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Die Freuden des Teilens

Zwei Kinder teilen sich ein Stück Wassermelone und beißen gleichzeitig davon ab.
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Dieser sich schnell verbreitende Trend verspricht Freiheit und dringt in alle Sektoren ein.

Teilen ist heute cooler als Eigentum, und die Generation Y, auch bekannt als Millennials, lebt diesen Trend: die Mittdreißiger teilen Lebensmittel, Outfits und Wohnungen auf Sharing-Plattformen, sie streamen Filme, anstatt DVDs zu kaufen, sie nutzen eher Coworking-Büros als fest zugeordnete Büros, lieber Instagram anstatt Fotoalben und Facebook anstatt Tagebücher.

Das Teilen ist ein menschlicher Urinstinkt. Abgesehen davon, dass das Teilen unabdingbar für das Überleben ist, hält es Gemeinschaften zusammen und ist eine bewährte Methode für die Geschäftswelt. Durch Teilen entsteht eine „Wirtschaft der gegenseitigen Gefallen“, in der die Teilnehmer Waren und Dienstleistungen anstelle von Geld tauschen.

Rationale Wirtschaftstheorien treffen selten ins Schwarze, wenn sie versuchen, Funktion, Zweck und Vorteile des Teilens zu erklären. Es ist aber hinlänglich bekannt, dass der Mensch nun mal kein rationaler „Homo Economicus“ ist. Viele Experimente haben belegt, dass Menschen nicht von Natur aus selbstsüchtig sind. Teilen liegt in unseren Genen. Wir laden Freunde zum Essen ein und wir leihen Elektrowerkzeuge und Bücher, Regenmäntel und Schals aus. Wir freuen uns oft einfach darüber, unsere persönlichen Habseligkeiten wegzugeben und sie vertrauten Freunden auszuleihen – egal, ob wir im Gegenzug etwas dafür bekommen.

Altruismus erklärt zwar teilweise den Boom der Sharing Economy, doch sind finanzielle Aspekte ein weiterer Grund dafür. Menschen motiviert die Aussicht, ein bisschen zusätzliches Geld zu verdienen, indem sie ihre Wohnungen vorübergehend vermieten. Die Nutzer entscheiden sich dann für diese Wohnungen, weil sie billiger und meistens auch gemütlicher als Hotels sind.

Fotografie eines Fahrrads von hinten. Zwei Menschen sitzen darauf. Einer fährt das Rad, der andere sitzt auf dem Gepäckträger.

Die primäre Antriebskraft für die Renaissance des Teilens ist aber das rasante Tempo der modernen Lebensart. Wir buchen in Minutenschnelle Städtetrips nach Paris, Lissabon oder Bangkok. Uns ist zunehmend die Selbstständigkeit lieber als eine bezahlte Anstellung. Maximale Flexibilität ist bei der Arbeit, in unseren Beziehungen und sogar in Fragen des Konsums unentbehrlich. Festes Eigentum und die damit verbundenen Pflichten können hinderlich für diese Flexibilität sein.

Auch Social-Media-Plattformen wie Facebook, Twitter und Instagram entfachen ein Interesse am Teilen privater Habseligkeiten. Freunde und Bekannte bestehen nicht mehr nur aus unserer Familie, aus Nachbarn und Kolleginnen und Kollegen, da wir heutzutage unser Privatleben auch mit völlig Fremden teilen. Die Distanz zwischen Menschen schrumpft immer mehr und die Bereitschaft, persönliche Gegenstände aus der Hand zu geben, ist größer denn je. Dieser Mechanismus funktioniert sogar noch besser, wenn wir Bewertungssysteme haben, die uns sagen, wie gut wir neuen Käufern, Partnern oder Verkäufern trauen können.

Das Modell der Sharing Economy dringt nun in alle Sektoren vor, auch in die Automobilindustrie. Die ParkNow-Plattform – eines der fünf neuen Joint Ventures von Daimler AG und BMW – erlaubt Nutzern, freie Parkplätze zu teilen. ShareNow, ein anderes Joint Venture dieser Art, kombiniert die erfolgreichen Carsharing-Dienste von car2go und DriveNow unter einem Dach. Abgesehen von der Entwicklung attraktiver Fahrzeuge, wie des neuen elektrischen SUV EQC, bietet die Daimler AG auch EQ, ihre neue Produkt- und Technologiemarke, die sich in ihrer Geschäftsstrategie auf Sharing stützt. „Mobility-on-demand entwickelt sich zu einem extrem spannenden Bereich, auch als Ergänzung zum Fahrzeugbesitz“, erklärt Jörg Heinermann, Leiter Marketing and Sales bei EQ. „Stellen Sie sich vor, Sie sind Besitzer eines Mercedes-Benz in Hamburg und zahlen Leasinggebühren dafür, die beispielsweise auch eine Teilnahme an ShareNow in jeder europäischen Hauptstadt beinhalten, damit Sie selbst dann mobil sind, wenn Sie mit dem Flugzeug ins Ausland reisen.“

EQC 400 4MATIC:
Stromverbrauch kombiniert: 20,8–19,7 kWh/100 km;
CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km.⁶

Neue Technologie- und Digitallösungen verstärken die Dynamik zusätzlich. Buchungen über Apps oder Portale sind schnell und bequem. Standard-Autoschlüssel werden durch Codes, Chips und spezielle „Connectivity Boxes“ ersetzt. Die Abrechnung ist transparent und erfolgt automatisch. Sharing-Economy-Dienste fügen sich nahtlos in den Alltag ein.

Identisch gekleidete Zwillingsbrüder mit braunen Locken sitzen sich gegenüber und teilen sich einen Schreibtisch. Einer schaut auf sein Smartphone, der andere auf sein Notebook.

Die Sharing Economy ist keineswegs ein Allheilmittel, weil viele immer noch gerne Eigentümer eines eigenen Mercedes-Benz sein wollen. Das Teilen kann schließlich auch nervig sein – wenn das Carsharing-Fahrzeug zum Beispiel nicht in sauberem Zustand abgestellt wurde. Aber die Sharing Economy bringt die Menschen zusammen. Sie erleichtert den Alltag vieler Städter und verändert zunehmend das Konzept der Mobilität. Da der Zustrom in die Städte immer noch anhält, werden Raum und Freiheit zu wertvollen Rohstoffen. Das Carsharing ist eine nachhaltige Art, die Verkehrslage in Städten zu entspannen.

Heinermann geht sogar noch einen Schritt weiter: „Was wir wirklich verkaufen, sind nicht nur unsere überragenden Fahrzeuge, sondern die Möglichkeit, unbegrenzte persönliche Mobilität zu erleben. Philosophisch ausgedrückt, verkaufen wir Freiheit. Persönliche Freiheit. Und das ist genau die Revolution, die Carl Benz im Jahre 1886 mit dem ersten Automobil angestoßen hat.“

⁶ Stromverbrauch und Reichweite wurden auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt. Stromverbrauch und Reichweite sind abhängig von der Fahrzeugkonfiguration. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch aller neuen Personenkraftwagenmodelle“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.