und seine Aufgaben bei Daimler Business Innovation.

Thomas, was fasziniert dich an deiner Arbeit bei Daimler Business Innovation?

Hier habe ich die Möglichkeit mich selbst zu verwirklichen. Das weckt dann die kreative Ader in mir und macht dadurch besonders viel Spaß.

Warst du schon als Schüler ein wilder Bastler, der so lange tüftelt, bis etwas funktioniert?

Ich war schon immer ein Mensch, der versucht hat neue Wege zu gehen und neue Dinge zu machen, also ja, das kann man schon sagen.

Von „Jugend forscht“ zu Daimler Business Innovation. Für den Laien einfach erklärt, was genau hast du damals für Daimler entwickelt?

Es handelt sich dabei um einen Sensor, der Lacke erkennen kann. Konzeptioniert habe ich diesen für die industrielle Automobillackiererei und er stellt sicher, dass auch tatsächlich die Menge an Lack auf das Fahrzeug aufgetragen wird, die benötigt wird.

Was passierte, nachdem du damit dann bei 'Jugend forscht' gewonnen hast?

Die Reaktionen waren durchweg sehr positiv und ich habe natürlich auch gemeinsam mit meinen Kollegen bei Daimler den Erfolg gefeiert.

Was machst du jetzt genau bei Daimler?

Jetzt arbeite ich bei Daimler Business Innovation, dort schauen wir uns neue Geschäftsmodelle an. Das Tolle daran ist, das ich mit dieser Aufgabe gewissermaßen mein Hobby zum Beruf gemacht habe. Aktuelle beschäftige ich mich zum Beispiel mit 3D Druck - das ist eine sehr spannende neue Technologie.

Wie reagieren denn deine Kollegen, du bist ja vermutlich der Jüngste im Team?

Das stimmt, aber bisher hat das noch nie eine Rolle gespielt, da alle Kollegen genau wie ich den Fokus auf die Inhalte und das Ergebnis legen und da spielt das Alter keine Rolle mehr.

Zukunftspläne.

Wie sieht es bei Dir daheim aus? Hast du eine typische Tüftler-Werkstatt?

Ganz im Gegenteil ist es bei mir zu Hause eher sehr organisiert, etwas das ich definitiv von der Ausbildung bei Daimler mitgenommen habe. Nur wenn ich an neuen kreativen Ideen arbeite darf es ruhig auch mal etwas chaotischer zugehen.

 

Wie sehen die Pläne für deine Zukunft aus?

Ich fühle mich bei Daimler Business Innovation sehr wohl und möchte hier das spannende Thema 3D Druck weiter vorantreiben. Wichtig ist mir dabei, dass ich meinen Interessen immer neues zu entwickeln, treu bleiben kann, aber natürlich kann ich mir auch vorstellen in Zukunft noch mehr Verantwortung zu übernehmen.

 

Thomas, vielen Dank für das Gespräch!

Dieser Artikel wurde von Business Innovation veröffentlicht, Daimlers Lab für innovative Geschäftsmodelle. Folge Business Innovation auf Twitter und Instagram oder diskutiere mit uns im Business Innovation Forum.

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